Deutsche Bahn warnt vor Chaos - Das musst du jetzt wissen

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Wetterchaos in Nord- und Ostdeutschland: Weil am kommenden Wochenende in weiten Teilen Deutschlands Schnee und Eis für erhebliche Probleme sorgen dürften, muss mit einer Einstellung des Bahnverkehrs gerechnet werden. Die Bahn hebt schon jetzt die Zugbindung auf.
E-Lok der Deutschen Bahn mit Eis und Schnee bedeckt
Winterlich vereist dürften am kommenden Wochenende so einige Züge der Deutschen Bahn aussehen.Bildquelle: Deutsche Bahn AG / Wolfgang Klee

Luftmassengrenze. Dieses Wort hast du in den vergangenen Tagen vielleicht schon einmal gehört. Es ist das beherrschende Thema in den Wetterberichten. In Teilen von Deutschland ist es derzeit nämlich frühlingshaft warm, während in anderen Regionen eisige Temperaturen vorherrschen. Konkret fließt schon seit einigen Tagen polare Meeresluft in die nördlichen und östlichen Landesteile. Der Südwesten der Republik darf sich hingegen über atlantische Warmluft freuen. Zum Wochenende legt sich diese Luftmassengrenze erneut quer über Deutschland. Und das dürfte mancherorts für ein waschechtes Verkehrschaos sorgen. Die Deutsche Bahn stellt sich schon jetzt auf größere Probleme ein.

Deutsche Bahn erwartet Probleme durch Wetterkapriolen

Es mutet fast schon ein wenig grotesk an: Der Deutsche Wetterdienst erwartet für das kommende Wochenende in Norddeutschland ergiebigen Schneefall, gefährlichen Eisregen und Temperaturen im Dauerfrostbereich. Als Gegenspieler zieht ein Tief namens „Tristan“ von Spanien aus allmählich nordostwärts Richtung Frankreich und die Benelux-Staaten. Es führt sehr milde Luft in den Süden Deutschlands. Am Alpenrand könne das Thermometer am Samstag mit Fönunterstützung sogar auf 15 bis nahe 20 Grad steigen. Während im Süden also ein Frühlingsduft Einzug erhält, sieht es im Norden ganz anders aus.

Du solltest dich also schon jetzt darauf vorbereiten, dass es in den nördlichen Bundesländern zu Verkehrsproblemen kommen kann. Eisregen dürfte die Straßen in spiegelglatte Eisflächen verwandeln, zahlreiche Flüge dürften sich verspäten oder ganz annulliert werden und auch bei der Bahn droht ein Verkehrschaos. Ab Samstag in den Mittagsstunden seien Auswirkungen auf den Bahnverkehr in der Nordhälfte Deutschlands möglich, warnt die Bahn schon am heutigen Freitag. Starker Schneefall, Eisglätte und Schneeverwehungen könnten mindestens bis Sonntagabend für Beeinträchtigungen im Nah- und Fernverkehr auf der Schiene sorgen.

Zugbindung wird aufgehoben

Fahrgäste, die ihre für Samstag und Sonntag geplante Reise aufgrund des angekündigten Wintereinbruchs in der Nordhälfte Deutschlands verschieben möchten, können ihr bereits gebuchtes Ticket für den Fernverkehr auch schon am heutigen Freitag nutzen. Außerdem ist es erlaubt, den Fahrschein bis einschließlich sieben Tage nach der zu erwartenden Störung entweder flexibel zu nutzen oder kostenfrei zu stornieren. Auch ein Umtausch von Sitzplatzreservierungen ist kostenlos möglich.

Es ist nicht unwahrscheinlich, dass die Deutsche Bahn ihren Zugverkehr im Verlaufe des Wochenendes in den betroffenen Schneechaos-Gebieten komplett einstellen wird. Stichwort: vereiste Oberleitungen. Ähnlich war der Konzern auch schon im Winter 2019/2020 vorgegangen. Züge stoppen dann am nächsten planmäßigen Großbahnhof, wo im schlimmsten Fall und nach örtlicher Verfügbarkeit auch beheizte Züge für gestrandete Passagiere bereitgestellt werden.

Die Deutsche Bahn rät allen Kunden, nur dringend notwendige Fahrten mit dem Zug anzutreten. Sie warnt zudem, dass im Nahverkehr im Falle einer Störung die Einrichtung eines Busnotverkehrs aufgrund der zu erwartenden Wetterlage nicht zu garantieren sei. Am besten ist es also, wenn du es dir zu Hause gemütlich machst. Das kommende Wochenende sollte man im Norden Deutschlands am besten dort verbringen. Oder zu Fuß rund um den eigenen Wohnort.

Die Deutsche Bahn hat übrigens anlässlich der bevorstehenden Unwetterlage einen News-Blog eingerichtet. Hier sind stets aktualisierte Informationen zu finden. Die Wetter-Experten der Deutsche Bahn beobachten und analysieren die Entwicklungen genau. Dort, wo mit Wetterauswirkungen zu rechnen ist, bereitet sich die Bahn schon im Vorfeld mit Mensch und Technik vor. Arbeitsstäbe sind einberufen, Schneeräumtrupps sind in Bereitschaft gesetzt und Einsatzfahrzeuge werden strategisch positioniert, um für unsere Kunden einen möglichst reibungslosen Zugverkehr sicherzustellen.

Bildquellen

  • E-Lok im Winter: Deutsche Bahn AG / Wolfgang Klee
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