Preise für den Hyundai IONIQ 5 stehen fest, Cadillac zeigt E-Auto Lyriq

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Der Markt für neue E-Autos kommt immer mehr in Schwung. Jetzt sind nicht nur die Preise für den neuen Hyundai IONIQ 5 bekannt, sondern es gibt auch interessante Neuvorstellungen zu bestaunen - unter anderem von Cadillac und Honda.
Cadillac Lyriq Front
Eine von einigen E-Auto-Neuvorstellungen der vergangenen Tage: der Cadillac Lyriq.Bildquelle: Cadillac

Europas größter Ladepark mit Schnellladesäulen für E-Autos am Kamener Kreuz, ein eigenes Elektroauto von Huawei und eine neue Nummer 1 unter den elektrifizierten Autos in Deutschland. Der Markt für die E-Mobilität kommt in diesen Tagen ordentlich in Schwung. Und es gibt noch einige weitere spannende Neuigkeiten. Unter anderem die Preise für den nagelneuen Hyundai IONIQ 5.

Hyundai IONIQ 5: Die Preise des E-Autos sind da

Der koreanische Automobilhersteller Hyundai hat konkretisiert, was der IONIQ 5 hierzulande kosten wird. In der Basisausstattung mit Heckantrieb kostet das neue E-Auto mit 125 kW (170 PS) und 58 kWh großer Batterie mindestens 41.900 Euro. Sollen es 160 kW (217 PS) mit 72,6 kWh großer Batterie sein, musst du mindestens 45.100 Euro bezahlen. Ausgestattet mit Allrad-Antrieb sind die beiden Batterievarianten ab 45.700 Euro (174 kW / 235 PS) beziehungsweise ab 48.900 Euro (225 kW / 305 PS) zu haben. Es kann aber auch deutlich teurer werden. Dann nämlich, wenn sich der Käufer für eines der Ausstattungspakete Dynamiq, Techniq oder Uniq entscheidet. Dann werden in der Spitze ohne Sonderausstattung mindestens 60.750 Euro für den Hyundai IONIQ 5 fällig.

Zur Serienausstattung des E-Autos gehören schon beim Basismodell unter anderem Voll-LED-Scheinwerfer, LED-Rückleuchten, 19-Zoll-Leichtmetallfelgen, zwei 12,25 Zoll große Bildschirme für das Cockpit und das Navigationssystem, eine Rückfahrkamera, beheizbare Vordersitze sowie eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage und eine Verkehrsschilderkennung. Entscheidest du dich für das Dynamiq-Paket ist unter anderem eine Einparkhilfe vorne, ein Autobahnassistent, ein Querverkehrswarner hinten mit Notbremsfunktion und ein elektrisch einstellbarer Fahrersitz an Bord. Das Techniq-Paket bietet zusätzlich unter anderem eine Wärmepumpe, eine wärmedämmende Frontscheibe und eine verschiebbare Mittelkonsole. Im Uniq-Paket kannst du außerdem auf ein Head-up-Display mit AR-Funktion sowie elektrisch ausklappbare Türgriffe zählen. Optional kannst du dir dein Auto übrigens auch mit einem Solardach für zusätzliche Reichweite konfigurieren.

Hyundai IONIQ 5 fährt auf der Straße.
Optisch vor allem mit Blick auf die Front ein Hingucker: der neue Hyundai IONIQ 5.

Zur Wahrheit gehört aber auch: Allein durch die Innovationsprämie (Umweltbonus) des Bundes kannst du den Kaufpreis in Deutschland inklusive des Herstelleranteils von Hyundai um bis zu 9.570 Euro drücken. Der Einstiegspreis für das bis zu 185 km/h schnelle Elektroauto mit markanten Zügen sinkt dadurch auf 32.330 Euro. Durch geschicktes Verhandeln ist bei deinem Händler vielleicht sogar noch ein bisschen mehr Rabatt drin. Besonderheit: Hyundai gewährt acht Jahre Garantie.

Honda: Neuer Plug-in-Hybrid und neuer E-SUV

Für den deutschen Markt hat Honda für Ende 2021 eine neue Hybrid-Version des SUV-Modells HR-V angekündigt. Der Crossover steht in der neuen Ausführung nicht mehr als reiner Diesel oder Benziner zur Verfügung. Stattdessen wird ein 1,5-Liter-Benziner mit zwei Elektromotoren kombiniert. In der Regel ist auf diese Weise emissionsfreies Fahren möglich, nur bei höheren Geschwindigkeiten schaltet sich der Verbrenner dazu. Der Antriebsmotor entwickelt eine Leistung von 96 kW (131 PS) sowie ein maximales Drehmoment von 253 Nm. Über Wählhebel hinter dem Lenkrad kann der Fahrer das Maß an Rekuperation und Bremswirkung seinen persönlichen Vorlieben anpassen. 

Im Vergleich zum Vorgänger hat Honda nicht nur die Bodenfreiheit und damit auch die Sitzposition um 10 Millimeter erhöht, sondern auch die Dachlinie um 20 Millimeter abgesenkt. Eine durchgehende Schulterlinie verläuft von den Frontscheinwerfern bis zu den Rückleuchten. Die Front und nach hinten versetzte A-Säulen ergeben eine Coupé-hafte Silhouette mit langer Haube und optisch nach hinten gerückter Kabine. Im Innenraum verspricht Honda ein luftiges Raumgefühl.

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In China hat Honda zudem einen neuen E-SUV vorgestellt: den Honda SUV e:prototyp. Das vollständig elektrifizierte Konzeptauto erinnert stark an den HR-V und soll in etwa einem Jahr in der finalen Version zur Verfügung stehen. Details zum Elektroantrieb gibt es noch nicht, dafür hebt der japanische Hersteller ein neues ADAS-System hervor. Es bündelt verschiedene Assistenzsysteme und soll dazu beitragen, dass eine Kollision so gut wie ausgeschlossen ist. Bisher ist noch nicht bekannt, ob es das Elektro-SUV auch nach Deutschland schaffen wird oder nur dem asiatischen Markt vorbehalten bleibt.

