FritzBox: Neue Highspeed-Router auf der IFA zu sehen

4 Minuten
Ob am Kabelanschluss, unterwegs per Mobilfunk oder zu Hause mit Glasfaser: Auf der IFA 2025 zeigt Fritz! neue Router und Zubehör, die in Sachen Geschwindigkeit und Ausstattung neue Maßstäbe setzen. Besonders spannend: Gleich mehrere Modelle mit Wi-Fi 7 feiern Premiere.
Zwei Fritz! Router vor einem IFA-Logo
Fritz! stellt auf der IFA neue Router vorBildquelle: Fritz!

In knapp einer Woche startet in Berlin die IFA, doch schon heute zeigt die Berliner Firma Fritz! (den meisten wohl noch besser als AVM bekannt), welche neuen Produkte sie auf der Messe präsentieren wird. Dabei geht es nicht nur um die Fritz!Box. Die Berliner nutzen die Chance, dem Messepublikum unter dem Berliner Funkturm ein breites neues Portfolio an Geräten zu zeigen, die in den kommenden Monaten auf den Markt kommen sollen.

FRITZ!Box 6690 Pro: Neuer Kabel-Internet-Router angekündigt

Mit der FRITZ!Box 6690 Pro präsentiert der Hersteller das neue Flaggschiff für Kabelkunden. Als – nach Herstellerangaben – weltweit erster Kabelrouter mit Wi-Fi 7 im Tri-Band bringt er Übertragungsraten von bis zu 12 GBit/s und kombiniert diese mit einem integrierten DOCSIS-3.1-Modem. Der Router funkt gleichzeitig auf 6 GHz (2×2), 5 GHz (4×4) und 2,4 GHz (2×2). Ein 2,5-GBit/s-LAN-Anschluss sowie drei weitere Gigabit-Ports sorgen für schnelle kabelgebundene Verbindungen. Dazu kommen zwei USB-3.0-Anschlüsse für Drucker oder Netzwerkspeicher. Neben umfassenden Telefoniefunktionen (DECT, IP/SIP, 2x FXS) bietet die 6690 Pro Smart-Home-Kompatibilität via DECT ULE, Zigbee und Matter-Vorbereitung.

Der neue Router richtet sich damit an Nutzer, die ein leistungsstarkes, zukunftssicheres Zentrum für ihr Heimnetzwerk suchen. Wer dachte, er habe als Kabelkunde mit der FRITZ!Box 6690 schon den besten Router zu Hause stehen, wird damit auf jeden Fall eines Besseren belehrt. Ein Upgrade hingegen dürfte sich für die wenigsten Nutzer lohnen.

FRITZ!Box 6690 Pro
FRITZ!Box 6690 Pro Image source: Fritz!

FRITZ!Box 7630: Neuer DSL-Router für Einsteiger

Auch Nutzer mit DSL oder Glasfaser profitieren von neuen Optionen. Die neue FRITZ!Box 7630 bietet einen kompakten Einstieg in die Welt von Wi-Fi 7. Diesen Router hatte AVM vor wenigen Wochen zur Anga Com schon einmal vorgestellt. Er unterstützt Supervectoring 35b mit bis zu 300 MBit/s und funkt über 5 GHz (bis zu 2880 MBit/s) und 2,4 GHz (bis zu 688 MBit/s). Neben einem 2,5-Gigabit-LAN/WAN-Port gibt es drei weitere Gigabit-LAN-Anschlüsse und einen USB-3.0-Port. Auch hier gehören DECT-Telefonie und Smart Home via DECT ULE zum Standard. Die Nummern einer FritzBox geben stets Aufschluss über die Positionierung eines Routers im Markt. So steht die „30“ bei der 7630 für den Einsteigerbereich-Bereich, weswegen es nicht verwundert, dass der neue Router keine Highend-Features mitbringt.

Router für Nutzung hinter Glasfasermodem

Wer bereits ein Glasfasermodem (ONT) nutzt, kann mit der neuen FRITZ!Box 4630 aufrüsten. Auch diese Friitz!Box wurde schon mal auf der Anga Com gezeigt. Sie unterstützt Wi-Fi 7 im Dualband mit denselben Geschwindigkeiten wie die 7630. Dazu gibt es zwei 2,5-Gigabit-Ports (WAN und LAN), zwei weitere Gigabit-Ports und USB 3.0. Auch diesen Router positioniert AVM eher im Einsteiger- und Mittelklasse-Segment, weswegen hier beispielsweise weder Zigbee noch Matter vorgesehen ist.

