Xiaomi Poco F1: Den "Master of Speed" angefasst und ausprobiert

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Xiaomi vertreibt seine Produkte zwar bislang nicht offiziell in Deutschland. Trotzdem haben viele auf das Poco F1, Xiaomis Sub-Marke, lange Zeit hingefiebert. Die verbaute Technik ist auf einem modernen Stand, der Preis vergleichsweise klein. Das Verhältnis lässt dementsprechend auf ein hervorragendes Nutzererlebnis hoffen. Ein erster Eindruck zeigt, inwiefern das Xiaomi-Smartphone mit der Konkurrenz mithalten kann.
Xiaomi Poco F1 in einer Hand
Bildquelle: Simone Warnke/inside handy

Xiaomi will expandieren. Und um dies erfolgreich über die Bühne zu bringen, muss das Unternehmen die hauseigenen Smartphones auch auf dem europäischen Markt verkaufen. Mit dem brandneuen Poco F1 hat der in China ansässige Hersteller nun einen Fuß in der Tür – wenngleich auch nicht direkt in Deutschland. Der „Master of Speed“, wie das Poco F1 beworben wird, tritt in direkte Konkurrenz mit aktuellen Top-Modellen. Dabei greift Xiaomi die „Flaggschiff-Killer“ aus dem Hause OnePlus offenkundig besonders an.

Der erste Eindruck des Poco F1 zeigt, ob das Smartphone mit seinen Kontrahenten mithalten kann.

Xiaomi Poco F1: „Master of Speed“ im Hands-On

Direkt auf den ersten Blick fällt auf, dass Xiaomi ein modernes und auch edel anmutendes Smartphone gelungen ist. Das Poco F1 bedient sich eines modernen Designs, bei dem sowohl die Notch als auch das randlose Display nicht fehlen. In diesen Steg eingelassen ist nicht nur der Lautsprecher, sondern auch die Frontkamera. Die abgerundeten Bildschirmkanten tragen zudem zu einem weichen Aussehen bei. Auf der Rückseite prangt mittig die Dual-Kamera, die rot umrandet ist. Darunter befinden sich der Fingerabdruck-Sensor und der Markenschriftzug.

Das Smartphone liegt wie ein geschmeidiger Kieselstein in der Hand: Angenehm kühl und mit einer stabilen Schwere. An der Verarbeitung gibt es Nichts zu beanstanden. Die Übergänge zwischen Rahmen und Gehäuse sind nahtlos. Scharfe Kanten sind nicht ertastbar – weder an dem leicht hervorstehenden Kameramodul, noch am Gehäuserand.

Das Display erscheint dank Gorilla Glass hochwertig, spiegelt bei direktem Lichteinfall jedoch ein wenig. Die Rückseite des Poco F1 ist – hingegen vieler Konkurrenten – aus Kunststoff. Einerseits ein eindeutiger Minuspunkt, da sich das Material schlichtweg substanzlos und dumpf anfasst. Ausgleichen kann dieses Manko jedoch die Tatsache, dass das Gehäuse des Smartphones geöffnet werden kann und so der Zugang zum Akku ermöglicht wird. Austauschbar ist der Energielieferant trotzdem nicht. Obgleich Xiaomi auf Kunststoff setzt, sind keine Knarzer aus dem Inneren zu vernehmen, wenn man das Poco F1 beispielsweise ein wenig zusammendrückt.

Die Nutzeroberfläche MIUI basiert noch auf Android 8.1 Oreo. Insgesamt wirkt sie aufgeräumt und übersichtlich. Apps werden, ähnlich wie bei iOS, auf dem Homescreen gespeichert. Auf Wunsch kann auch ein Launcher installiert werden, der die Ansicht ein wenig personalisiert. Die Menüwischerei geht schnell und ohne Verzögerung vonstatten. Die Dual-Kamera auf der Rückseite, die mit AI ausgestattet ist, schießt dem Vernehmen nach gute Fotos. Augenscheinlich wirken sie bei wenig Licht allerdings ein wenig verschwommen. An dieser Stelle müsste aber ein ausführlicher Test die Tauglichkeit der Kamera unter die Lupe nehmen. Auch der vor allem für asiatische Smartphones typische Beauty-Filter ist bei Selfies nicht zu übersehen.

Technische Details des Xiaomi Poco F1

 Xiaomi Poco F1
Display6,2 Zoll
1.080 x 2.240 Pixel
BetriebssystemAndroid 8.1 Oreo
ProzessorQualcomm Snapdragon 845
Octa-Core, max. 2,8 GHz
RAM6 GB
interner Speicher64/128 GB
Frontkamera20,7 Megapixel
Hauptkamera12 + 5 Megapixel
Fingerabdruck-Sensorja
Akku4.000 mAh
IP-Zertifizierungnein
Abmessungen (mm)155,5 x 75,2 x 8,8
FarbenSchwarz, Rot, Blau
Einführungspreis400 Euro

 

 

 

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