Motorola Edge 50 Fusion im Test: Flaggschiff-Feeling für 400 Euro

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Auf den ersten Blick sieht das Motorola Edge 50 Fusion aus wie ein Flaggschiff-Smartphone. Dabei kostet es nur 399 Euro. Wir haben das ungewöhnliche Smartphone ausprobiert und zeigen dir, ob sich der Kauf lohnt.
Motorola Edge 50 Fusion im Test: Flaggschiff-Feeling für 400 Euro
Motorola Edge 50 Fusion im Test: Flaggschiff-Feeling für 400 EuroBildquelle: Timo Brauer / inside digital

Motorola hat die Edge 50 Serie offiziell vorgestellt. Wir hatten die Möglichkeit, die drei neuen Smartphones bereits zwei Wochen vorher auszuprobieren. Die Serie besteht aus drei Modellen: Das Edge 50 Ultra ist das High-End-Modell mit Top-Ausstattung. Etwas günstiger, aber weiterhin in der Oberklasse angesiedelt, ist das Edge 50 Pro (zum Test). Beim dritten Modell, dem Edge 50 Fusion, handelt es sich hingegen um ein Mittelklasse-Smartphone für 399 Euro. Doch auf den ersten Blick sieht man dem Handy den günstigen Preis nicht an.

So edel wie ein Flaggschiff

Bei allen drei neuen Smartphones legt Motorola großen Wert auf das Design. Das Edge 50 Fusion ist hier keine Ausnahme. Das Mobiltelefon ist nur 7,9 Millimeter dick und wirkt durch die gebogenen Ränder noch schlanker. Auch das Gewicht ist mit 168 Gramm ungewöhnlich leicht, ohne billig zu wirken. Statt einer Rückseite aus Glas oder in dieser Preisklasse verbreitetem Kunststoff setzt Motorola auf veganes Leder. Das sieht nicht nur edel aus, sondern hält auch Fingerabdrücke fern und sorgt für ein griffiges Gefühl in der Hand – auch ohne Case. Einzige Ausnahme ist das dunkelgrüne Modell. Hier kommt eine matte Kunststoff-Rückseite zum Einsatz. Alle Varianten sind nach dem IP68-Standard wasserdicht.

Bei den Farben setzt Motorola seine Partnerschaft mit Pantone fort. So gibt es das Smartphone in drei stylishen Pantone-Farben. Einem knalligen „Pink Peacock„, einem dezenten „Tidal Teal“ und „Ballad Blue“. Beim pinkfarbenen Modell setzt Motorola auf ein veganes Suede-Leder, das sich besonders warm und weich anfühlt.

Motorola Edge 50 Fusion in allen Farben
Motorola Edge 50 Fusion in allen Farben

Einen hochwertigen Eindruck macht auch der Bildschirm. Motorola setzt hier auf ein 6,7 Zoll großes AMOLED-Panel mit gebogenen Seitenrändern und einer Helligkeit von bis zu 1.600 Nits in der Spitze. Auch ist die Bildwiederholrate mit 144 Hertz besonders schnell und lässt die Bedienung im Alltag noch flüssiger wirken.

Curved-Display mit Full-HD-Auflösung
Curved-Display mit Full-HD-Auflösung

Was steckt im Motorola Edge 50 Fusion?

Im Inneren des Motorola Edge 50 Fusion steckt ein Snapdragon 7s Gen 2. Hierbei handelt es sich um einen leistungsstarken Mittelklasse-Prozessor, der vor rund einem halben Jahr auf den Markt gekommen ist. Im AnTuTu-Benchmark erreicht dieser einen respektablen Score von rund 600.000 Punkten und in unserem Ersteindruck kann das Smartphone mit einer guten Alltags-Performance glänzen.

