Statt E-Auto: So stellt sich ein beliebter Hersteller die Auto-Zukunft vor

3 Minuten
Das Aus für den Verbrenner ist längst beschlossen. Trotz explodierender Strompreise ist das E-Auto für Politik, viele Hersteller und Autofahrer mit PV-Anlagen auf dem Dach ihres Eigenheims die Zukunft. Ein beliebter Hersteller mischt zwar im E-Auto-Hype mit, setzt aber nun die Scheuklappen ab.
Statt E-Auto: So stellt sich ein beliebter Hersteller die Auto-Zukunft vor
Statt E-Auto: So stellt sich ein beliebter Hersteller die Auto-Zukunft vorBildquelle: Hyundai

Benziner und Diesel haben ein Verfallsdatum bekommen. Die Politik hat das Aus bis 2035 beschlossen. Ab diesem Zeitpunkt dürfen nur noch E-Autos vom Band laufen. Das Ziel: Die Welt retten, solang es noch geht. Doch immer mehr Autobauer sagen, dass das ein Fehler war. Erst sorgte der Renault-Chef für Aufsehen, als er sagte: „Kaufen Sie sich kein Elektroauto.“ Dann warnte auch der Opel-Chef vor dem E-Auto. Und letztlich sorgte auch der weltweit größte Autobauer für Furore. Der Chef des Forschungszentrums von Toyota sagte: „Der Fehler, den jetzt viele machen, ist, zu denken, das E-Auto sei der Königsweg.“ Doch das gilt nicht für alle Autobauer.

Die Alternative zum E-Auto

Ende 2021 hat Hyundai angekündigt, dass man die Entwicklung von Verbrennern nach 40 Jahren einstellt. So werden Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor zwar noch bis 2035 produziert, aber nicht mehr weiterentwickelt. Das südkoreanische Unternehmen will sich künftig mit seinen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten gänzlich auf das E-Auto konzentrieren. Neben dem Aus für den Verbrenner hat Hyundai wohl auch über das Ende einer anderen zukunftsträchtigen Technologie nachgedacht. Einem Bericht zufolge sollte der koreanische Autobauer auch die Wasserstoffauto-Entwicklung auf Eis gelegt haben. Man schätze die Marktfähigkeit so gering ein, dass der Konzern alles auf eine Karte setzt: das E-Auto.

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Doch offenbar legte Hyundai bei der Weiterentwicklung des Wasserstoffautos nur eine Pause ein. Schließlich forschen die Koreaner bereits seit 1998 an Autos mit Brennstoffzellentechnik. Mit dem Hyundai Nexo hat man derzeit ein Brennstoffzellenfahrzeug im Angebot, das laut WLTP 666 Kilometer schafft und damit die höchste Reichweite aller verfügbaren Brennstoffzellen-Fahrzeuge auf dem Markt besitzt. Und nun zeigt Hyundai, wie es in diesem Bereich weitergehen könnte.

Mit Technologie aus der Zukunft zurück in die Vergangenheit

Unter dem Namen „N Vision 74“ hat Hyundai ein Coupé im Retro-Stil vorgestellt, das von einem 500 kW starken Brennstoffzellensystem angetrieben wird. Eine Reichweite von 600 Kilometern und eine Höchstgeschwindigkeit von über 250 km/h stehen auf dem Datenblatt. Begleitet von einigen Bildern, die das Konzeptfahrzeug zeigen, ist alles andere aber nichts weiter als ein theoretisches Gedankenkonstrukt aus dem Labor.

Sein Name und das Design sind eine Hommage an das Hyundai Pony Coupé, ein Konzeptfahrzeug aus dem Jahr 1974. Es stammte aus der Feder des legendären Designers Giorgetto Giugiaro und markierte Hyundai zufolge den Beginn der Designreise des Autobauers.

→ BMW-Chef: Deshalb ist der Verbrenner noch lange nicht tot

Der Hyundai N Vision 74 soll eine Vision von der Zukunft von Fahrzeugen mit Wasserstoffantrieb sein. Zwar verfolgt Hyundai derzeit keine Pläne, das Konzept zu bauen. Doch wie das Modell zeigt, beschäftigt sich der Hersteller nicht nur mit dem E-Auto, sondern auch mit anderen Antriebstechnologien.

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10 KOMMENTARE

  1. Sidney Wegener

    Im Gegensatz zu dem ganzen E-Auto Hype ist die Wasserstofftechnologie eine echte Alternative und auch die Zukunft der Mobilität.

    Wenn die Autobauer nicht schon zu viel Geld in die E-Technologie gesteckt hätten, dann würden die das auch Reihenweise zugeben.

    Nur leider sind die bekloppten Grünen mit ihrer mittelalterlichen Sichtweise, und leider auch Teile der anderen da oben zu Engstirnig um das zuzugeben.

    Man sollte nicht alles glauben was einem gesagt wird, sondern auch selbst mal denken.

