PICO 4 VR Gaming Headset vorbestellen: „Preislich eine Ansage“

6 Minuten
PICO ist eine Firma aus China, die nun mit dem neuen Gaming-Headset PICO 4 Konkurrenten wie die Meta Quest 2 ausstechen will. Wir werfen einen näheren Blick auf das neue Headset. Mittlerweile kannst du es auch schon vorbestellen.
Die PICO 4 überzeugt im Test.
Die PICO 4 überzeugt im Test.Bildquelle: PICO

Mittlerweile ist das PICO 4 „All-in-One“ VR Headset mit 128 und 256 GB Speicherkapazität bestellbar. Bei MediaMarkt sicherst du dir das Headset in der Pre-Order-Phase für 429 Euro (128 GB) beziehungsweise 499 Euro (256 GB) und erhältst es direkt zum Marktstart am 18. Oktober.

PICO 4: Ein wahres Leichtgewicht

Bereits auf der Gamescom 2022 hatten wir die Möglichkeit, uns das neue All-in-One VR Gaming-Headset von PICO vorab genauer anzuschauen. Hier berichten wir dir von unseren ersten Eindrücken. Der ausführliche Test folgt dann in den koommenden Wochen.

Auf den ersten Blick überzeugt die PICO 4 vor allem mit ihrem Design. Das Headset sieht elegant aus und ist mit einem Gewicht von nur 295 Gramm um einiges leichter als die Headsets anderer Anbieter. Hinzu kommt, dass es sich hier um ein kabelloses Modell handelt. Dies liegt daran, dass es sich bei der PICO 4 um ein völlig autarkes System handelt. Die Brille benötigt also keinen leistungsstarken PC, um genutzt zu werden. Spiele können stattdessen direkt im PICO Store gekauft und heruntergeladen werden. Jedoch ist es natürlich auch möglich, das Headset via eines Dongles mit dem PC zu verbinden. Auf diese Weise kannst du auch Spiele spielen, die einen leistungsstarken PC benötigen, wie zum Beispiel „The Walking Dead VR“ und viele mehr.

Um sämtliche Spiele zum Laufen zu bringen, ist die PICO 4 mit einem Qualcomm Snapdragon XR2-Chip ausgestattet. Das Display bietet eine Bildwiederholrate von 90 Hz und einen 4K+ Bildschirm mit 1.200 PPI Auflösung. Der verbaute Akku fasst 5.300 mAh und soll somit für bis zu 3 Stunden Spielzeit sorgen können. Ist der Akku dann leer, so kann er mit Hilfe einer Schnellladefunktion wieder aufgeladen werden. Besonders interessant für Brillenträger ist, dass das Headset über einen Abstandshalter verfügt, der das Tragen einer Brille unter dem Headset ermöglichen soll. Mehr Informationen dazu folgen im Test. Die PICO 4 verfügt zudem über mehrere Kameras, die nicht nur nahtloses Tracking, sondern auch ein Durchblicken des Headsets ermöglichen. Dies ist besonders relevant, wenn es darum geht, dich im Raum zu orientieren.

Fitness und Videospiele?

PICO legt mit der PICO 4 einen großen Fokus auf Fitness. Dies zeigt sich in einer Vielzahl von Spielen, deren Ziel der Aufbau und Erhalt körperlicher Fitness ist. Außerdem können zusätzliche Accessoires erworben werden, die das Tracking von Fitness-Parametern maßgeblich verbessern sollen. VR als eine Fitness-bewusste Form des Gamings ist nichts Neues und PICO versucht nun, diesen Bereich weiter auszubauen. Das Headset enthält somit auch ein Fitness-Tracking Programm, das dich deinen Fortschritt nachverfolgen lässt. Das Programm kann deinen Energieverbrauch tracken, dir Trainingseinheiten empfehlen und dich darauf aufmerksam machen, auch mal Pause zu machen, um dein Training zu optimieren. Achtest du auf deinen Energieverbrauch, so gilt hier das Gleiche wie bei jedem anderen Fitnesstracker: Kein Fitnesstracker ist zu 100 Prozent akkurat. Es handelt sich auch hier lediglich um Schätzungen, die vom tatsächlichen Energieverbrauch abweichen können.

Dennoch ist das Feature sehr gut geeignet, um Motivation zum Sport zu finden und einen groben Überblick über die eigene Gesundheit zu erhalten. Da das Headset kabellos und sehr leicht ist, eignet es sich ideal für die Nutzung zu Fitness-Zwecken.

Die PICO 4 eignet sich ideal für Fitness.
Die PICO 4 eignet sich ideal für Fitness.

Das Headset im Test

Auf der Gamescom 2022 hatten wir die Möglichkeit, die neue PICO 4 bereits zu testen. Direkt fällt beim Aufsetzen des Headsets auf, dass es wirklich sehr leicht ist. Dennoch ist das Headset weder gerutscht, noch fühlte es sich zu locker oder unbequem an. Das PICO 4 bietet zwar einen Abstandshalter, der das Tragen von Brillen ermöglichen soll, doch dies funktioniert nur bei bestimmten Brillenmodellen. Ich selbst musste meine Brille also abnehmen, war aber sehr positiv überrascht davon, dass das Bild dennoch gestochen scharf war. Eine so gute Erfahrung bezüglich der Bildschärfe hatte ich zuvor bei noch keinem Headset. Hier gibt es also einen klaren Pluspunkt für das neue Headset.

