Motorola Edge 30 Ultra im ersten Test: Ist das der schärfste Samsung-Galaxy-S22-Konkurrent des Jahres?

4 Minuten
Motorola hat zum Start in den Herbst und zur gleichen Zeit wie Apple seine neuen Smartphones der Edge 30 Reihe vorgestellt. Wir konnten uns schon einen ersten Eindruck machen und zeigen dir, was das Flaggschiff Edge 30 Ultra ausmacht.
Motorola Edge 30 Ultra
Motorola Edge 30 UltraBildquelle: Michael Büttner / inside digital

Nimmt man das Motorola Edge 30 Ultra aus seiner unauffällig braunen Verpackung überkommt einem direkt ein Gefühl der Vertrautheit. Die schmale Silhouette, die in den Rahmen hinein gekrümmten Flächen, der scharfe Rahmen. Es fühlt sich an wie eine Kreuzung aus Samsungs Galaxy S-Reihe und der Huawei P-Reihe. Von Samsung kommt die schlichte Eleganz der Designsprache und von Huawei das Barock des technisch Möglichen. Als letzten Design-Spender könnte man nun noch Sony nennen. Die abgeflachten kurzen Seiten des Edge 30 Pro zitieren nämlich hier ein Detail des Konkurrenten aus Japan.

Gelungenes Design

Doch ist dieser Mix gut oder schlecht? Er überzeugt. Denn das Design ist gelungen und das Motorola Edge 30 Ultra liegt von Beginn an edel in der Hand. Klar, man muss die superschmalen Rahmen zwischen den gebogenen Flächen auf den Längsseiten mögen, damit einem die Freude bewahrt bleibt. Menschen, die ihr Smartphone mehr in der Hand halten als zwischen den Fingern, werden eine andere Rahmenform in der Regel bevorzugen.

Doch spätestens bei der Rückseite wird aus der Geschmacksache Gewissheit: Das Motorola Edge 30 Ultra ist designerisch auch objektiv gelungen. Die matte Rückseite fängt nicht nur keine Fingerabdrücke, sondern setzt das ikonische Logo gekonnt in Szene. Die optische Bühne wird aber von der Kamerasektion beherrscht. Denn dort wandert der Blick früher oder später immer hin. Die mächtige 200-Megapixel-Kamera dominiert hier die beiden kleineren Brennweiten.

Motorola Edge 30 Ultra
Motorola Edge 30 Ultra
Software Android 12
Prozessor Qualcomm Snapdragon 8+ Gen1
Display 6,67 Zoll, 1.080 x 2.400 Pixel
Arbeitsspeicher 12 GB
interner Speicher 256
Hauptkamera 16544×12400 (205,1 Megapixel)
Akku 4.610 mAh
induktives Laden
USB-Port 3.1 Typ C
IP-Zertifizierung IP52 (Schutz gegen Spritzwasser (Regen))
Gewicht 199 g
Farbe Schwarz, Weiß
Einführungspreis 900 €
Marktstart September 2022

Bei aller Äußerlichkeit bleibt eines nicht im Hintergrund: Das Motorola Edge 30 Ultra ist gut verarbeitet. Die Kanten sind dabei nicht komplett rund gelutscht, sondern technisch scharf gehalten. Bewegliche Elemente lassen aber kein Spiel zu und auch die Druckpunkte überzeugen. Sehr gelungen sind die Öffnungen auf der Unterseite. Während manche Hersteller hier hässliche Grate lassen, schmiegt sich beim Edge 30 Ultra eine sehr feine Ausfräsung ins Gehäuse.

Motorola Edge 30 Ultra
Motorola Edge 30 Ultra

Flott und Clean

Schaltet man das Motorola Edge 30 Ultra ein, zeigt es sich als typisches Motorola-Handy. Die Software ist nahe am Google-Original und kommt ohne große Spielereien aus. Die Moto-Anleitungs-App mit vielen Comic-Elementen ist hier eine witzige Ausnahme. Ein Kritikpunkt bei der Software: Auch wenn fast jeder Mensch der Welt einen Facebook-Account besitzt, muss eine solche App nicht vorinstalliert sein. Sie lässt sich aber einfach deinstallieren.