FRITZ!Box 6825 4G: Mobilfunkrouter ohne Steckdosenpflicht

Für unterwegs bringt Fritz! mit der 6825 4G ein Modell auf den Markt, das stabiles Internet via LTE (bis zu 300 MBit/s) und Wi-Fi 6 bis 600 MBit/s bietet. Nachteil: Genutzt wird ausschließlich das 2,4-GHz-Band, was nicht mehr wirklich zeitgemäß ist. Die Mobilfunkbox soll besonders kompakt und robust sein und lässt sich über USB-C mit Strom versorgen. Ein Akku für den wirklich mobilen Einsatz ist indes nicht verbaut. Und auch die Bauform entspricht nicht der eines mobilen Hotspots – vielmehr ist es eine aufrechtstehende FRITZ!Box. Unklar ist, wie hoch die Spannung der USB-C-Versorgung sein muss. Eine Powerbank sei jedoch ausreichend, teilte und Fritz! auf Nachfrage mit. Ein Gigabit-LAN-Port rundet die Ausstattung ab.

FRITZ!Box 6825 4G
FRITZ!Box 6825 4G Image source: Fritz!

Wi-Fi-7-Surfstick und DECT-Telefon

Ergänzt wird das Portfolio durch den neuen FRITZ!WLAN Stick 6700. Der kleine Adapter bringt Wi-Fi 7 mit bis zu 2,8 GBit/s auch auf ältere Notebooks und PCs – inklusive Unterstützung des neuen 6-GHz-Bands. Er lässt sich per WPS einfach an jedem WLAN-Router einrichten und sorgt für stabile, schnelle Verbindungen bei minimalem Konfigurationsaufwand.

Ebenfalls neu ist das FRITZ!Fon M3. Das DECT-Telefon punktet mit HD-Telefonie, Smart-Home-Steuerung, langer Akkulaufzeit und einem monochromen Display. Es bietet Zugriff auf Anrufbeantworter, Online-Telefonbücher und Mediaplayer-Funktionen. Mit bis zu 16 Stunden Gesprächsdauer und sicherer Sprachverschlüsselung richtet es sich an Nutzer, die ihr Heimnetzwerk auch für Telefonie und Hausautomation nutzen.

Wie immer bei Neuvorstellungen der früheren AVM heißt es auch unter dem neuen Firmennamen Fritz!, dass bei der erstmaligen Präsentation neuer Hardware keine Angaben zu Preisen oder Marktstart gemacht werden. Erfahrungsgemäß können hier noch viele Monate ins Land gehen.

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1 KOMMENTAR

  1. Nutzerbild Karsten Frei

    Als Fritz-Produkt Nutzer bin ich gewonnt Updates weit über Garantiezeit zu genissen. Ob das auch in Zukunft bleibt?
    Die Wi-Fi 7 Repeater 1700 und 2700 hat Fritz vor einem Jahr vorgestellt, und wo sind die? Bis heute noch nur als Bilder auf den Werbeprospekten.
    Die FritzBox 7690 wurde mit veralteter FritzOS auf den Markt geworfen, so dass man die Enstellungen aus der alten FritzBox erst gar nicht übertragen konnte. Es hat Monate gedauert, bis die FritzBox einigermassen fehlerfrei lief.
    Erst gestern musste ich die FritzBox neu staretn, weil die Einwahl von Aussen nicht funktionierte. Mit anderen Worten, die Box läuft immer noch nicht rund.
    Je breiter die Produktpalette, um so mehr Resoursen braucht Fritz um die Updates und Service zu erhalten.
    Mit neuen Besitzern scheint neues Motto bei Fritz eingezogen zu haben, mehr Quantität, anstatt Qualität.
    Es ist zwar schön, dass Fritz neue Produkte herausbringt, mit neuen Technologien, aber hoffentlich leidet die Qualität nicht darunter.

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