LG V40 ThinQ im Benchmark-Test: So schnell ist das Flaggschiff

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Das LG V40 ThinQ ist im Hands-On positiv aufgefallen. Jetzt muss LG zeigen, dass man auch bei der Leistung punkten kann.
LG V40 ThinQ mit einem Benchmark-Wert auf dem Display vor verschneiter Kulisse
LG V40 ThinQ im Benchmark-Test: für ein Flaggschiff eher durchschnittlichBildquelle:

Das LG V40 ThinQ wird kurz nach seiner Markteinführung für den Zeitpunkt gescholten, an dem LG mit ihm um die Ecke kommt. Zum Jahresbeginn 2019 holt der Markt gerade Luft und bereitet sich auf die nächste Generation von Flaggschiffen vor. Dort werden Klappdisplays, der Snapdragon 855 und 5G-Konnektivität erwartet. All das bietet das LG V40 ThinQ nicht. Es ist vorwiegend mit der Technik aus dem Jahr 2018 ausgestattet und ist somit eigentlich etwas zu spät dran.

Die technischen Daten des LG V40 ThinQ

Die technischen Daten des LG V40 ThinQ versprechen eine gehörige Portion Leistung. Der Snapdragon 845 von Qualcomm aus dem Jahr 2018 und 6 GB Arbeitspeicher sind eine solide Grundlage für ein Smartphone in der Oberklasse. Die Bildschirmauflösung in QHD braucht jedoch auch viel Rechenpower, da das LG V40 ThinQ viele Bildpunkte berechnen muss. Die technischen Daten sind im Datenblatt des LG V40 ThinQ komplett aufgelistet. Die Eckpunkte:

Software Android 8.1 Oreo
Prozessor Qualcomm Snapdragon 845
Display 6,4 Zoll, 3.120 x 1.440 Pixel
Arbeitsspeicher 6 GB
Hauptkamera 4272x2848 (12,2 Megapixel)
Akku 3.300 mAh
induktives Laden
USB-Port 3.1 Typ C
IP-Zertifizierung IP68 (Schutz gegen Untertauchen)
Gewicht 169 g
Farbe Schwarz, Grau, Rot, Blau
Einführungspreis 899 €
Marktstart Januar 2019

Das LG V40 ThinQ im Benchmark-Test

Das neue „Technik-Flaggschiff“, wie es LG bei der Präsentation in Berlin vor wenigen Tagen nannte, wird im Test mit unterschiedlichen Benchmark-Apps belastet. Zum Vergleich mit anderen Herstellern und deren Smartphones wird die weit verbreitete App AnTuTu in der Version 7 herangezogen. Sie spuckt nach mehreren Testdurchläufen einen Durchschnittswert von rund 245.000 Punkten aus. Monolithisch betrachtet ist er jedoch schwer einzuordnen. Deshalb hilft hier ein Vergleich mit den Konkurrenten:

UmfeldModellBenchmark-Wert
TestgerätLG V40 ThinQ245.000
 
HTC U12+263.483
Smartphones mit
Snapdragon 845
OnePlus 6268.802
Sony Xperia XZ3277.699
 
Samsung Galaxy S9+249.185
direkte
Konkurrenten
Samsung Galaxy Note 9246.735
Huawei Mate 20 Pro249.187
 
 Asus ROG Phone299.279
Die Android-
Referenzen
Razer Phone 2286.678
 One plus 6T McLaren Edition296.028

Es ist kein Wunder, dass viele Smartphones auf einem ähnlichen Level agieren. Das LG G7 ThinQ, das HTC U12+ oder auch das Sony Xperia XZ3 nutzen ebenfalls den Snapdragon 845 von Qualcomm. Was aber auffällt: Ganz an die Spitzenleistungen der anderen Hersteller kommt LG mit dem V40 ThinQ nicht heran. Wichtig ist auch der Vergleich mit den Smartphones, die nicht auf Qualcomm-Prozessoren setzen. So besitzen die Galaxy-S9-Modelle den Exynos 9810 aus eigenem Hause, also von Samsung selbst. Huawei baut mit dem Mate 20 Pro und dem Mate 20X ebenfalls auf eine Eigenentwicklung. Hier liefert der Kirin 980 Schub für die Spitzenmodelle. Er brachte Huawei noch einmal ein Plus an Leistung gegenüber den im vergangenen Frühjahr vorgestellten P20-Modellen mit dem Kirin 970.

Die Leistung in der Praxis

Die Leistung des LG V40 ThinQ reicht im Alltag völlig aus und kaum ein Nutzer wird die Spitzenleistung wirklich ausnutzen. Die Menüs und die Benutzeroberfläche lassen sich butterweich durchwischen und es hakt nie. Auch die mächtige Kamera mit ihren drei Einzelmodulen öffnet flott und ist direkt bereit für den ersten Schuss. Der theoretische Rückstand gegenüber der Konkurrenz ist also im Alltag fast zu vernachlässigen. Der Rückstand, gegenüber der in einem Monat vorgestellten Konkurrenz wird jedoch erheblich größer sein. Speziell, weil der nächste Prozessor von Qualcomm bereits 5G-Anschluss bieten und nicht nur schneller sein wird.

Das LG V40 ThinQ im Test

Das LG ThinQ befindet sich im Testdurchlauf und wird in den kommenden Tagen und Wochen immer mehr Stärken und Schwächen preisgeben. Unter anderem wird die Kamera einem intensiven Test unterzogen. Das Gehäuse und die Verarbeitung wurden schon in einem ersten Hands-On beurteilt. Was der Akku und die Software drauf haben, wird sich ebenfalls bald zeigen. Somit bleibt es spannend rund um das LG V40 ThinQ.

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