Motorola Edge 30 Ultra
Motorola Edge 30 Ultra

Bei allem, was man mit dem Ultra anstellt, geht es flott zur Sache. Auch anspruchsvolle Nutzer sollten mit der Geschwindigkeit zufrieden sein. Die Kamera öffnet schnell und ist auch direkt bereit. Wie sich das Smartphone im Alltag mit mehreren Google-Konten, vielen Apps und einer Menge Daten und Parallel-Berechnungen schlägt, wird ein Test zeigen, aber im ersten Eindruck zeigt es sich mit nichts überfordert oder gar irgendwo hakelig.

Lieferumfang des Motorola Edge 30 Ultra

Neben dem Smartphone findest du in der Verpackung des Motorola Edge 30 Ultra ein mächtiges Netzteil und ein hochwertiges Ladekabel mit USB-C auf USB-C Konfiguration. Die Kombination ermöglicht es dem Motorola Edge 30 Ultra mit 125 Watt Energie aufzunehmen. Trotz eines umweltfreundlichen Verpackungsdesigns entscheiden sich die Amerikaner also nicht den Weg von Samsung und Apple zu gehen und das Netzteil komplett zu verbannen. Sie legen auch noch einen drauf, weil man nicht nur ein Standard-Adapterchen, sondern die komplette Ladekapelle beilegt. Dazu gibt es Apropos auch eine vorab aufgebrachte Schutzfolie auf der Front und ein Case für das Gehäuse.

Vorläufiges Fazit zum Motorola Edge 30 Ultra

Das Motorola Edge 30 Ultra hat das Zeug, ein neuer Favorit der diesjährigen Smartphones zu werden. Es ist schick, bietet viel und fühlt sich toll an. Dazu gibt es keine Sparmaßnahmen unter dem Deckmantel des Umweltschutzs, sondern ein umfangreiches Lieferpaket. Beim Preis hat sich Motorola für knapp 900 Euro entschieden. Stattlich, aber immer noch im Rahmen des Marktes. Zum Vergleich: Das in vielen Punkten etwas schlechter ausgestattete Samsung Galaxy S22 bringt es auf den gleichen Preis. Die Plus-Variante des S22 liegt 150 und die Ultra-Variante 350 Euro über dem Motorola Edge 30 Ultra.

Stärken

  • edles Gehäuse
  • tolle Rückseite
  • flotte Software
  • starker Lieferumfang

Schwächen

  • nicht wasserdicht
  • Bloatware (löschbar)

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4 KOMMENTARE

  1. Claus

    „Trotz eines umweltfreundlichen Verpackungsdesigns entscheiden sich die Amerikaner also nicht den Weg von Samsung und Apple zu gehen und das Netzteil komplett zu verbannen.“
    Amerikaner? Chinesen. 2014 wurde Motorola Mobility von Lenovo übernommen.

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  2. David

    Ich piss gleich ein vor Lachen… Nach der China-Vorstellung des X30 Pro war das Teil ziemlich weit oben auf meiner Wunschliste. Jetzt aber zu lesen, dass in Deutschland nur die Variante mit 256GB zu haben ist, ist ein absolutes K.O.Kriterium und eines Flaggschiffes nicht würdig. Motorola/ Lenovo, was soll das?

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  3. Matze

    Ja. Genau. Das ist mittlerweile leider ein chinesisches Smartphone. Ich glaube den Hype um Motorola nicht. Ich habe ein Moto G50 5G. Wollte es mal ausprobieren und würde es nicht wieder kaufen. Die Krönung war das Update auf Android 12, was mir meine 5G Verbindung über o2 zerschossen hat. Nur noch LTE möglich. Wer D2 oder D1 hat, hat diese Probleme nicht. Angeblich sind sämtliche Motorola Phones davon betroffen, aber niemand bei Motorola kümmert dies. Fazit: Apple bleibt Apple und Android ist Samsung.

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  4. Marc

    Hmm also Motorola ist beim Update sowiso Schrott. Also unbrauchbar und nicht vergleichbar mit einem Samsung Gerät.
    Würde ein Motorola nicht mal geschenkt haben wollen.😁😉
    Nix aus China.😉

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