Motorola Edge 30 im ersten Test: Der dünnste 5G-Alleskönner der Welt

4 Minuten
Nachdem das Motorola Edge 30 Pro als Leistungsmonster ordentlich Eindruck schinden konnte, ist nun dessen Mittelklasse-Ausgabe an der Reihe – das Motorola Edge 30. Vorweg: Das Smartphone bietet einige unerwartete Stärken, jedoch auch eine größere Schwäche.
Motorola Edge 30 Smartphone
Motorola Edge 30 im TestBildquelle: Artem Sandler / inside digital

Das Flaggschiff-Smartphone Motorola Edge 30 Pro kam im Februar 2022 auf den deutschen Markt und begeisterte im Kurztest mit einer schier unendlichen Leistung. Nun hat der zu Lenovo gehörende Hersteller eine Mittelklasse-Version, das Motorola Edge 30, vorgestellt. Wir haben uns den Neuankömmling genauer angesehen und verraten, was das Handy auf dem Kasten hat.

Technische Daten des Motorola Edge 30 im Überblick

Das Motorola Edge 30 bietet ein mittelgroßes 6,5 Zoll-AMOLED-Display mit einer typischen Auflösung von 1.080 x 2.400 Pixeln und einer exzellenten Bildwiederholrate von 144 Hz. Für die nötige Leistung sorgt ein Snapdragon 778G+ 5G-Chip aus dem Hause Qualcomm. In Deutschland wird dieser von 8 GB Arbeitsspeicher und 128 GB Hauptspeicher flankiert. Der Prozessor verleiht dem Motorola-Smartphone die Fähigkeit, Datenpakete über den mobilen Übertragungsstandard 5G oder aber über Wi-Fi 6E (2,4 und 5 GHz) zu übertragen.

Das Kamera-Modul des Motorola Edge 30 besteht aus zwei 50-Megapixel-Sensoren und einem Tiefensensor mit 2 Megapixeln. Der Hauptsensor bietet dabei eine f/1.8-Blende und – was besonders interessant ist – eine optische Bildstabilisierung (OIS). Bei dem zweiten Sensor handelt es sich derweil um eine Weitwinkel-Kamera mit einem Winkel von 118 Grad und einer f/2.2-Blende (obwohl auf der Produktseite fälschlicherweise f/1,5 angegeben wird).

Bleibt noch der Akku, welcher jedoch nicht sonderlich überzeugend ausfällt. Denn die Akkukapazität des Motorola Edge 30 beläuft sich auf lediglich 4.020 mAh und liegt damit unter dem Durchschnitt. Dennoch soll die Akkulaufzeit laut Hersteller 32,7 Stunden betragen. Ein Wert, der recht optimistisch wirkt und den ersten Kontakt mit der Praxis wohl kaum überstehen dürfte. Dafür lässt sich der Energiespeicher mittels eines Ladegeräts (im Lieferumfang enthalten) mit einer Ladeleistung von 33 Watt vergleichsweise schnell wieder aufladen.

Motorola Edge 30
Motorola Edge 30 Front
Software Android 12
Prozessor Qualcomm Snapdragon 778G+ 5G
Display 6,5 Zoll, 1.080 x 2.400 Pixel
Arbeitsspeicher 8 GB
interner Speicher 128 GB
Hauptkamera 8688×5792 (50,3 Megapixel)
Akku 4.020 mAh
induktives Laden
USB-Port 2.0 Typ C
IP-Zertifizierung IP52 (Schutz gegen Spritzwasser (Regen))
Gewicht 155 g
Farbe Silber, Blau, Türkis
Einführungspreis 450 €
Marktstart April 2022

Motorola Edge 30 im Test: Der erste Eindruck

Ein paar Floskeln vorweg: Schönheit liegt im Auge des Betrachters und Geschmäcker sind verschieden. Dennoch wirkt das neue Motorola-Handy optisch durchaus ansprechend und erinnert mit seinen recht scharfen Kanten ein wenig an das Apple iPhone 4. Nur ist das Edge 30 deutlich flacher, denn dessen Tiefe beträgt lediglich 6,79 Millimeter. Damit handelt es sich bei dem Smartphone nach Angaben des Herstellers um das flachste 5G-Mobiltelefon der Welt. Vor Fingerabdrücken auf der Rückseite schützt dieser Rekord allerdings nicht, wie das Hands-On gezeigt hat. Dafür liegt es aufgrund des zumindest etwas kleineren Displays vergleichsweise gut in der Hand.

