LG, Motorola, HTC, Nokia und mehr: Neue Smartphones allerorten

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Es vergeht keine Woche, in der nicht neue Smartphones vorgestellt werden. Und während sich jüngst alles auf die Vorstellung der neuen Note-10-Modelle von Samsung fokussierte, haben auch andere Hersteller neue Handys aus dem Hut gezaubert. inside digital gibt einen Überblick zu den interessantesten Neuvorstellungen.
Nubia Z20
Bildquelle: Nubia

LG X2 / K30

In Südkorea als X2 vorgestellt, kommt das neue Einsteiger-Smartphone von LG in Deutschland vermutlich als LG K30 in den Handel. Ausgestattet mit dem Snapdragon 425 von Qualcomm (vier Kerne mit bis zu 1,4 GHz) und einem 5,45 Zoll großen Display (720 x 1.440 Pixel) ohne Display-Aussparung (Notch) soll es vor allem eine preiswerte Alternative für Smartphone-Fans sein.

Auf Basis von Android 9 Pie stehen 32 GB Flash-Speicher und schmale 2 GB RAM zur Nutzung bereit. Die Kamera auf der Rückseite löst mit bis zu 13 Megapixeln auf, die Frontkamera mit bis zu 5 Megapixeln. Bluetooth 5 und NFC sind ebenfalls an Bord. Der Preis für das LG K30 liegt bei umgerechnet knapp 150 Euro. Wann genau es in Deutschland in den Handel kommt, ist noch unklar.

Nubia Z20

Deutlich mehr Leistung verspricht das Nubia Z20. Es soll ab September zu einem noch unbekannten Preis in den europäischen Handel gelangen und ist ausgestattet mit Qualcomms neuestem Smartphone-Prozessor: Snapdragon 855+. Doch das wirklich Besondere ist, dass das Telefon über zwei Displays verfügt. Auf der Vorderseite lässt sich ein 6,42 Zoll großes FHD+-Panel nutzen, auf der Rückseite ein zweiter, 5,1 Zoll großer Bildschirm.

Zur weiteren Ausstattung gehören ein Triple-Kamera-Setup (48 + 16 + 8 Megapixel) auf der Rückseite, je nach gewählter Ausstattungsvariante bis zu 8 GB RAM und 512 GB Speicherplatz. Der Akku hat nach Herstellerangaben eine Kapazität von 4.000 mAh. Eine Frontkamera ist auch nutz-, aber nicht auf den ersten Blick sichtbar. Sie fährt automatisch aus dem Gehäuse heraus, sobald sie benötigt wird. Das kennt man auch schon von anderen Smartphones wie der neusten OnePlus-Generation.

HTC Desire 19+

Keine echte Neuvorstellung, aber jetzt auch auf dem Weg nach Europa: das HTC Desire 19+. Es steht zum Beispiel über die Homepage von Media Markt schon zur Verfügung und kostet trotz einer recht dürftigen Ausstattung vergleichsweise viel – nämlich 329 Euro.

Für diesen Preis gibt es neben 64 GB Speicherplatz ein 6,2 Zoll großes Display (720 x 1.520 Pixel) und als Herzstück den MediaTek-Prozessor Helio P35 mit acht Kernen. Vier davon takten mit bis zu 2,3 GHz, vier weitere mit maximal 1,8 GHz – unterstützt durch 4 GB Arbeitsspeicher. Die Triple-Kamera auf der Rückseite löst mit 13 + 8 + 5 Megapixeln auf, die Frontkamera mit bis zu 16 Megapixeln.

Motorola Moto E6

Ein wenig aus der Zeit gefallen wirkt das neu von Motorola vorgestellte Smartphone E6. Es positioniert sich klar in der Einsteigerklasse, was schon mit einem Blick auf das Display deutlich wird. Zwar ist es 5,5 Zoll groß (720 x 1.440 Pixel), aber mit recht großen Rändern ausgestattet. Modern wirkt das nicht.

Zur weiteren Ausstattung gehören ein austauschbarer (!) 3.000-mAh-Akku, ein Achtkern-Prozessor von Qualcomm (Snapdragon 435) und eine 13-Megapixel-Kamera auf der Rückseite. Auf der Vorderseite lässt sich eine 5-Megapixel-Kamera nutzen. Alles andere als ein großer Wurf: 16 GB interner Speicher – immerhin per MicroSD-Karte erweiterbar. Und auch 2 GB Arbeitsspeicher sind nicht gerade atemberaubend.

Ob das Handy auf Basis von Android 9 Pie in den deutschen Handel kommen wird? Noch unklar. Die Vermarktung in den USA soll im Sommer für umgerechnet knapp 135 Euro starten.

Umidigi X

Ein echter (optischer) Hingucker ist das kürzlich in China neu vorgestellte Umidigi X. Neben einer schimmernden Aurora-Variante dürfte bei vielen Smartphone-Fans vor allem die rot-schwarze Variante für Herzklopfen sorgen. Die technische Ausstattung ist hingegen eher mau statt wow.

