Die besten Laptops 2020: Unsere Favoriten für Home-Office, Schule und Unterwegs

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Der Markt für Notebooks ist schier unüberschaubar. Doch es gibt einige Modelle, die etwas mehr überzeugen als andere. Wir haben ausgewählte Laptops 2020 getestet und zeigen dir unsere Favoriten für jeden Einsatzzweck.
Seitenansicht Microsoft Book 3
Seitenansicht Microsoft Book 3Bildquelle:

In unseren Laptop-Tests lag in den vergangenen Monaten das Hauptaugenmerk auf solchen, bei denen der Spagat aus hoher Leistungsfähigkeit und guter Portabilität versucht wurde. Der Großteil der Laptops wartete mit einer Bildschirmdiagonale von 13,3 bis 14 Zoll. Das Display bietet damit noch genügend Platz im Arbeitsalltag, das Gehäuse ist gleichzeitig voluminös genug, um eine leistungsfähige Hardware-Bestückung zu ermöglichen. Und es gibt diese Art der Notebooks in nahezu allen Preislagen.

Darauf solltest du beim Laptop-Kauf achten

Dabei gilt wie so oft die Tendenz: Je höher der Preis, desto besser ist auch die gebotene Leistung. Doch welcher ist der Richtige für dich? Wo willst du ihn einsetzen? Brauchst du die volle Rechen-Power oder soll er lieber sparsam sein? Diese Kriterien solltest du vor dem Kauf beachten:

3:2-Displays machen das Arbeiten angenehmer

Nicht unbedingt ums Geld geht es bei der Frage des Display-Formats. Ob im Browser oder bei Office-Anwendungen – Displays mit einem Seitenverhältnis von 3:2 zeigen mehr von der Seite selbst und machen sich damit besser. Ganz nebenbei ist auch die Auflösung zumeist höher als die immer noch üblichen 1920 x 1080 Pixeln (Full HD), was sich positiv auf die Bildqualität selbst auswirkt.

Intel-Prozessoren: Die Chips vom Platzhirsch

Die Wahlmöglichkeiten bei den Prozessoren sind zumeist eingeschränkt. Manche Hersteller bieten bei ihren Serien kaum mehr als zwei Konfigurationen. Zumeist handelt es sich dabei um einen Intel Core i5 und einen Core i7. Wenn das gewünschte Notebook nicht gerade mit anderen Pfründen wuchert oder ein Schnäppchen ist, dann sind Modelle mit Chips der u-Serie nicht die erste Wahl.

Diese basieren auf der älteren Comet-Lake-Architektur. Die CPU-Kerne werden hier noch in einer Strukturbreite von 14 nm gefertigt, im Vergleich zu den Ice-Lake-Kernen, die in 10 nm gefertigt werden, ergibt sich hier schon ein physikalischer Leistungsnachteil, der mit einem höheren Takt ausgeglichen wird. Und das wiederum geht zulasten der Akku-Leistung. Entscheidender ist jedoch die Grafik-Einheit. Bei den u-Modellen setzt Intel auf die recht lahme UHD 620 und nicht auf die Iris Plus, des aktuell parallel angebotenen Nachfolgers. Zudem stehen bereits die Nachfolger in den Startlöchern, die unter Bezeichnung Tiger Lake entwickelt wurden und eine nochmals deutlich potentere GPU mitbringen.

AMD Ryzen 4000: Die Intel-Alternative

Eine Alternative stellen die AMD-Prozessoren der Ryzen-Serie dar. Schon die 3000-Generation bot sehr ordentliche Leistung, die 4000-Modelle (Codename Renoir) legen noch eine Schippe drauf und bringen zudem moderne Technologien wie WLAN nach ax-Standard und Bluetooth 5 mit. Und hinsichtlich der Leistungsfähigkeit sind sie den Intel-Modellen mehr als ebenbürtig. So übertrumpft der Ryzen 5 4500U nicht nur seine i5-Pendants, sondern teilweise auch die i7-Modelle – sowohl bei der Einzelkern- wie auch der Mehrkernleistung.

Chips mit Zukunftswette

Neben den klassischen x86-Prozessoren von AMD und Intel versuchen Hersteller von ARM-Prozessoren, die bisher vor allem in Smartphones und Tablets zu finden waren, in den Markt der Klapprechner vorzudringen.

Die Potenziale zeigt das Samsung Galaxy Book S, das sehr schlank geschnittene Notebook bietet mit seinem Qualcomm Snapdragon 8CX eine Performance, die der der Konkurrenten nicht nachsteht. Allerdings kann bei dieser Art von Prozessoren auf einen aktiven Lüfter zur Kühlung verzichtet werden, der Stromverbrauch ist deutlich niedriger, die Ausdauer im Akku-Betrieb ist wesentlich größer. Was dagegen spricht? Die Software. Die meisten Programme für Windows sind nicht zur ARM-Architektur kompatibel, um diese – wenn überhaupt – nutzen zu können, müssen sie mithilfe einer Emulation ausgeführt werden, was zulasten der Performance geht. Microsoft setzt jedoch große Hoffnungen in diese Art von Rechnern, das aktuelle Surface wird von einem eigens spezifizierten Qualcomm-Chip angetrieben. Und im Hintergrund wirbelt die Softwareschmiede, um die Software-Unterstützung zu verbessern.

Samsung Galaxy Book S im Test
Schlank durch ARM: Das Samsung Galaxy Book S

Beim Akku zählt Größe

Viel hilft viel. Diese Erkenntnis zieht sich durch alle Tests. Die verbauten Kapazitäten reichen von etwas mehr als 40 Wh bis hin zu knapp 70 Wh. Und das zeigt sich deutlich bei den Laufzeiten. Unterschiedliche Chips und Speicherkonfigurationen haben Einfluss auf den Energieverbrauch, dies zeigt sich etwa beim Surface Book 3 mit seiner potenten Grafikkarte im Dock. Doch wirklich lange Laufzeiten sind nur mit großen Energiespeichern möglich.

