Qualcomm Snapdragon 8 Gen 1: Das werden die Smartphone-Flaggschiffe 2022 können

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Ob Xiaomi, Sony, Samsung oder auch Motorola und OnePlus: Alle verbauen in ihren Smartphones die Prozessoren von Qualcomm. Jetzt haben die US-Amerikaner ihr neues Spitzenmodell gezeigt und damit auch, was du von den Handys 2022 erwarten kannst.
Qualcomm Schild vor Zentrale in den USA
Qualcomm hat einen neuen Prozessor für Smartphones der oberen Mittelklasse vorgestellt: Snapdragon 780G.Bildquelle: Qualcomm

Qualcomm hat auf der Hausmesse Tech-Summit seinen neuen Spitzen-Prozessor vorgestellt. Das neue System-on-a-Chip (SoC) bekommt neben einer neuen Nomenklatur auch mehr Geschwindigkeit und eine neue Fertigungstechnik. Doch entscheiden ist, was damit möglich ist. Denn das zeigt, auf was du dich bei den kommenden Handy-Spitzenmodellen einstellen kannst. 

Neue Nomenklatur bei Qualcomm

Der neue Qualcomm Snapdragon 8 Gen 1 löst den Prozessor Snapdragon 888 sowie dessen aufgepumpte Version Snapdragon 888+ ab und zeigt das neue Namensschema von Qualcomm. Die Hunderternamen fallen weg und es gibt in jeder Leistungsklasse nur noch eine Ziffer (8) und eine Generationenbeschreibung (Gen 1). Qualcomm versichert, dass man innerhalb der Leistungsklassen auch im laufenden Jahr andere Chips klar benennen kann, lies aber offen wie. 

Der neue Prozessor ist laut Hersteller im 4-nm-Verfahren hergestellt und bietet wie immer mehr Leistung. Konkret sind es bei der CPU 20 Prozent mehr Speed und 30 Prozent weniger Verbrauch. Die Grafikeinheit soll 30 Prozent schneller sein bei 20 Prozent Energieersparnis. Dazu gibt Qualcomm die Performance der Vulkan-Beschleunigung mit 60 Prozent an.

Qualcomm: Mehr AI, mehr 5G und noch mehr Kamera

Alles geht schneller. Das war auch so zu erwarten. Doch was bringt es dir? Bei einigen Elementen wird es etwas interessanter. Beispielsweise bei der Kamera. Mit dem Snapdragon 8 Gen 1 können jetzt 3,2 Gigapixel pro Sekunde verarbeitet werden. Unter anderem sind so 8K-Videos möglich, in denen du gleichzeitig noch 64-Megapixel-Fotos ausnehmen kannst. Dazu gibt es bald ein Live-Bokeh bei 4K-Videos. Und durch die vielen Aufnahmen, die in kürzester Zeit geschossen und verarbeitet werden können, soll ein fünffach besserer Nachtmodus möglich sein. Für Freunde der eigenen Foto-Entwicklung stellt Qualcomm 18-bit RAW zur Verfügung.

Bei der Konnektivität stellt Qualcomm den Smartphone-Herstellern alles zur Verfügung, was gerade geht. WiFi6 und WiFi 6E beispielsweise für lokale Netze. Dazu kommt 5G mit bis zu 10 GBit/s im Downstream, mm-Waves und Sub-6 Standalone. Keines dieser Technologien ist in Deutschland bisher auch nur halbwegs flächendeckend bereit. 

Bei der künstlichen Intelligenz und den Sensoren wird wie beim Prozessor alles etwas schneller. So soll die 7. Generation der AI Engine viermal schneller sein, als der Vorgänger. Der Sensing-Hub, also die zentrale Verarbeitung aller Sensoren ist jetzt in der dritten Generation verbaut. 

Jetzt sind die OEMs am Zug

Was von alledem in den Smartphones 2022 landen wird, bleibt den OEMs überlassen. Denn ob Oppo, Sony, Samsung oder Xiaomi das komplette Paket bei Qualcomm buchen oder den Prozessor voll ausreizen ist nicht festgelegt. Neue Benchmark-Rekorde und weitere Verbesserungen der Kameras und der Konnektivität dürften aber feststehen. 

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