Das sind die 4 besten Gaming-Handys 2022

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Was ist ein Gaming-Handy? Reicht es aus, dass ein Mobiltelefon eine hohe Rechengeschwindigkeit vorweisen kann, damit es als Gaming-Smartphone verbucht wird? Klare Antwort: Nein! Wir verraten, welche Handys sich diese Bezeichnung wirklich redlich verdient haben. Und das sind nur wenige.
Gaming-Handy
Gaming-SmartphoneBildquelle: Artem Sandler / inside digital

Von Snake über den App Store bis hin zu Pokémon GO: Mobile Gaming hat sich in den vergangenen 25 Jahren stark verändert. Nach ersten Gehversuchen entwickelten sich Spiele auf Mobilfunktelefonen und den späteren Smartphones zu einem eigenen Bereich im Spiele-Universum. Mittlerweile sind Games wie Angry Birds, Pokémon GO oder Clash of Clans eigene Meilensteine und stehen stellvertretend für den Einfluss, den Smartphones auf das Leben der Zocker haben.

Gaming-Handy ist nicht gleich Gaming-Handy

Doch obwohl man auf so ziemlich jedem Handy Spiele spielen kann, ist nicht jedes Mobiltelefon auch wirklich für das mobile Zocken geeignet – ähnlich, wie es bei Computern der Fall ist. Charakteristisch für ein echtes Gaming-Smartphone sind neben einer guten Leistung auch spezielle Hard- und Software-Eigenschaften wie Ultraschall-Schultertasten oder ein Gaming-Menü, das sich während des laufenden Spiels aufrufen lässt. Das iPhone 13 Pro Max ist demnach keineswegs ein Gaming-Handy; genauso wie zahlreiche andere als Gaming-Smartphone beworbene Geräte.

Im Jahr 2022 wurden bisher tatsächlich nur vier echte Gaming-Handys vorgestellt; obgleich teilweise in mehreren Varianten. Die meisten haben wir bereits getestet. Welche das sind und wieso sie sich diese Bezeichnung verdient haben, erfährst du in diesem Artikel.

Die besten Gaming-Handys im Überblick

Vorab: Wenn es um die Rechenleistung geht, überzeugen sämtliche hier aufgeführten Gaming-Handys ohne Kompromisse. Daher werden Werte wie Prozessorart und die Arbeitsspeicher-Größe gar nicht erst thematisiert. Dasselbe gilt auch für weitere, nicht Gaming-relevante Werte, wie die Kamera. Stattdessen liegt der Fokus auf den technischen und digitalen Besonderheiten der Mobiltelefone.

Asus ROG Phone 6 (Pro)

Technisch bietet das ROG Phone 6 (Pro) aus dem Hause Asus ein 6,78 Zoll großes AMOLED-Display mit einer Auflösung von 1.080 x 2.448 Pixeln und einer Bildwiederholrate von 165 Hz. Ferner verbaute der Hersteller zwei 3.000 mAh-Akkus, die sich mit einer Ladeleistung von 65 Watt wieder befüllen lassen, sollte die verfügbare Energie mal nicht ausreichen. Zu diesem Zweck bietet das ROG Phone neben einem „normalen“ USB-Typ-C-Anschluss auch einen zweiten Anschluss auf der Seite. Denn beim Spielen hält man das Mobiltelefon oftmals im Querformat – und in einem solchen Fall würde das Kabel bei einer gängigen Platzierung der Ladebuchse stören.

Nun zu den eigentlichen Gaming-Funktionen: Zunächst programmierte der Hersteller einen speziellen Gaming-Modus, der zahlreiche Software-Vorteile bietet. Sobald dieser gestartet wurde, läuft er im Hintergrund und kann jederzeit während des Spiels aufgerufen werden. Ein weiterer großer Vorteil sind die sogenannten AirTrigger, bei denen es sich um Schultertasten handelt. Diese lassen sich beliebig programmieren und unterstützen neben der „normalen“ Anwendung auch zahlreiche andere Gesten, wie etwa Wischgesten. Und natürlich wäre ein Gaming-Gerät ohne RGB-Beleuchtung kein richtiges Gaming-Gerät. Diese findet sich auf der Rückseite des ROG Phone 6. Die Pro-Variante bietet derweil mit ROG Vision ein individualisierbares PMOLED-Panell mit unzähligen Animationen. Kostenpunkt: XXX bis XXX Euro.

Nubia RedMagic 7 (Pro)

Wer etwas weniger Geld ausgeben möchte, kann auch zum Nubia RedMagic 7 oder dem Nubia RedMagic 7 Pro greifen. Die Handys kosten je nach Modell und Speichervariante zwischen 629 und 899 Euro (UVP), bieten jedoch ebenfalls alle typischen Gaming-Features wie L2-, R2-Tasten und ein 165 Hz-Display (bei der Pro-Variante sind es 120 Hz). Das Gleiche gilt auch für die Software-Möglichkeiten, die im Großen und Ganzen denen des ROG Phone 6 entsprechen. Im Gegensatz zum Asus-Konkurrenten bietet das Handy allerdings kein PMOLED-Display. Dafür können Interessierte eine Variante mit einem halbwegs durchsichtigen Gehäuse kaufen. Zudem – und das ist das wahre Highlight der RedMagic-Serie – integrierte Nubia einen mechanischen Lüfter in das Gehäuse.

