Die beliebtesten Autos in Deutschland im Jahr 2020 waren ...

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Das Jahr 2020 möchten die meisten Automobilhersteller wohl am liebsten ganz schnell vergessen. Zu stark ist die Branche durch die Einschränkungen der Gegenwart gebeutelt. Aber welche Autos waren im vergangenen Jahr in der großen Krise eigentlich am gefragtesten? Wir verraten es dir.
VW Golf GTI
Der VW Golf - hier in der GTI-Ausführung - war auch 2020 das beliebteste Auto der Deutschen.Bildquelle: Volkswagen

Es war einmal das Jahr 2020. Ein bösartiges Virus sorgte für trübe Stimmung in der Automobilindustrie. Trotz steigendem Interesse an E-Autos war die Branche durch herbe Absatzverluste gebeutelt. Doch es gab auch Lichtblicke. Eine starke Nachfrage am Elektroauto Renault Zoe zum Beispiel. Auch das Interesse am Opel Mokka-e war riesig. So groß, dass der Rüsselsheimer Automobilkonzern sogar schon abgeschlossene Kaufverträge wieder stornieren musste. Aber welche Autos waren in Deutschland im vergangenen Jahr eigentlich am beliebtesten? Neue Zahlen vom Kraftfahrtbundesamt (KBA) geben darüber Aufschluss.

Die beliebtesten Autos bei Geschäfts- und Privatkunden

Insgesamt wurden im Jahr 2020 in Deutschland knapp 2,92 Millionen PKW neu zugelassen. Davon entfielen 62,8 Prozent auf gewerbliche Halter. Entsprechend ist es wenig überraschend, dass es Modelle wie der VW Passat, der Skoda Octavia oder auch der Transporter Fiat Ducato in die Top 10 der am häufigsten zugelassenen Autos in Deutschland im Jahr 2020 schaffen. Alles beliebte Modelle bei Business-Kunden, die entweder viel auf Autobahnen oder im Lieferverkehr unterwegs sein müssen.

In Summe am meisten verkauft wurde aber – und das ist keine Überraschung – ein Volkswagen. Der VW Golf wechselte satte 136.324 Mal den Besitzer. Ein unangefochtener Spitzenplatz, denn auf dem zweiten Platz folgt mit sattem Abstand und 60.904 Neuzulassungen der VW Passat. Und auch den dritten Platz belegt ein Volkswagen. Der VW Tiguan brachte es im vergangenen Jahr auf 60.380 Neuzulassungen.

Erst abseits der drei Podestplätze haben andere Automobilhersteller auf dem deutschen Kfz-Markt eine Chance. Den vierten Platz sichert sich der Ford Focus (53.378 Neuzulassungen), gefolgt vom Skoda Octavia (53.302) und dem Opel Corsa (53.199). Opel profitierte hier stark vom neuen Corsa-Modell, das im vergangenen Jahr auch als E-Variante auf den Markt kam. Auf den weiteren Plätzen der Neuzulassungsstatistik landen:

  • VW T-Roc (50.822)
  • BMW 3er (47.273)
  • VW Polo (46.174)
  • Fiat Ducato (44.312)
  • Mini (44.152)
  • Mercedes-Benz A-Klasse (43.391)

Zum Vergleich: Die E-Autos Renault Zoe und VW ID.3 brachten es vergangenes Jahr auf 30.376 beziehungsweise 14.493 Neuzulassungen. Den elektrifizierten Super-Sportwagen Porsche Taycan kauften hierzulande immerhin 3.203 Personen.

SUVs besonders beliebt

Betrachtet man sich die einzelnen PKW-Segmente waren im vergangenen Jahr vor allem SUVs stark nachgefragt. Allein rund 620.000 Neuzulassungen entfielen auf Modelle wie den VW T-Roc, den Mercedes GLK / GLC oder den Hyundai Kona. Das entsprach 21,3 aller Neuzulassungen. Hinzu kommen größere Geländewagen wie der VW Tiguan, der BMW X3 oder der Audi Q5, die es auch nochmal auf rund 307.000 Neuzulassungen (10,5 Prozent aller Neuzulassungen) brachten.

In der Kompaktklasse weisen die neuen KBA-Zahlen knapp 598.000 Neuzulassungen aus. Das entspricht 20,5 der 2020er Neuzulassungen. Auf Kleinwagen entfielen gemessen am Gesamtmarkt rund 440.000 neue Zulassungen (15,1 Prozent), auf die Mittelklasse 313.000 neu zugelassene Fahrzeuge (10,7 Prozent).

Den stärksten Nachfragezuwachs konnte im vergangenen Jahr Renault beim Zoe für sich verbuchen (+222,1 Prozent), gefolgt vom BMW 3er (+9,1 Prozent) und dem Opel Corsa (+2,9 Prozent). Eingebrochen sind hingegen die Neuzulassungen beim Smart Fortwo (-62,8 Prozent), bei den Mini-Modellen von BMW (-37,1 Prozent) und bei der Mercedes C-Klasse (-35,3 Prozent). Auch der Golf verkaufte sich wegen der Coronakrise deutlich schlechter als noch im Jahr 2019. Hier ging die Zahl der Neuzulassungen im vergangenen Jahr um 33,4 Prozent zurück.

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