In Sachen Leistung kann das Motorola Edge 30 seinem großen Bruder, dem Edge 30 Pro, nicht das Wasser reichen. Dennoch erreichte das Smartphone in unserem Benchmark-Test (durchgeführt mit AnTuTu) eine Wertung von 590.503 Zählern und sollte daher im Alltag keine Leistungs-Wünsche offen lassen. Lediglich Gamer sollten lieber zu einem der deutlich schnelleren Gaming-Smartphones greifen.

Das Mobiltelefon wird ab Werk mit dem Google-Betriebssystem Android 12 ausgeliefert und ist somit auf dem neuesten Stand. Allzu lange wird dieser Status quo jedoch nicht anhalten, denn der Hersteller wird Versionsupdates „nur“ zwei Jahre lang ausspielen. Folglich ist ab Android 14 Schluss – zumindest, sofern die EU entsprechende Regularien nicht rückwirkend beschließt und die Update-Dauer ausweitet.

Motorola-Smartphone
Motorola Edge 30

Bleibt noch die IP52-Zertifizierung des Motorola Edge 30, die das Smartphone im Gegensatz zu einem Großteil der Konkurrenz aufweist. Auf der Website wird das Handy daher mit Wassertropfen auf dem Gehäuse abgebildet und es ist von einem wasserabweisenden Smartphone die Rede. Das trifft auch tatsächlich zu, allerdings nur bedingt. Denn eine IP52-Zertifizierung schützt das Mobiltelefon lediglich vor fallendem Tropfwasser, und zwar bei einer Gehäuse-Neigung bis zu 15 Grad.

Fazit

Das Motorola Edge 30 wird in mehreren Speicher-Varianten ausgeliefert, lässt sich in Deutschland allerdings nur als 8 + 128 GB-Modell erwerben. Wer das Gerät sein Eigen nennen möchte, muss dabei rund 450 Euro auf den Tisch legen. Dafür bekommt der Käufer ein gut durchdachtes Gesamtpaket mit mehreren in dieser Gewichtsklasse nicht selbstverständlichen Stärken wie einer optischen Bildstabilisierung und einem 144 Hz-Display. Lediglich eine größere Akkukapazität würde dem Smartphone zweifelsfrei gut zu Gesicht stehen.

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2 KOMMENTARE

  1. Androfox

    Warum auch diese Meinung so hoch hält ist mir nicht so Recht klar. Das zu Flip 3 und ist 6,7mm dünn und, wenn auch kein s22 ultra, win ziemlich potentes Gerät, dass sich auch noch falten lässt. Für mich bleibt es daher das dünnste Smartphone. Zumal die Updates bei Motorola ein Witz sind und Samsung sein Game kennt. 5 Jahre Updates sind garantiert…nein danke, kein Motorola mehr.

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  2. Logan

    Fantastisches Handy … eine der besten betroffenen Geräte … Dies ist ein Handy, das Ihnen nicht in irgendetwas wird im Stich lassen … Sredni -high -grade bearbeitet … Große Kamera, ein sehr fähiger Prozessor, ein sehr schönes Design, langlebige Batterie (trotz der Dicke) … Alle für einen anständigen Preis in all Top – Gerät …. ich spricht aus eigener Erfahrung, nicht wie einige Kommentatoren , den Unsinn ohne Abdeckung sprechen …

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