Bleibt nur noch ein Wort zu den Schnittstellen. Moderne Chipsätze integrieren immer mehr Funktionen. Unterschiede gibt es dennoch. Eine USB-Typ-C-Schnittstelle sollte an jedem Neugerät zu finden sein, Thunderbolt 3 wird aktuell aber nur von Intel-Chips geboten. Gleiches gilt beim WLAN. Bei einer Reihe von AMD-Notebooks steht aktuell nur die ac-Spezifikation zur Verfügung, der ax-Standard wird nicht standardmäßig unterstützt. Bei Intel dagegen schon. Die Core-Prozessoren der 10. Generation bieten ihn von Haus aus.

Welches Notebook ist das beste?

Die Frage lässt sich nicht trivial beantworten. Das Angebot ist riesig, und die Einsatzszenarien und Vorlieben des Einzelnen sind so unterschiedlich, dass es kaum möglich ist das „beste“ Notebook zu küren. Und die Hersteller sind auch nicht doof, einen richtigen Fehltritt leistet sich keiner.

Bestes Convertible fürs Arbeiten unterwegs: Surface Book 3

Das Surface Book 3 ist eine hochpreisige Ausnahmeerscheinung unter den zuletzt in die Hand genommenen Notebooks. Es vereint gekonnt Tablet und Notebook in einem – wenn du über die magere Akku-Laufzeit des Tablets hinwegsiehst. Begeistern kann das Microsoft-Convertible auch mit der Hardware-Ausstattung. Im Topmodell steckt einer der leistungsfähigsten Intel-Notebook-Chips gepaart mit einer Nvidia-Grafikkarte und viel Speicher, sodass die dritte Surface-Book-Generation durchaus als mobile Workstation taugt.

Das Design des Surface Book ist seit der ersten Generation weitestgehend unverändert

Bester Laptop fürs Arbeiten unterwegs: Huawei Matebook X Pro

Die Tablet-Tastatur-Kombination des Surface Book 3 ist nicht nur etwas Besonderes, sondern auch recht preisintensiv. Als klassisches Notebook überzeugt das Huawei Matebook X Pro. Rund herum gut verarbeitet und in einem robusten Gehäuse ist es erhöhter Reisetätigkeit gewachsen und bietet unterwegs viel Leistung. Hinzukommt das helle Display mit hoher Auflösung und 3:2-Seitenverhältnis.

Bester Allrounder: Samsung Galaxy Book Flex

Ein großes Display für Videos und Web, eine leistungsstarke Hardware, die bei Multimedia-Anwendungen nicht so schnell an Grenzen kommt und trotzdem ein niedriges Gewicht, um bei häufigeren Ortswechseln nicht hinderlich zu sein? Das Samsung Galaxy Book Flex erfüllt diese Kriterien und weiß zudem mit seinem drehbaren Display zu gefallen, das überdies noch berührungsempfindlich ist und als Zeichenpapier zusammen mit dem im Gehäuse steckenden S Pen verwendet werden kann. Wermutstropfen sind der recht hohe Preis – Eine Übersicht gibt es in der Vorstellung des Galaxy Book Flex – sowie die magere Schnittstellenausstattung.

Bester Laptop beim Preis-Leistungsverhältnis: HP Probook 445 G7

Das HP Probook 445 G7 bietet schon in der Basiskonfiguration von weniger als 700 Euro ein Gesamtpaket, das sich sehen lassen kann: In einem gut verarbeiteten Gehäuse steckt ein Prozessor, der bereits ein sehr ordentliches Leistungsniveau bietet und dennoch im Akkubetrieb schonend mit den vorhandenen Reserven umgeht. Natürlich kannst du in solchen Preislagen keine großen Ausstattungswunder erwarten. Dennoch weiß der Laptop mit vielen Anschlüssen zu gefallen und bringt sogar eine Infrarotkamera mit.

Deckel des HP ProBook 445 G7
Deckel des HP ProBook 445 G7

Bester Unterwegs-Spezialist: Das Samsung Galaxy Book S

Ein Laptop soll insbesondere auch unterwegs genutzt werden können. Und eine der wichtigsten Kriterien hierfür ist die Akku-Laufzeit. Hier schlägt sich das Galaxy Book S von Samsung mit Abstand am besten unter den Testkandidaten. Der hier genutzte ARM-Prozessor erweist sich trotz sehr ordentlicher Leistungen als sehr energiesparend. Hinzukommt ein LTE-Modem, dass auch dann für Internet sorgt, wenn kein WLAN zur Verfügung steht. Die Kehrseite der Medaille: Die Prozessor-Architektur des Sonderlings wird bis dato von vielen Anwendungen nicht unterstützt, sodass eine Emulation nötig ist. Diese funktioniert aktuell jedoch nur auf einer langsamen 32-Bit-Architektur.

Bester Unterwegs-Spezialist mit x86-Prozessor: LG Gram

Mit weniger als einem Kilo erreicht das LG Gram ein ähnlich niedriges Gewicht wie das Samsung Galaxy Book S, und dank seines 72 Wh großen Akkus kommt der Laptop aus Korea ebenfalls auf sehr lange Laufzeiten. Allerdings benötigt der verbaute Intel-Prozessor deutlich mehr Strom, als das ARM-SoC des Samsung-Laptops. Ein Nachteil, der gleichzeitig ein Vorteil ist, denn mit Software-Kompatibilität gibt es keine Probleme. Außerdem ist der Preis moderat.

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