Antreten, bitte: Neue Handys von Motorola, Sony, LG und Nokia

7 Minuten
Eine ganze Reihe neuer Smartphones hat das Licht der Welt erblickt. Solche, die auch für den deutschen Markt interessant sind, aber auch solche, die vorerst nur in Asien in den Handel kommen - und erst später vielleicht auch in Europa zu haben sind. Ein Überblick.
Alcatel 3X (2020)
Das neue Alcatel 3X (2020).Bildquelle: Alcatel

Motorola Moto G9 Play

Unter der Woche war die Überraschung groß, als Motorola in Indien das Moto G9 präsentierte. In Deutschland ließ der einst amerikanische, jetzt aber chinesische Hersteller zunächst keine passende Ankündigung folgen. Stattdessen folgte kurze Zeit später die Vorstellung des Moto G9 Play. Und Überraschung: Trotz unterschiedlicher Nomenklatur handelt es sich um das gleiche Smartphone.

Das Moto G9 Play – in Deutschland für knapp 170 Euro zu haben – basiert auf Android 10 und dem Qualcomm Snapdragon 662 und kommt mit einer Triple-Kamera zum Kunden. Einer 48-Megapixel-Hauptkamera stellt Motorola eine 2-Megapixel-Makro- und eine 2-Megapixel-Kamera für Tiefenschärfe-Effekte zur Seite. Das Display ist 6,5 Zoll groß und liefert im 20:9-Format eine Auflösung von 720 x 1.600 Pixeln. Eines der Highlights dürfte sicherlich der integrierte Akku mit einer Kapazität von 5.000 mAh sein.

Motorola Moto G9 Play
Motorola Moto 9 Play
Software Android 10
Prozessor Qualcomm Snapdragon 662
Display 6,5 Zoll, 720 x 1.600 Pixel
Arbeitsspeicher 4 GB
interner Speicher 64 GB
Hauptkamera 8000x6000 (48,0 Megapixel)
Akku 5.000 mAh
induktives Laden
USB-Port
IP-Zertifizierung (kein Schutz)
Gewicht 200 g
Farbe
Einführungspreis 170 €
Marktstart August 2020

Alcatel 3X (2020)

TCL lässt unterdessen das neue Alcatel-Smartphone 3X (2020) aus dem Sack. Es ist ab September für knapp 200 Euro zu haben und bietet ebenfalls einen Akku mit 5.000 mAh. Darüber hinaus ist es mit einem 6,52 Zoll großen Display ausgestattet (720 x 1.600 Pixel im 20:9-Format), bietet wahlweise 64 oder 128 GB Speicherplatz beziehungsweise 4 oder 6 GB RAM. Es ist aber „nur“ ein MediaTek-Prozessor integriert. Konkret der Helio P22 (MT6762) mit in der Spitze 2,0 GHz Taktfrequenz.

Die Kamera auf der Vorderseite – untergebracht in einer tropfenförmigen Aussparung (Notch) am oberen Ende des Bildschirms – löst mit bis zu 8 Megapixeln auf. Aber nur wenn du dich für die Smartphone-Variante mit 64 GB Speicherplatz und 4 GB RAM entscheidest. Das 128-GB-Modell des Alcatel 3X (2020) – das übrigens auch in Deutschland in den Vertrieb starten soll – bietet bei der Selfie-Kamera eine Auflösung von 13 Megapixeln.

Unterschiede sind auch bei der rückseitigen Kamera auszumachen. Während die 64-GB-Variante über vier Objektive mit einer Auflösung von 16 + 5 (Weitwinkel) + 2 (Makro) + 2 Megapixeln (Tiefenschärfe) verfügt, ist beim 128-GB-Modell eine Hauptkamera mit 48 Megapixeln Auflösung verbaut.

Alcatel 3X (2020)
Das Alcatel 3X (2020) kommt in Deutschland mit 128 GB Speicherplatz und einer 48-Megapixel-Hauptkamera auf der Rückseite in den Handel.

Sony Xperia 8 Lite

Und auch von Sony gibt es etwas überraschend Neuigkeiten. Denn am Heimatmarkt in Japan hat der Hersteller jetzt ein neues Smartphone aus dem Hut gezaubert, das ein Stück weit überrascht. Denn das Sony Xperia 8 Lite gleicht in weiten Teilen dem schon längst bekannten (und nicht mehr aktuellen) Xperia 10. Sony hat allerdings das Kamera-Setup angepasst. Im Xperia 8 Lite findest du einen 12-Megapixel-Sensor für die Hauptkamera, ergänzt durch eine Tele-Kamera mit einer Auflösung von 8 Megapixeln.

Zur weiteren Ausstattung gehören ein 6 Zoll großes Display im 21:9-Format, 4 GB RAM und 64 GB Speicherplatz – per MicroSD um bis zu 512 GB erweiterbar. Herzstück ist der Qualcomm Snapdragon 630 Prozessor. Unter dem Strich ist das Smartphone also in der Einsteiger-Klasse einzuordnen; wie auch der Preis zeigt. Denn in Japan kommt das Sony Xperia 8 Lite ab dem 1. September in den Handel – für umgerechnet knapp 240 Euro.

5G-Verbindungen bringt das neue Sony-Smartphone nicht auf die Reihe. Und auch das für eine Nutzung in Deutschland wichtige LTE-Band 20 wird übrigens nicht unterstützt. Von einem Kauf solltest du – sofern das Gerät mit seinen dicken Displayrändern für dich überhaupt interessant erscheint – also eher absehen.