Auch die restliche Ausstattung kann sich sehen lassen: bis zu 12 GB RAM und 512 GB Speicherplatz, microSD-Slot zur Speichererweiterung, aktuelles Wi-Fi 6 sowie Bluetooth 5.3. Trotz der dünnen Bauweise misst der Akku des Edge 50 Fusion 5.000 mAh. Ist dieser einmal leer, kann mit bis zu 68 Watt aufgeladen werden. Damit nimmt eine vollständige Ladung weniger als eine Stunde in Anspruch.

Das Motorola Edge 50 Fusion im Ersteindruck
Das Motorola Edge 50 Fusion im Ersteindruck

Kamera und Software

Motorola spendiert dem Edge 50 Fusion eine Dual-Kamera mit Ultraweitwinkel-Funktion. Die Hauptkamera bietet eine Auflösung von 50 Megapixeln, eine Blende von f/1.88 und optische Bildstabilisierung. Dazu kommt eine 13 Megapixel Ultraweitwinkel-Kamera mit 120 Grad Sichtfeld. Vorn steht eine Selfie-Kamera mit 32 Megapixeln zur Verfügung.

Die Kamera-App überzeugt mit vielen Zusatz-Funktionen. Sie ermöglicht etwa, mit Rück- und Selfie-Kamera gleichzeitig zu fotografieren oder eine Lichtmalerei-Funktion. Hierbei wird die Belichtungsdauer erhöht, um einen künstlerischen Effekt von verschwommenen Lichtern zu erhalten. Verschiedene Voreinstellungen wie „Straßenverkehr“ oder „Sterne“ machen diese Funktionen für jeden zugänglich.

Das Display des Motorola Edge 50 Fusion
Das Display des Motorola Edge 50 Fusion

Nicht nur die Kamera-App überzeugt mir zahlreichen Zusatzfunktionen. So sieht die Software zwar auf den ersten Blick aus wie pures Android und lässt sich genauso flüssig bedienen. Unter der Haube verbergen sich jedoch zahlreiche praktische Funktionen und Optimierungen, die Motorola dem System hinzugefügt hat. Ein Highlight in diesem Jahr ist Style Sync. Diese KI-basierte Funktion kann ein passendes Hintergrundbild zu deinem aktuellen Style generieren, das jedes Mal einzigartig ist.

Die Software ist mit Android 14 und dem aktuellen Sicherheitspatch auf dem neuesten Stand. Motorola verspricht für das Edge 50 Fusion drei große Android-Updates sowie vier Jahre lang regelmäßige Sicherheitspatches.

Motorola Edge 50 Fusion: Mein Fazit

Auf den ersten Blick merkt man dem Motorola Edge 50 Fusion seinen günstigen Preis nicht an. Und auch beim genaueren Hinsehen fallen keine gravierenden Schwächen auf. Klar, bei Kamera und Geschwindigkeit zeigen sich die Unterschiede zu einem Top-Smartphone, aber für einen Preis von 399 Euro bietet das Smartphone eine hervorragende Ausstattung.

So ist die Ausstattung auf einem Niveau mit dem beliebten Samsung Galaxy A55 und bietet dieselben Premium-Funktionen wie ein wasserdichtes Gehäuse oder eine optische Bildstabilisierung, die bei Mittelklasse-Smartphones nicht zur Standard-Ausstattung gehören. Die Software von Motorola ist weniger überladen und kommt ohne vorinstalliere Werbe-Apps aus. Auch bietet man langen Update-Support. So eignet sich das Edge 50 Fusion für alle, die auf der Suche nach einem preiswerten, gut ausgestatteten Smartphone abseits von den großen Marken Samsung und Xiaomi sind.

Bildquellen

  • Motorola Edge 50 Fusion in allen Farben: Motorola
  • Motorola Edge 50 Fusion Rückseite: Timo Brauer / inside digital
  • Motorola Edge 50 Fusion Display: Timo Brauer / inside digital
  • Motorola Edge 50 Fusion im Test: Flaggschiff-Feeling für 400 Euro: Timo Brauer / inside digital

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