Acer ConceptD 7 Ezel: Mehr Flexibilität beim Display für besseres Arbeiten

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Ein Notebook muss kein schlichter Klapprechner sein! Acer setzt auf ein vielseitig verstellbares Display, um den Mehrwert beim Arbeiten zu steigern. Außerdem sollen leistungsstarke Komponenten, dafür sorgen, dass sich möglichst keine Hindernisse in den Weg stellen.
Acer ConceptD Ezel

Ein Notebook muss kein schlichter Klapprechner sein! Acer setzt beim ConceptD 7 Ezel auf ein vielseitig verstellbares Display, um den Mehrwert beim Arbeiten zu steigern. Außerdem sollen leistungsstarke Komponenten, dafür sorgen, dass sich möglichst keine Hindernisse in den Weg stellen.

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Auf die Tastatur gestapelt

Schon im zusammengeklappten Zustand fällt auf: Hier ist was besonders. Das Display wird mit zwei Scharnieren und einem eigenen Ständer am Notebook befestigt ist. Somit kann der Bildschirm in weit mehr Positionen gebracht werden als bei Laptops üblich. Selbst Convertibles mit ihren 360° drehbare Displays können da nicht mithalten.

Dabei ist Acers aufwendige Konstruktion selbst dann stabil, wenn der Bildschirm vollends in der Luft hängt. Schwingungen, die beispielsweise durch das Schreiben auf der Tastatur verursacht werden, können zwar nicht vollends eliminiert werden, grundsätzlich wird der verwindungssteife Bildschirm jedoch exakt an jeder beliebigen Position gehalten. Dabei sind lediglich die am Displaydeckel angebrachten Scharniere aus Metall, die am Unterbau sind – wie dieser selbst – in viel weißes Plastik gegossen.

Acer ConceptD Ezel
Flexibilität fürs Arbeiten: Bildschirm mit vielen Postionen

Insgesamt hinterlässt das Acer-Notebook einen soliden Eindruck. Dazu hat der Hersteller viel Material auf der nicht mehr wirklich kompakten Grundfläche von 35,8 x 24,9 cm vereint. Mit 2,54 Kg ist das ConceptD 3 Ezel zudem ein ausgewachsener Brocken. Dazu passt auch die Bauhöhe von 2,5 cm, wobei das Scharnier am Heck noch mal fünf Millimeter draufpackt.

Für den Bildersturm: 4K-Auflösung und Wacom-Stift

Acer ConceptD 7 Ezel: Bildschirm für Grafiker

Acer will mit dem ConceptD 7 Ezel die Kreativen ansprechen. Dem wurde beim Bildschirm vollends Rechnung getragen. Die Farb- und Kontrastwiedergabe des IPS-Panels kann vollends überzeugen. Es wurde sogar für eine saubere Darstellung der Pantone-Palette validiert.

Damit dem Auge kein noch so kleines Detail entgeht, wurde bei dem Display mit einer Diagonale von 15,6 Zoll auf eine 4K-Auflösung (3840 x 2160 Pixel) gesetzt. Beim Seitenverhältnis hält Acer damit am althergebrachten 16:9-Format fest.

Acer ConceptD Ezel
Viel Kunststoff fürs Scharnier

Hardware: Nicht ganz neu, aber stark

Um den Arbeitsprozess flott zu gestalten, verbaut Acer einen Intel Core i7-11800H. Mit einer TDP, die zwischen 35 und 45 W variieren kann, gehört der Chip zu den leistungsstarken Notebook-Modellen der elften Generation. Seine acht CPU-Kernen können bis zu 16 Threads parallel ausführen, wobei sie mit einer Taktgeschwindigkeit von 2,3 bis 4,6 GHz zu Werke gehen. Im Geekbench fallen sie insbesondere bei Single-Core-Anwendungen hinter den i7-12800H zurück, bei Mehrkernanwendungen ist die Leistung nahezu gleich. Dabei hilft dem Acer-Notebook auch der 32 GB große Arbeitsspeicher.

Der schwachbrüstigen UHD-GPU, die in Intels Prozessor steckt, stellt Acer mit der Nvidia Geforce RTX 3080 ein deutlich leistungsfähigeres Modell zur Seite. Sie fällt in den Tests des GFX-Benchmarks jedoch hinter der AMD Radeon RX 6800S um rund 20 Prozent zurück. An dieser Stelle sollte die RTX 3080 eigentlich deutlich mehr bieten. Dennoch ist das ConceptD damit fürs Daddeln geeignet – wenn du dich am Notebook-Bildschirm mit einer Framerate von 60 Hz anfreunden kannst und nicht unbedingt in 4K spielen willst.

Zu geräuschempfindlich darfst du für das ConceptD jedoch nicht sein. Der Lüfter rauscht auch ohne viel Last immer mal wieder los. Wird die Hardware gefordert, ist das Notebook stets auch akustisch vernehmbar.

Die SSD könnte größer sein

Um den anfallenden Datenmassen gerecht zu werden, greift Acer auf eine NVMe-SSD von Samsung zurück. Mit einem Terabyte ist sie für ein Notebook, das für mehr als 3500 Euro den Besitzer wechselt, aber kein echter Gigant. Medienschaffende erzeugen schnell große Datenmengen.