LG K31

Allenfalls für Einsteiger gedacht: das neue, offen gesprochen wenig spektakuläre LG K31. Es kostet umgerechnet nur etwa 100 Euro und bietet neben 32 GB Speicherplatz und 2 GB RAM Zugriff auf einen MediaTek Helio P22 Prozessor. Auf der Rückseite ist eine Dual-Kamera (13 + 5 Megapixel) verbaut, in die Front eine 5-Megapixel-Kamera integriert. Das Display ist 5,7 Zoll groß und bietet eine Auflösung von 720 x 1.520 Pixeln. Hardware von der Stange sozusagen, wie ein Vergleich mit anderen U-100-Euro-Handys zeigt.

LG K31
Ein Einsteiger-Handy mit recht wuchtigem „Kinn“: das LG K31.

LG Q92

Schon deutlich interessanter: das LG Q92. Es steht zwar bisher nur in Südkorea zur Verfügung, aber wenn man so will, ist es unter anderem als Konkurrenz für die neuen Modelle OnePlus Nord und Google Pixel 4a zu verstehen.

Denn es unterstützt nicht nur 5G-Verbindungen, sondern ist auch sonst deutlich leistungsfähiger. Zugreifen kannst du unter anderem auf eine Qualcomm-CPU (Snapdragon 765G), 6 GB RAM und 128 GB Speicherplatz – erweiterbar per MicroSD-Karte um bis zu 2 TB. Das Display ist 6,67 Zoll groß und im 20:9-Format gefertigt.

LG Q92
Das neue LG Q92 – eine Einführung in Deutschland ist aktuell (noch) nicht geplant.

Unterbrochen wird der Bildschirm von einem sogenannten Punch Hole, in dem mittig angeordnet die Frontkamera (32 Megapixel) integriert ist. Auf der Rückseite kannst du auf ein Quad-Kamera-Setup (48 + 8 + 5 + 2 Megapixel) zugreifen. Und natürlich fehlt es dem 8,5 Millimeter dünnen LG Q92 auch an Extras wie Bluetooth 5.0, NFC und einem USB-C-Anschluss nicht. Der Verkaufspreis liegt bei umgerechnet etwa 355 Euro.

Nokia C3

Speziell für den indischen, chinesischen und lateinamerikanischen Markt hat auch HMD Global mit seiner Smartphone-Marke Nokia ein neues Android-10-Telefon mit einem 5,99 Zoll großen Bildschirm im Gepäck: das Nokia C3.

Schon auf den ersten Blick wird deutlich, dass es sich um ein Telefon handelt, das vor allem für Menschen gedacht ist, die nicht viel Geld für ein neues Handy ausgeben möchten. Und ein vertiefender Blick auf die Spezifikationen untermauert das: wahlweise 2 oder 3 GB RAM sind ebenso wenig berauschend wie ein Unisoc-Prozessor (SC9863A), der es in der Spitze auf eine Taktrate von nur 1,6 GHz bringt.

Da ist es im Grunde auch nicht weiter überraschend, dass auf der Rückseite nur eine einzelne Kamera mit 8 Megapixeln verbaut ist. Die Frontkamera für Selfies und Videochats löst gar nur mit 5 Megapixeln auf. Der interne Speicher ist je nach Modell auf 16 oder 32 GB begrenzt, lässt sich aber immerhin noch per MicroSD-Karte erweitern. Maximal allerdings um gerade einmal 128 GB.

Entsprechend niedrig fällt der Preis für das Nokia C3 aus. Mit 2 GB RAM und 16 GB Speicher werden umgerechnet etwa 85 Euro fällig. Das etwas besser ausgestattete Modell mit 3 GB RAM und 32 GB Speicher kostet umgerechnet rund 100 Euro. Der Verkauf soll Mitte September starten.

Blackview BV4900

Dann wäre da noch Blackview. Der chinesische Handyhersteller bietet ab sofort ein neues Outdoor-Smartphone für Preisbewusste an: das BV4900. Für aktuell weit unter 100 Euro bekommst du ein Telefon mit 5.580 mAh großem Akku und einem speziell verstärkten Gehäuse – allerdings auch mit recht großen Displayrändern.

Apropos Display: Es ist 5,7 Zoll groß, im 18:9-Format gefertigt und bietet eine Auflösung von 720 x 1.440 Pixeln. Auf der Rückseite kommt eine 8-Megapixel-Kamera zum Einsatz, auf der Vorderseite ist eine 5-Megapixel-Kamera verbaut. Weitere Ausstattungsmerkmale sind 32 GB Speicherplatz, 3 GB RAM und als Prozessor der vergleichsweise leistungsschwache MediaTek Helio A22.

Wiederum positiv: Trotz des niedrigen Preises ist bei diesem Android-10-Smartphone sogar NFC für das mobile Bezahlen über Google Pay an Bord.

Umidigi Bison

Eine ähnliche Zielgruppe – also jene, die sich gerne draußen in der freien Natur aufhält – will Umidigi mit dem neuen Smartphone-Modell Bison ansprechen. Es ist deutlich besser ausgestattet als das oben genannte BlackView-Modell, kostet dafür aber auch knapp 260 Euro.

Als zentrale Recheneinheit ist der MediaTek Helio P60 verbaut – flankiert von 6 GB Arbeitsspeicher und 128 GB Speicherplatz für persönliche Daten. Die Batterie bietet eine Kapazität von 5.000 mAh und das Display mit einer Auflösung von 1.080 x 2.340 Pixeln ist 6,3 Zoll groß.

Für ein Outdoor-Handy etwas ungewöhnlich: Du kannst auf der Rückseite auf vier Kameras setzen. Neben einer 48-Megapixel-Hauptkamera von Sony ist auch eine Weitwinkel-Kamera (16 Megapixel), eine Makro-Kamera (5-Megapixel) und ein Tiefenschärfe-Sensor (ebenfalls 5 Megapixel) verbaut. Vorne steht eine 24-Megapixel-Kamera (ebenfalls von Sony) zur Verfügung.

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