Vodafone: Netz-Aufrüstung bis Mitte des Jahres abgeschlossen

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Vodafone hat am Mittwoch die neuen Geschäftszahlen für das Weihnachtsquartal vorgelegt und dabei auch einen Ausblick auf den Netzausbau 2021 gegeben. Denn dieser soll in diesem Jahr abgeschlossen sein, wenn es um den Gigabit-Ausbau geht.
Flaggen mit dem Vodafone-Logo wehen vor der Konzernzentrale in Düsseldorf
Bildquelle: Thorsten Neuhetzki

Das 3. Quartal 2020/21 – gemeint ist hier das Wirtschaftsjahr, nicht das Kalenderjahr – schließen die Düsseldorfer nach eigener Einschätzung erfolgreich ab. Denn der Gesamt-Service-Umsatz ist trotz Coronavirus um 1,0 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro gewachsen, vergleicht man den Betrag mit dem Vorjahreszeitraum. Ließe man bei der Berechnung die Bereiche Roaming und Wholesale, die besonders durch die Corona-Krise beeinflusst sind, außen vor, würde das Wachstum gar bei 2,5 Prozent liegen.

Das liegt auch an den Kundenzahlen. Jeweils fast 100.000 Kunden haben sich im Festnetz und Mobilfunk für eine Bindung an Vodafone entschieden. Im Kabel-Festnetz waren es 98.000 Neukunden, im Mobilfunk auf Vertragsbasis 99.000 Neukunden. Hinzu kommen im Mobilfunk 122.000 neue Prepaidkunden.

Vodafone im Festnetz: Netzausbau läuft auf Hochtouren

Im Festnetz zählt Vodafone nun 8 Millionen Anschlüsse, die das Unternehmen in ganz Deutschland über das eigene Kabel-Netz geschaltet hat. Dieses Netz hat sich Vodafone durch die Übernahmen von Kabel Deutschland und Unitymedia in den Konzern geholt. Hinzu kommen DSL-Kunden, die über die Telekom geschaltet werden. Insgesamt zählt Vodafone 10,92 Millionen Kunden im Festnetz, ein Wachstum von 56.000. Der Umsatz stieg um 1,4 Prozent auf 1,63 Milliarden Euro.

Getrieben durch die Corona-Krise sind schnelle Internet-Anschlüsse nach Einschätzung vom Vodafone weiterhin sehr beliebt: Fast die Hälfte der Neukunden der Düsseldorfer entscheidet sich für ein Angebot mit 400 Mbit/s oder mehr. Derzeit würden sogar mehr als doppelt so viele Neukunden wie vor Corona einen Gigabit-Anschluss buchen.

Insgesamt ist Vodafone Stand heute in der Lage, mehr als 22 Millionen Gigabit-Anschlüsse in ganz Deutschland zu schalten. Das macht der Ausbau auf den Übertragungsstandard DOCSIS 3.1 möglich. In den ehemaligen Kabel-Deutschland-Bundesländern ist der Ausbau bereits abgeschlossen. Bis Mitte 2021 soll die Netzaufrüstung dann auch in Hessen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen durch sein. Hier handelt es sich um etwa zwei Millionen Haushalte, die noch ausstehen.

Zudem verdichtet Vodafone sein Netz, verbaut deutlich mehr Glasfaser und bringt sie näher zu den Haushalten. So soll das Netz den Anforderungen Stand halten, wenn es von mehr Kunden gleichzeitig genutzt wird. Im nächsten Schritt wird dann auch DOCSIS 3.1 im Upstream kommen. Mittelfristig soll damit 100 Mbit/s im Upstream möglich sein.

Mobilfunk: 57 Millionen SIM-Karten aktiv

Die Zahl an Mobilfunk-Vertragskunden steigt um 99.000 auf über 19 Millionen. Insgesamt zählt Vodafone 30,736 Millionen Kundenbeziehungen im Mobilfunk. Damit sind in Summe über 57 Millionen SIM-Karten im Netz von Vodafone aktiv, zwei Millionen neue SIM-Karten waren es alleine im berichteten Quartal. Darunter sind aber auch sehr viele M2M-Karten, also Karten in Maschinen, die nur kleine oder größere Datenpakete verschicken. Der Service-Umsatz im Mobilfunk stieg um nur 0,5 Prozent.

Der Ausbau des 5G-Netzes geht indes weiter: Alle 20 Minuten aktivieren die Vodafone-Techniker im dritten Quartal eine neue 5G-Antenne, teilte Vodafone mit. Das Ziel: Bis Ende 2021 soll 5G von Vodafone für 30 Millionen Menschen verfügbar sein. Hier sind aber auch jene Kunden erfasst, die lediglich die langsame 5G-Varianten über die alten UMTS-Frequenzen erhalten.

 

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