Der Lüfter erreicht laut Herstellerangaben eine Drehzahl von 20.000 Umdrehungen pro Minute und kühlt das Gerät folglich über das „übliche“ Maß hinaus – was bei längeren Spiel-Sessions verständlicherweise einen großen Vorteil darstellt. Allerdings benötigen mechanische Elemente viel Energie, sodass die Laufzeit des Gaming-Handys nicht gerade überragend ausfällt. Dazu trägt allerdings auch die mittelprächtige Akkukapazität von 5.000 mAh bei. Glücklicherweise lässt sich auch das RedMagic (Pro) dank seiner 65 Watt-Ladeleistung schnell wieder mit Energie versorgen.

Xiaomi Black Shark 5 (Pro)

Auch Xiaomi lässt sich nicht lumpen, und bringt mit dem Xiaomi Black Shark 5 (Pro) ein eigenes Gaming-Handy auf den Markt. Leistungstechnisch befindet es sich auf dem Niveau des Nubia RedMagic 7 (Pro) – zumindest die Pro-Variante. Denn in der normalen Version schlägt „lediglich“ ein Snapdragon 870-Herz. Eine weitere Schwäche betrifft beide Black Shark 5-Modelle: Die Akkukapazität ist mit ihren 4.650 mAh heute beinahe nicht mehr tragbar. Oder sie wäre es, würde Xiaomi die Schwäche nicht mittels einer beeindruckenden Ladeleistung von 120 Watt kaschieren.

Zu den Highlights des Xiaomi Black Shark 5 (Pro) gehören indes abermals Schultertasten – ein Merkmal, das alle ernst zu nehmenden Gaming-Handys vorweisen. Dieses Mal sind es allerdings keine Ultraschall-Schultertasten, sondern mechanische Buttons. Sie lassen sich mittels Magneten ein- und ausfahren und bieten einen angenehmen Druckpunkt. Und auch spezielle Software-Features sind wieder mit von der Partie – von praktischen Macros bis hin zu festen Fadenkreuzen.

Bleiben noch zwei weitere Highlights: Zunächst einmal wäre da die Bildwiederholfrequenz von diesmal 144 Hz. Interessanter ist allerdings, dass das Handy im Sound-Test von DxOMark sämtliche Konkurrenz übertraf. Bist du auf gute Smartphone-Lautsprecher aus, empfiehlt sich folglich in erster Linie das Black Shark 5 Pro. Wobei die meisten Gaming-Smartphones mit einem überdurchschnittlich guten Klangbild aufwarten. Kostenpunkt: 549 bis 999 Euro (UVP).

Xiaomi Poco F4 GT

But wait, there is more… Neben dem Black Shark 5 Pro hat Xiaomi 2022 erstmals ein weiteres Gaming-Handy auf den Markt gebracht: das Poco F4 GT. Als Urahn der Poco-Serie gilt der „Flaggschiff-Killer“ Poco F1, der primär dank seines überragenden Preis-Leistungs-Verhältnisses überzeugen konnte. Ein Gaming-Handy war das Oberklasse-Gerät allerdings nicht – im Gegensatz zum Poco F4 GT. Dieses kommt mit einem 120 Hz-Display, einer Ladeleistung von 120 Watt und einem immerhin 4.700 mAh großen Akku daher. Beim nahezu obligatorischen Gaming-Highlight ähnelt das Gerät seinem Cousin, dem Black Shark 5 Pro. Heißt: Auch das Poco F4 GT bietet ausklappbare, mechanische Schultertasten, die sich auf Wunsch auch als Schnellzugriff-Tasten zweckentfremden lassen. Und ein RGB-Streifen ist selbstverständlich ebenfalls am Start.

Die Rückseite des Poco F4 GT
Die Rückseite wird warm – der Prozessor bleibt kühl

Beim Thema Kaufpreis zeigt sich derweil wieder die entfernte Verwandtschaft zum Flaggschiff-Killer. Denn mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von rund 600 bis 700 Euro schlägt das Xiaomi Poco F4 GT sogar das ansonsten für ein Gaming-Handy recht günstige Nubia RedMagic 7 (Pro).

Wahre Gaming-Handys: Darauf musst du achten

Wer den Text bis hierher aufmerksam las, wird sich die groben Eckpunkte, auf die es bei einem echten Gaming-Smartphone ankommt, zusammenreimen können. Solltest du nichtsdestotrotz eine ausführliche Erläuterung bevorzugen, mitsamt Details zu einzelnen Bereichen wie dem Display, dem Akku, der Arbeitsleistung und Gaming-Hardware sowie -Software, empfiehlt sich ein Blick in unseren Gaming-Handy-Ratgeber.

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