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    • Fridolin

      Was ein Blödsinn! Es sind immer diese Internetrambos wie du die ständig nur hetzen wollen. 🤦‍♂️ Die Grünen haben halt wohl wahrscheinlich in der Schule eher aufgepasst.

      Wasserstoff zum Transport zu nutzen ist schlichtweg scheiße. Die Energie welche für die Produktion benutzt wird könnte man 4 Autos laden bevor ein Auto mit Wasserstoff getankt ist. Das Zauberwort hier ist Wirkungsgrad. Und eben dieser Wirkungsgrad ist bei Wasserstoff sehr viel schlechter. Als Konzept mal ganz witzig aber für die Masse beim aktuellen Energiebedarf auf keinen Fall stemmbar.

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  2. Julien

    Stimmt sehr gut gesagt thx

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  3. PeterB

    @Julien, Du hast vergessen, Fridolin, in deinem Dank, zu nennen.
    Nicht, das noch jemand denkt, das Du Sydney meinst.

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  4. PeterB

    Wo ist hier der Like Button, für FRIDOLIN?
    @Fridolin: Genauso ist es, leider!

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  5. Jürgen

    Stellt man sich vor allem würden so wie beschlossen e-autos fahren. Wo soll der dafür benötigte Strom kommen. Ja aus dem Ausland wo Atomkraft Werke den Strom erzeugen. Wir bauen alles ab, und sollen dafür den hohen Preis bezahlen. Bei den Energie Preisen ist das auf Dauer unrentabel. Warum eine Technologie verbieten, mit der es s möglich ist auch was Wasserstoff zu benutzen. Denkt Mal nach. Alle reden vom Klimawandel aber Urlaub in Ferne Länder mit dem Flugzeug darauf will keiner verzichten.

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    • Ronny

      Ganz deiner Meinung.

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  6. Think Deeper

    Immer dies unnütze Hetze und Glaubenssätze.
    1. Wasserstoff wie Batteriebetrieben Fahrzeuge sind beides EV, ausser man möchte mit Wasserstoff noch Verbrenner betreiben, was aber vollkommen ökologischer Schwachsinn wäre!!!
    2. Verbrenner setzten nur etwa 30% der Primärenergie in Bewegung um. Der Rest wird verschwendet. EV ca.95%. Soviel zum Wirkungsgrad.
    3.Fossile Energie und Wasserstoff muss gefördert/produziert, gelagert und transportiert werden.
    4.EV welche von dezentralen PV/Kraftwerke z.B. im Quartier/Tankstelle versorgt werden, haben den geringsten Ökologischen Impact, begründen keine Abhängigkeiten, machen Energieautark und bedürfen keinerlei Importe.
    5. Selbst wenn der Strom minimalistisch aus AKW und Drecksschleudern stammen würde, wäre allein durch den ca. 3fach besseren Wirkungsgrad eine Reduktion von 2/3 bis 50% der Emissionen bereits eine (ungenügende!!!) Verbesserung.
    6. Das die Energieversorgung umgebaut werden muss ergibt sich zwangsläufig. Die Problematik liegt hierbei darin, dass diese Pfründe von der Politik infolge irrigen Glaubenssätzen der freien Marktwirtschaft fatalerweise an die Privatwirtschaft abgetreten wurden.
    Ölkonzerne haben kein Interesse an Elektrische Energie, wohl aber wenn es nicht mehr anders geht, an Wasserstoff um ihr Tankstellen und Transport Business zu retten und die schubladisierten Patenten evtl. doch noch zu monetariesieren.
    7. Elektrische Netze müssen ggf. Punktuell verstärkt, geändert und angepasst und zentral gesteuert werden. Private wollen letzteres nicht!

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  7. Think Deeper

    @ Jürgen
    Mit Verbote, Einschränkungen der Freiheiten z.B. Ferien des Einzelnen usw. oder durch teure Preise können wir dieses Problem nicht wirklich lösen.

    Ich sehe dereinst EV Flugzeuge mit Wasserstoff als weit zukunftsträchtiger als mit Biotreibstoffe.

    Wasserstoff welcher an den Flughäfen jeweils lokal produziert und eingelagert wird!!!

    Bis die Antriebe aber entsprechend entwickelt werden wird es, primär durch den ruinösen Wettbewerb und Abschöpfung bedingt, dauern.

    Start- und Landeverbote für Drecksschleudern oder massive Abgaben ab 2050 würde hier Innovationsdruck und Forschungsausgaben erhöhen.

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  8. Christian

    Ist ja alles gut und recht. Trotzdem nicht jeder hat momentan 50 bis 100 tausend auf der hohen Kante um ein e Auto zu kaufen. Der gebraut Wagen Handel ist auch uninteressant da die Batterien meist auf 70% sind und für 20-30 tausend ersetzt werden müssen. Das heisst Frau und Herr normalo kommen nicht mehr zum Arbeitsplatz. Aber egal mein Diesel hat 415000km auf der Uhr muss er halt noch mal soviel machen immer noch billiger als ein e Auto.

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