Hinsichtlich der Geschwindigkeit gibt es keinerlei Kritik: Dank der Anbindung über die PCIe-4-Schnittstelle sind die Übertragungsraten hoch. Im Diskmark-Test kommt das Laufwerk beim Lesen auf rund 6.750 MB/s, beim Schreiben sind es etwa 5.100 MB/s.

Acer ConceptD Ezel
Als Tablet-Alternative zu schwer

Acer ConceptD 7 Ezel: Großer Akku schnell geleert

Das Acer ConceptD Ezel ist für den Schreibtisch konzipiert, nicht nur wegen des hohen Gewichts. Trotz eines mit 84 Wh recht großen Energiespeichers macht das Notebook auch im Akku-Betrieb nicht die allerbeste Figur, was angesichts der leistungstarken Hardware nicht wirklich verwundert.

Schon im Browser zeigt sich das deutlich: Nach einer Stunde sind bereits 28 Prozent der Akku-Reserven verbraucht. Auf den Rennstrecken von Asphalt 9: Legends wird nach einer Stunde gerade mal noch eine Restmenge von 35 Prozent ausgewiesen. Das fette 135-W-Netzteil sollte jedenfalls auf keinem Ausflug fehlen, wenn der Arbeitstag nicht vorschnell enden soll.

Schmaler Stift, kleine Tasten, klappriges Touchpad

Bei den Eingabegeräten des ConceptD 7 Ezel kommt Acer nicht übers Pflichtprogramm hinaus. Das Display gefällt zwar mit seiner präzisen Touch-Funktion, doch schon der links darunter versteckte Stift kann nicht überzeugen. Schon die schmale Form setzt dem Zeichner Grenzen.

Die mit einem Kantenmaß von 1,5 cm nicht gerade üppig dimensionierten Tasten bieten ein ansprechendes Verhalten beim Schreiben. Der Hub ist nicht riesig, aber spürbar, der Anschlag ist nicht zu weich. Kritikwürdig ist allerdings die Tastaturbeleuchtung. Unter den Tasten sind die Leuchtpunkte deutlich zu erkennen, die Ausleuchtung ist jedoch sehr ungleichmäßig.

Ebenso wenig begeistert das leicht nach links versetzte Touchpad. Die Funktion ist tadellos, mit 10,5 x 6,5 cm ist es jedoch alles andere als ein Gigant. Zudem klappert es leicht bei jeder Berührung.

Acer ConceptD Ezel
Üppig bei den Anschlüssen

Anschlüsse für alles

Das Acer ConceptD 7 Ezel ist ein Arbeitstier, das auch an wechselnden Arbeitsorten stets einsatzfähig sein soll. Dem wird auch bei den Schnittstellen Rechnung getragen. Zusätzliche Displays stehen HDMI und ein klassischer DisplayPort bereit. Weiter Gerätschaften können mit Hilfe von vier USB-Steckplätzen angebunden werden, von denen zwei über ein Typ-A- und die anderen zwei über Typ-C-Interface verfügen. Fotografen und Filmer freuen sich über den SD-Kartenlot in der Front.

Für den Internetzugriff kann ein klassisches LAN-Kabel genutzt werden. Acer nutzt aber auch das AX201-Modul des Intel-Chips, das den WLAN-6-Standard bereitstellt. Für das kabellose Ansprechen von Peripherie ist Bluetooth 5.2 an Bord. Beide Schnittstellen entsprechen zwar nicht mehr dem allerletzten Schrei, die Unterschiede sind jedoch so gering, dass sie sich in der Praxis nicht auswirken.

Fazit zum Acer ConceptD 7 Ezel

Das Highlight des Acer ConceptD 7 Ezel ist zweifellos der Bildschirm, und das nicht nur wegen seiner hervorragenden physischen Eigenschaften. Die Flexibilität des Klappmechanismus mit seinen zwei Scharnieren ist enorm. Zusammen mit der Berührungsempfindlichkeit des Displays findet sich für jede Form der Inhalteproduktion eine gelungene Arbeitsposition. Die leistungsstarke Hardware sorgt für geringe Zeiten beim Rendern.

Acer ConceptD 7 EzelGewichtTestergebnis
Design / Verarbeitung108
Display1514
Prozessor2016
Speicher109
Akku und Verbrauch104
Tastatur53
Anschlüsse1010
Preis / Leistung2012
Gesamt10076

Die vielen Schnittstellen erlauben ein Einlesen von Daten von so ziemlich allen gängigen Quellen. Allerdings finden sich Detailschwächen bei der Umsetzung. Das beginnt mit dem Stift, der versierte Grafiker mit seiner Form nicht wirklich glücklich werden lässt. Auch die Tastatur und das Touchpad können nicht ganz mit den Erwartungen an ein Notebook mithalten, das für nahezu 3500 Euro angeboten wird.

Pro

  • Sehr gutes Display
  • Klappmechanismus erlaubt verschiedenste Bildschirmpositionen
  • Leistungsstarke Hardware setzt dem Arbeiten keine Grenzen
  • Große Schnittstellenauswahl

Contra

  • Auch bei wenig fordernden Anwendungen nur geringe Akku-Laufzeit
  • Eingabegeräte überzeugen nicht

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