Vodafone: Dieser Trick soll LTE und 5G überall möglich machen

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Vodafone geht den nächsten Schritt beim LTE-Ausbau. Und fast nebenbei baut man auch 5G mit aus. Das Besondere: Der Ausbau erfolgt in der Fläche und mit neuen Frequenzen. Dadurch erreicht Vodafone deutlich mehr Kunden mit seinem Netz als bisher.
Vodafone 5G mit dem Samsung Galaxy Fold
Vodafone 5G mit dem Samsung Galaxy FoldBildquelle: Vodafone

In einem ersten Schritt hat Vodafone jetzt 20 Standorte mit den neuen Frequenzen in Betrieb genommen. Bei den neuen Frequenzen handelt es sich um das Band 28, also Frequenzen um 700 MHz. Vodafone ist damit der erste Anbieter, der diese Frequenzen in Deutschland offiziell einsetzt. Alle drei Anbieter haben diese Frequenzen bereits vor mehreren Jahren ersteigert, konnten sie aber lange Zeit nicht einsetzen, da sie noch von Fernsehsendern belegt waren.

Jetzt sind die Frequenzen wirklich verfügbar und Vodafone startet den Ausbau. Dabei kommt neben LTE auch 5G zum Einsatz. Beide Netze funken im Rahmen einer als DSS bezeichneten Technologie parallel auf den Frequenzen und das Netz entscheidet selbstständig, welchem Netzstandard welche Kapazität zugewiesen wird. DSS steht für Dynamic Specturm Sharing.

In diesen Orten gibt es jetzt LTE und 5G

Vodafone startet in 9 Gemeinden mit etwa 20 Standorten. Dabei handelt es sich um Meschede-Berge, Brilon, Olsberg, Bad Wünneberg und Bad Fredeburg im Hochsauerlandkreis. Außerdem um Ulm, Blaustein, Buch und Herolstadt in Baden-Württemberg sowie Müncheberg in Brandenburg. Ein Sender versorge bis zu 20 Quadratkilometer Fläche. Bis Ende des Geschäftsjahres will Vodafone 2.800 Standorte mit mehr als 8.000 Antennen mit dieser Technik in Betrieb nehmen. Das neue Geschäftsjahr hat bei Vodafone allerdings gerade erst begonnen.

Nach Angaben von Vodafone erreicht der Anbieter auf den neuen Frequenzen mit 5G bis zu 200 Megabit. Das ist deutlich weniger, als mit den bisherigen 5G-Frequenzen um 3,5 GHz möglich ist. Die Reichweite dieser Frequenzen beträgt aber auch nur wenige hundert Meter.

Bessere Indoor-Versorgung

LTE und 5G auf 700 Mhz-Frequenzen hat neben der großen Reichweite der Sender noch einen weiteren Vorteil: Die Frequenzen können Wände besser durchdringen als andere Mobilfunkfrequenzen. In den fraglichen Gebieten verbessert sich also auch die Versorgung mit LTE und 5G in Gebäuden. Vodafone-Technik-Chef Gerhard Mack spricht außerdem von einem bis zu fünf Mal stärkeren 5G-Empfang innerhalb der Häuser. Das ist unter anderem auch für den neuen GigaCube 5G von Vodafone relevant. Er unterstützt die neuen Frequenzen. Vodafone plant, die Frequenzen deswegen auch in Städten zu nutzen.

Auch die Telekom hat mindestens einen Standort schon mit der DSS-Technik ausgestattet. In Wittlich senden LTE und 5G auf einer bisher für UMTS genutzten Frequenz.

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