Neuer Skoda Octavia erstmals auch als Plug-in-Hybrid

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Der tschechische Autobauer Skoda hat die vierte Generation des Octavia vorgestellt. 2020 soll das neue Modell als Stufenheck-Limousine und als Kombi, als Mild-Hybrid und erstmals auch als Plug-in-Hybrid zu den Händlern rollen. Besonders Business-Kunden, die das Fahrzeug auch privat nutzen, können sich über die neuen Antriebe freuen.
Bildquelle: Skoda

Die neue Version des Skoda Octavia wird mit fünf elektrisch unterstützten Antrieben angeboten und ist technisch baugleich mit dem VW Golf 8. Dem Kunden stehen Mild-Hybrid- und Plug-in-Hybrid-Varianten zur Auswahl. Dabei unterstützt der Mild-Hybrid-Motor lediglich den Verbrennungsmotor und senkt somit den CO2-Ausstoß, wobei mit der Plug-in-Hybrid-Variante eine bestimmte Distanz voll elektrisch zurückgelegt werden kann. Die Mild-Hybride können nicht geladen werden und gewinnen ihre Energie aus der Bremsenergierückgewinnung, die Plug-in-Hybride werden an einer Steckdose geladen.

Neuer Octavia erstmals als Plug-in-Hybrid

Zur Auswahl stehen zwei 48-Volt-Mild-Hybride mit 1-Liter-Dreizylinder 1.0 TSI (81 kW / 110 PS) und einem 1,5-Liter-Vierzylinder 1.5 TSI (110 kW / 15 PS). Erstmals gibt es auch eine Plug-in-Hybrid-Variante mit 1,4-Liter-Vierzylinder 1.4 TSI (150 kW / 204 PS). Rein elektrisch soll er laut Skoda rund 55 Kilometer schaffen. Später soll noch eine stärkere Version mit 180 kW / 245 PS auf den Markt kommen. Der 1-Liter-Mild-Hybrid wird dabei der einzige Antrieb mit manuellem Schaltgetriebe sein. Alle anderen bekommen ein automatisch schaltendes Sieben-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe.

Weniger CO2-Emissionen, mehr Anreize

Weil die CO2-Emissionen der Plug-in-Hybridmodelle des Skoda Octavia unter 50 Gramm pro Kilometer liegen, bekommen die Modelle sogar ein E-Kennzeichen. Dieses bietet dem Kunden in vielen Bereichen Vorteile. Wer sein Firmenauto beispielsweise auch privat nutzen darf, bekommt einen Steuernachlass. So beträgt die pauschale Besteuerung für die private Nutzung eines betrieblich zugelassenen Autos nur 0,5 statt 1 Prozent des Bruttolistenpreises. Ein weiterer Vorteil für Käufer von Plug-in-Hybridmodellen ist der Umweltbonus, der vom Staat und Autoherstellern ausgeschüttet wird. Sobald ein Plug-in-Hybridfahrzeug eine rein elektrische Reichweite von mindestens 40 Kilometern im WLTP erreicht, erhält der Kunde den Umweltbonus in Höhe von bis zu 4.000 Euro. Die Steckdosen-Hybride bieten zudem einen deutlich niedrigeren Verbrauch und somit auch geringere CO2-Ausstöße.

Neue Technik für mehr Sicherheit

Erstmals bei Skoda kommen im vierten Octavia die neuen Sicherheitssysteme Ausweichassistent, Abbiegeassistent, Ausstiegwarner und eine lokale Gefahrenwarnung zum Einsatz. Ebenfalls neu sind das Area-View-System, der Side-Assist und der vorausschauende adaptive Abstandsassistent. Gemeinsam mit der Verkehrszeichenerkennung, dem Spurhalteassistenten und dem Emergency Assist bilden sie das System Travel-Assist. Im Innenraum gibt es zum einen die neu gestaltete Instumententafel, die in einer rein digitalen und analogen Version verfügbar ist und ein Infotainmentdisplay mit zwei verschiedenen Größen. Unterhalb des Bildschirms befindet sich eine Touch-Leiste, über die Temperatur und Lautstärke geregelt werden.

Aufgrund der höheren Beliebtheit, kommt die Kombi-Variante des neuen Octavia im zweiten Quartal 2020 ein paar Wochen vor der Limousine auf den Markt. Bestellbar soll er schon ab Januar sein. Preise hat der tschechische Hersteller noch nicht genannt. Es ist jedoch davon auszugehen, dass das neue Modell etwas teuer sein wird als das bisherige – mit einem Preis ab 23.680 Euro.

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