Honda SUV e:prototype Front
Der neue Kompakt-SUV von Honda soll Anfang 2022 in den Handel kommen – zunächst aber nur in China.

Cadillac Lyriq vorgestellt – E-Auto aus den USA

Für die zweite Hälfte des Jahres 2022 hat auch Cadillac ein neues E-Auto angekündigt: den Cadillac Lyriq. Das Fahrzeug ist sozusagen ein Vorbote für das E-Mobilitäts-Programm von Cadillac, das ab 2030 greifen soll. Dann will der US-amerikanische Hersteller nämlich keine Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor mehr bauen. Der Lyriq ist mit einer 100 kWh großen Batterie und einer Ladeleistung von bis zu 190 kW ausgestattet, die Reichweite liegt nach Herstellerangaben bei rund 480 Kilometern. Ausgestattet mit einem Heckantrieb liegt die Leistung bei 250 kW (340 PS), ob es auch ein Modell mit Allradantrieb geben wird, ist noch nicht bekannt.

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Während außen vor allem das bullige Heck ins Auge fällt, ist es vorne die auffällige Lichtsignatur. Im Innenraum überrascht der Wagen mit einem satte 33 Zoll großen Display, das fließend vom Kombiinstrument hinter dem Lenkrad in ein Infotainment-System übergeht. Ob dieser riesige Bildschirm ähnlich wie beim Mercedes Benz EQS und dessen Hyperscreen nur gegen Aufpreis zu haben ist oder sogar Teil der Serienausstattung sein wird, ist noch offen. In den USA kostet der Cadillac Lyric umgerechnet rund 50.000 Euro. Auch in Deutschland ist ein Vertrieb des E-Autos vorgesehen – allerdings wohl erst im Jahr 2023.

Fiat E-Ducato für Lieferdienste

Schon im Jahr 2020 wurde der Fiat E-Ducato angekündigt, der vor allem für Gewerbetreibende interessant ist. In Deutschland ist er zu einem Preis ab 55.400 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer bestellbar. Dank Umweltbonus ergibt sich ein reduzierter Netto-Kaufpreis ab 47.900 Euro. Laut Hersteller gibt es rund 400 Konfigurations-Möglichkeiten, um die Bedürfnisse möglichst vieler Gewerbekunden ansprechen zu können – von Frachtflotten-Betreibern über Bauunternehmen bis hin zu klassischen Handwerksbetrieben und kommunalen Dienstleistern.

Fiat E-Ducato
Den E-Ducato von Fiat gibt es in verschiedenen Ausführungen für den Lieferverkehr.

Für den Antrieb der E-Autos sorgt ein 90 kW (122 PS) starker Elektromotor mit einem maximalen Drehmoment von 280 Nm. Eine Beschleunigung von 0 auf 50 km/h gelingt laut Hersteller in 5 Sekunden. Die Reichweite ist einerseits überschaubar, andererseits für die meisten Zwecke im Innenstadtverkehr ausreichend. Mit einer 47 kWh-Batterie sind im WLTP-Zyklus bis zu 170 Kilometer drin, im Stadtzyklus bis zu 235 Kilometer. Wer sich für das Modell mit 79-kWh-Batterie entscheidet, kommt bis zu 280 (WLTP) beziehungsweise 370 Kilometer (Stadt) weit. In einer halben Stunde soll es möglich sein, Strom für 100 zusätzliche Kilometer nachzuladen. Unter anderem die Deutsche Post will den Fiat E-Ducato in Zukunft einsetzen. Die ersten 100 Transporter für DHL wurden bereits für den Einsatz in ganz Europa gekauft.

Deutsche Post: Neue E-Autos und E-Bikes

Darüber hinaus ist bei DHL aber auch der Einsatz von mehr Streetscooter-Modellen geplant. Im Jahr 2022 soll die Flotte auf etwa 21.500 Modelle anwachsen. Ein neues Modell des E-Autos kommt auch dazu. Noch im Laufe dieses Jahres ist der Einsatz erster Prototypen des „Streetscooter Gigabox“ geplant; mit einem Ladevolumen von 12 Kubikmetern und Platz für rund 240 Pakete. Im Jahr 2025 soll die Zustellflotte dann insgesamt 37.000 E-Fahrzeuge umfassen. Modelle von etablierten Automobilherstellern inklusive. Ergänzt wird die Elektroflotte durch 8.000 E-Bikes und rund 9.000 E-Trikes, dreirädrige elektrisch betriebene Lastenräder. Bis 2025 schafft die Deutsche Post weitere 5.000 E-Trikes an.

Streetscooter Gigabox steht vor Poststelle.
Größer und dadurch in der Lage, mehr Pakete zu transportieren: der Screetscooter Gigabox.

Wenn du gerne mit dem Auto unterwegs bist, solltest du auch beachten, dass ein neuer Bußgeldkatalog für das Jahr 2021 auf den Weg gebracht wurde. Vor allem zu schnelles Fahren wird in Zukunft teurer. Aber nicht nur das. Solltest du dir einen Opel Corsa-e gekauft haben, beachte bitte, dass ein neuer Rückruf in die Wege geleitet wurde. Grund: falsch auslösende Airbags. Und wenn du dir schon immer die Frage gestellt haben solltest, welches E-Auto in Deutschland im Moment eigentlich am beliebtesten ist: Die aktuelle Bestenliste haben wir dir in einer Übersicht zusammengetragen.

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