Im Spiel funktionierte das Tracking sehr gut und auch das Spiel an sich lief flüssig und ohne zu ruckeln. Insgesamt testete ich zwei Spiele mit dem neuen Headset „Superhot VR“ und ein „Beat Saber“ ähnliches Spiel. Beide funktionierten problemlos und ließen sich flüssig spielen. Dies liegt unter anderem auch an den Controllern, die durch ihr Design besonders gut zu bedienen sind. Kein einziges Mal habe ich während des Tests versehentlich die beiden Controller gegeneinander geschlagen, was für ein gutes Design spricht.

Auch die Funktion, die es erlaubt durch das Headset hinweg den Raum zu sehen, ist toll umgesetzt. Sobald du den festgelegten Spielraum verlässt, wechselt das Headset in diesen Modus. Dies hilft dabei zu verhindern, dass du eventuell Dinge in deiner Umgebung beschädigst, oder dich versehentlich verletzt. Hier ist auch positiv anzumerken, wie angenehm das kabellose Design des Headsets ist. Die PICO 4 ist ein wirklich unkompliziertes Headset, das wohl jeder ganz einfach bedienen kann. Es ist somit sowohl für VR-Enthusiasten, als auch für Einsteiger geeignet. Zieht man nun auch den vergleichsweise niedrigen Preis in Betracht, dann handelt es sich bei der PICO 4 um ein wirklich solides Headset. Dennoch gibt es natürlich auch hier kleinere Mängel und Kritikpunkte.

Schwachpunkte der PICO 4

Ein erster Schwachpunkt der PICO 4 ist die Akkulaufzeit. Mit nur 3 Stunden ist diese ziemlich kurz, besonders wenn man das Headset mit kabelgebundenen Alternativen vergleicht. Es ist zudem unklar, wie schnell die Schnellladefunktion des Headsets wirklich ist. Wer also gerne länger am Stück spielt, oder mit Freunden zockt, der könnte bezüglich der Akkulaufzeit schnell an die Grenzen der PICO 4 stoßen. Dazu kommt, dass das Headset nur über ein Dongle mit dem PC verbunden werden kann, das extra gekauft werden muss. Rechnet man den Preis des Dongles auf den Preis des Headsets drauf, so handelt es sich zwar immer noch um ein preisgünstiges Headset, doch über die zusätzlichen Kosten sollten sich Spieler im Klaren sein.

Ein letzter Kritikpunkt liegt in der Software des Headsets. Der PICO Store bietet zwar eine Vielzahl von Spielen an, doch dabei handelt es sich oft um Kopien beliebter Spiele, wie zum Beispiel „Beat Saber“. Dieses Problem lässt sich jedoch recht einfach mithilfe des Dongles umgehen und PICO selbst gibt ebenfalls an, dass weitere Spiele über Steam VR erworben werden können.

Insgesamt ist die PICO 4 eine klare Empfehlung.
Insgesamt ist die PICO 4 eine klare Empfehlung.

Fazit und Kosten

Insgesamt können wir die PICO 4 empfehlen. Das Headset hat uns im ersten Test sehr stark positiv überrascht und bietet besonders für Einsteiger eine kostengünstige Alternative zu anderen VR-Brillen. Es mangelt bei der PICO 4 nicht an Funktionen und Spielereien, doch auch die Grundausstattung des Headsets funktioniert problemlos. Besonders das Display hat mich im Test begeistert. Noch nie zuvor hat ein Headset es geschafft, bei mir solch ein scharfes Bild zu produzieren, sogar ganz ohne die eigne Brille.

Preislich ist die PICO 4 eine Ansage. Das Headset in seiner Grundausstattung startet bei einer UVP von 429 Euro. Damit ist die 128-GB-Variante gemeint. Den doppelten Speicher gibt es für 70 Euro Aufpreis und demzufolge dann 499 Euro (UVP). Damit wird die 500-Euro-Marke nicht überschritten und PICO hält sich an die damals noch vorsichtige Ankündigung auf der Gamescom.

Über diesen Artikel

Mit diesen Symbolen kennzeichnen wir Partner-Links. Wenn du so einen Link oder Button anklickst oder darüber einkaufst, erhalten wir eine kleine Vergütung vom jeweiligen Website-Betreiber. Auf den Preis eines Kaufs hat das keine Auswirkung. Du hilfst uns aber, inside digital weiterhin kostenlos anbieten zu können. Vielen Dank!

Dieser Artikel ist Teil einer Kooperation mit MediaMarkt. Der Partner nimmt keinen Einfluss auf den Inhalt des Artikels.

Deine Technik. Deine Meinung.

2 KOMMENTARE

  1. Dimitrov

    You do not need the dongle for PCVR. It is only if you do not have a fast WIFI network (Wifi 6). PCVR is one click.

    Antwort
    • Corinna Oettinger inside digital Team

      Hey Dimitrov!
      Unfortunately, official press material from PICO does not mention PCVR through WiFi 6 as a native feature. It does however mention that the Dongle is used to create a wireless connection between the headset and a PC. Are you sure PCVR is a native feature of this particular headset?

      Antwort

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein