EnBW: Hier entsteht Europas größter Schnellladesäulen-Park für E-Autos

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EnBW will an verschiedenen Orten in Deutschland neue Schnellladesäulen für E-Autos errichten. Ein Standort hebt sich besonders hervor. Denn am Kamener Kreuz entsteht der nach Unternehmensangaben größte Ladepark in ganz Europa.
EnBW Ladepark am Kamener Kreuz
So soll der Ladepark von EnBW am Kamener Kreuz nach Fertigstellung aussehen.Bildquelle: EnBW

Wer schon heutzutage ein Elektroauto fährt, weiß die Vorzüge von öffentlichen Schnellladesäulen zu schätzen. Ähnlich wie bei Aral Pulse flitzen die Kilowattstunden für neue Reichweite dann nur so in den Energiespeicher des E-Autos. Vorausgesetzt, das eigene Elektromobil ist für schnelles Laden auch ausgelegt. Davon losgelöst macht das Autoladen an DC-Säulen mit Gleichstrom aber viel mehr Freude als das sehr langsame Wechselstromladen an AC-Säulen. Nachteilig ist, dass Strom tanken an DC-Ladesäulen in der Regel 10 Cent pro kWh teurer ist. Und dennoch: Das Netz an Schnellladesäulen wächst weiter. Unter anderem EnBW hat in diesem Zusammenhang jetzt zwei neue Projekte zu vermelden.

Europas größter DC-Ladepark entsteht am Kamener Kreuz

Eines der bekanntesten Autobahnkreuze in Nordrhein-Westfalen ist das Kamener Kreuz. Unweit von Dortmund treffen hier die A1 und die A2 aufeinander – zwei der am stärksten befahrenen Autobahnen überhaupt. Und genau dort entsteht in den kommenden Monaten der nach Angaben von EnBW größte öffentliche Schnellladepark Europas. Insgesamt stehen vor Ort nach Fertigstellung 52 Schnellladepunkte mit einer Leistung von jeweils bis zu 300 Kilowatt bereit. Vorgesehen ist eine Eröffnung im vierten Quartal des laufenden Jahres.

Je nach Fahrzeug ist es nach Angaben von EnBW möglich, in fünf Minuten Strom für 100 Kilometer zusätzliche Reichweite nachzuladen. Die Ladesäulen im neuen Park sind überdacht und beleuchtet. Eine Photovoltaik-Anlage versorgt den Standort mit einer Leistung von bis zu 120 Kilowatt mit Strom und speist überschüssige Energie in das örtliche Netz ein. Zudem gibt es vor Ort eine Toilette. In unmittelbarer Umgebung befinden sich zudem nicht nur verschiedene Restaurants (diverse Fast-Food-Ketten inklusive), sondern auch eine IKEA-Filiale und ein Dehner Gartencenter. Ideal, um die Ladezeit sinnvoll mit einer Pause oder einem Einkaufsbummel zu verbinden.

Mehr Schnellladesäulen auch in Nord- und Ostdeutschland

Weitere Schnellladesäulen entstehen in den kommenden Monaten auch an Gewerbeimmobilien der Deutschen Fachmarkt AG (DEFAMA). Zunächst stattet EnBW drei Pilotstandorte mit jeweils bis zu acht Schnellladepunkten aus. Auch sie bieten nach Anbindung an das EnBW-Netz eine Leistung von bis zu 300 kW. Mittelfristig sollen neue Ladesäulen an rund 30 hochfrequentierten Standorten der DEFAMA nutzbar sein.

DEFAMA baut neben Fachmarktzentren auch Einzelhandelsstandorte für bekannte Marken wie Dänisches Bettenlager, Penny, Rewe, Lidl oder Toom. Weil diese Standorte vor allem in kleinen und mittelgroßen Städten in Nord– und Ostdeutschland liegen, profitieren in Zukunft auch Regionen mit einer weniger üppig ausgebauten Ladesäulen-Infrastruktur von EnBWs Ausbau-Offensive.

Ladesäule von EnBW – Der Stand der Dinge

EnBW möchte bis zum Jahr 2025 bundesweit rund 2.500 Schnellladestandorte betreiben. Schon heute wird nach Unternehmensangaben im Schnitt jeden Tag eine neue Ladestation in Betrieb genommen. Seit Anfang 2020 hat das Unternehmen bundesweit 13 große Schnellladeparks und mehr als 350 Schnellladestandorte vor allem im urbanen und suburbanen Raum fertiggestellt. Zusätzlich sind aktuell 50 Großstandorte in Realisierung und Projektierung und weitere 300 bis 400 kleinere Schnellladestandorte in Planung.

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