Vodafone & Co.: Mehr LTE und 5G durch diese Kooperation

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Mobilfunknetze brauchen Antennen, diese brauchen Sendemasten. In der Stadt stehen sie auf Hausdächer, in ländlichen geprägten Regionen braucht man dafür neue Sendemasten und Standorte. Die Vodafone-Funkturmtochter Vantage Towers hat mit dem Land Thüringen eine neue Kooperation geschlossen.
Ein Sendemast mit Mobilfunkantennen auf einer Wiese vor einem Wald
Mobilfunk-Sendemast auf dem LandBildquelle: Thorsten Neuhetzki / inside digital

In einer gemeinsamen Absichtserklärung erklärten der Wirtschaftsminister aus Thüringen und Vantage Towers ihr gemeinsames Ziel: den Ausbau der Mobilfunkinfrastruktur im Freistaat vorantreiben. So soll es mehr LTE und mehr 5G im Land geben. Das soll in diesem Fall über zwei Wege erfolgen, für die der Vodafone-Ableger die Kooperation mit dem Land braucht. Denn es sollen geeignete öffentliche Liegenschaften für Mobilfunkstandorte bereitgestellt werden. Aber auch eine Beschleunigung der Genehmigungsverfahren ist geplant. Die Absichtserklärung habe jetzt  Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee und der Deutschland-Chef des Funkturmanbieters Vantage Towers, Peter Zehetner unterzeichnet.

Konkret sollen im Rahmen der Zusammenarbeit Gebäude oder Freiflächen etwa von Landesgesellschaften oder öffentlichen Anstalten zur Verfügung gestellt werden. Das soll die oftmals aufwendige Suche nach geeigneten neuen Antennenstandorten vereinfachen. Ferner sollen Genehmigungsverfahren für neue Standorte unter Mitwirkung aller Beteiligten schneller durchlaufen werden. Dadurch soll sich die heute übliche Dauer von etwa zwei Jahren für die Realisierung eines neuen Mobilfunkmastes deutlich verkürzen.

Für Mobilfunkanbieter werde es so einfacher, bisher unterversorgte Regionen zu versorgen, ihre 4G-Netze zu verbessern und den 5G-Ausbau zu beschleunigen. Ein entsprechender Rahmenvertrag soll bis Mitte des Jahres unterzeichnet werden.

Sendemast-Auslagerung: Auch O2 und Telekom haben Funkturm-Töchter

Vodafone hat seine Funkturm-Aktivitäten an die Tochterfirma Vantage Towers ausgelagert und will diese an die Börse bringen. Schon kommende Woche soll die Aktie an die Frankfurter Börse kommen. Auch Telekom und Telefónica haben ihre Funkturm-Aktivitäten ausgelagert und mieten die Standorte. Im Fall der Telekom ist die Deutsche Funkturm aber weiterhin ein zum Konzern gehörender, eigenständiger Anbieter. Auch andere Mobilfunkanbieter können dort Standorte mieten. Das gilt auch für Vantage Towers, wenngleich es weiterhin so sein dürfte, dass jeder Vantage Towers Standort auch ein Vodafone-Standort wird.

„Der Mobilfunk ist neben dem Glasfaserausbau eine wichtige Komponente für die Verfügbarkeit von breitbandigem Internet“, heißt es von Wolfgang Tiefensee, Wirtschaftsminister Thüringen. „Unser Ziel ist daher, den gezielten Ausbau von Mobilfunkstandorten – sei es für das Schließen von ‚weißen Flecken‘ oder für 5G – voranzutreiben.“ Die Zusammenarbeit solle den Prozess der Standortfindung und vertraglichen Fixierung bei nutzbaren Liegenschaften des Freistaats deutlich beschleunigen und so mehr LTE in die Fläche bringen.

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