So ist das Umidigi X zum Beispiel mit einem 6,35 Zoll großen AMOLED-Display ausgestattet, hinter dem ein Fingerabdrucksensor zu finden ist. Allerdings liegt die Auflösung des Bildschirms bei nur 720 x 1.548 Pixeln. Neben 128 GB Speicherplatz (erweiterbar per MicroSD-Karte um bis zu 256 GB) ist ein 4.150-mAh-Akku nutzbar. Für den Antrieb sorgt ein Helio-P60-Prozessor von MediaTek, flankiert durch eher bescheidene 4 GB RAM.

Auf der Rückseite des Umidigi X ist eine Triple-Kamera zu finden (48 + 8 + 5 Megapixel), die Frontkamera löst mit 16 Megapixeln auf. Der Preis für das Smartphone liegt bei knapp 230 Euro und ist damit überschaubar.

Elephone A6 Max

Ein klassisches China-Handy in der Einsteigerklasse ist das neue Elephone A6 Max. Es verfügt über ein 6,53 Zoll großes Display (720 x 1.560 Pixel) mit tropfenförmiger Notch. Hier ist eine 20-Megapixel-Frontkamera integriert. Auf der Rückseite ist eine Dual-Kamera (20 + 2 Megapixel) zu finden. Hier steht auch ein Fingerabdrucksensor zur Nutzung bereit.

Für den Antrieb sorgt ein MediaTek-Prozessor (Helio P22), dem 4 GB RAM zur Seite stehen. Der interne Speicher ist auf 64 GB begrenzt, aber per MicroSD-Karte erweiterbar. Beim Akku setzt der Hersteller auf ein Modell mit einer Kapazität von 3.500 mAh. Elephone bietet das Handy in den Farben Türkis, Rot, Schwarz und Grau an.

Elephone A6 MaxQuelle: Elephone

Nokia 220 4G & Nokia 105 (2019)

Keine Smartphones, aber für Menschen, die einfach nur erreichbar sein sollen, eine gute Alternative: die beiden neuen Feature Phones von Nokia, das Nokia 220 4G und das Nokia 105 (2019). Beide Handys bieten eine Basisausstattung samt physischem Tastenblock und kosten nur einen Bruchteil dessen, was ein Smartphone heutzutage kostet. Das Nokia 220 4G mit 1,77 Zoll großem Farbdisplay steht ab Ende September in Blau und Schwarz zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 49,90 Euro zur Verfügung. Das Nokia 105 (2019) kostet ab Mitte August in den Farben Blau, Pink und Schwarz gar nur 19,90 Euro.

Gigaset GL390

Einen etwas anderen Ansatz verfolgt das Gigaset GL390. Es richtet sich als GSM-Handy klar an eine ältere Zielgruppe. Als Seniorenhandy mit integrierter Notfall-SOS-Taste soll es vor allem ein Gefühl der Sicherheit geben. Der Fokus bei dem Handy liegt auf großen Tasten und einem klar ablesbaren Display.

Unter dem Display (2,2 Zoll, 176 x 220 Pixel) sind drei Kurzwahltasten (A, B, C) zu finden, um wichtige Rufnummern von Ärzten, Verwandten oder Behörden sofort ohne Zugriff auf das Telefonbuch anrufen zu können. Auf der Rückseite steht orange eingefärbt eine SOS-Taste zur Verfügung. Auf ihr lassen sich bis zu fünf Telefonnummern hinterlegen, die automatisch nacheinander angerufen werden – so lange bis jemand antwortet und Hilfe leisten oder schicken kann. Zusätzlich lässt sich einstellen, dass bei Druck der Taste ein Alarmton ausgelöst wird, um Menschen in unmittelbarer Nähe auf sich aufmerksam zu machen.

Gigaset GL390Quelle: Gigaset

Das 88 Gramm leichte Gigaset GL390 ist ab Anfang August über den Online-Shop von Gigaset sowie im stationären Online-Handel für 49,99 Euro zu haben.

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Bildquellen:

  • Elephone A6 Max: Elephone
  • gigaset-gl390: Gigaset
  • Nubia Z20: Nubia
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Hayo liebt Technik seit vielen Jahren. Bereits 2002, in der Pre-Smartphone-Ära, startete er im Technik-Journalismus durch. Heute ist Hayo nicht nur Feuer und Flamme für die besten Serien bei Prime Video und Sky - ein Netflix-Abo hat er nicht - sondern auch für alles, was mit elektrifiziertem Fahren zu tun hat. Und damit sind nicht nur die ICE- und IC-Züge der Deutschen Bahn gemeint, die er im Pendelverkehr zwischen seiner Heimat Münster und der Redaktion von inside digital vor den Türen Kölns mehrmals wöchentlich besteigt, sondern vor allem auch Elektroautos.

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