Schweinerei: Telekom StreamOn-Verbot auf dem Rücken der Kunden

4 Minuten
Die Nachricht kam nicht ganz unerwartet, dennoch schlug sie ein: Die Bundesnetzagentur verbietet der Telekom ihren StreamOn-Dienst. Das betrifft auch bestehende Kunden. Diese will die Telekom nicht aus dem Vertrag lassen – auch wenn sie StreamOn abschalten muss. Ein Kommentar.
Das Logo der Telekom
Das Logo der TelekomBildquelle: Thorsten Neuhetzki / inside digital

Schon im Herbst vergangenen Jahres urteilte der Europäische Gerichtshof, dass Vodafone Pass und Telekom StreamOn nicht mit der Netzneutralität zu vereinbaren seien. Nun kann unterschiedlicher Auffassung sein, was das Angebot, das Zero-Rating der betreffenden Daten und die Einordnung in die Netzneutralität angeht. Meine persönliche Sichtweise: Die Daten bevorzugte man nicht im Netz, es war eine tarifliche Unterscheidung. Tatsächliche Verstöße in der Vergangenheit sind längst beseitigt. Dabei ging es um die Reduzierung des Videostreaming-Signals auf SD für viele Kunden.

Für mich persönlich ist StreamOn eine Tarif-Option, bei der sich jeder Inhalteanbieter beteiligen konnte – ohne Kosten. Kunden hatten den Vorteil der Streaming-Flatrate. Die teuren Verträge mit vergleichsweise wenig Datenvolumen hat die Telekom so massiv aufgewertet. Ich folge hier also weitgehend der Argumentation der Telekom, wonach der Dienst nicht gegen die Netzneutralität verstößt. Gerichte und die Bundesnetzagentur sehen das anders. Und das nicht erst seit dieser Woche oder seit vergangenem September. Der Kampf gegen den Dienst besteht seitens Verbraucherschützern und Gerichten im Prinzip, seitdem es ihn gibt. Diese erzielte auch Etappensiege, wie eben das Verbot der Signalreduzierung.

Entsprechend kann das finale Verbot der Bundesnetzagentur für die Deutsche Telekom nun alles sein, aber nicht unerwartet oder überraschend. Bis heute vermarktet die Deutsche Telekom StreamOn an seine Neukunden. Wer von dem Verbot der Bundesnetzagentur nichts mitbekommen hat, hat einen Zweijahres-Vertrag an der Backe – dabei muss die Telekom StreamOn Ende März 2023 abschalten. Ein Neukunde hat denn noch 13 Monate Restlaufzeit – ohne Streaming-Flatrate, dafür aber mit hohen Kosten und wenig Datenvolumen.

Telekom: StreamOn ist nur ein Zusatzvertrag

Aus dem Vertrag will die Telekom die Kunden nicht entlassen. Das hat die Telekom gegenüber inside digital bereits deutlich gemacht. In einer Stellungnahme, die die Telekom uns diese Woche zur Verfügung stellte, hieß es wörtlich: „Die Zubuchoption StreamOn ist ein Zusatzvertrag, der von unseren Kunden zusätzlich zum zugrundeliegenden Mobilfunkvertrag beauftragt werden konnte und für unsere Kunden wie für die Telekom jederzeit kündbar ist. Der Mobilfunkvertrag bleibt von einer Kündigung der Zubuchoption StreamOn unberührt. Der separate Mobilfunkvertrag kann nach den Regelungen, die für dessen Kündigung gelten, gekündigt werden.

Im Klartext: Die Telekom trägt den seit Jahren schwelenden Streit mit Verbraucherschützern, Regulierern und Gerichten am Ende auf dem Rücken der Kunden aus. Denn statt mindestens den betreffenden Kunden für die restliche Laufzeit beispielsweise eine komplette Datenflatrate anzubieten, positioniert sie sich schon jetzt gegen die Kunden.

Und dabei legt sie sich mit gut zahlenden Kunden an. Ein Vertrag mit Video-Flatrate im Rahmen von StreamOn kostet aktuell stolze 49,95 Euro monatlich. Jenseits der Zero-Rating-Flatrate sind lächerliche 12 GB Datenvolumen enthalten. Dafür dürften die wenigstens Kunden bereit sein, 50 Euro auszugeben. Auch die Freigabe von 5G macht den Kohl da nicht fett. Zum Vergleich: Der Provider High Mobile bietet im Telekom-Netz 15 GB Datenvolumen für 15 Euro an.

Telekom verspricht weitere Maßnahmen – aber ohne StreamOn-Kunden zu erwähnen

In ihrer Stellungnahme verweist die Telekom weiterhin darauf, dass man „weiterhin mit fairen Tarifen hohen Datenverbrauch und das beste Nutzungserlebnis ermöglichen“ werde. Daher gebe es ständig Maßnahmen, bei denen man beispielsweise Datenvolumen verschenkt oder Tarife aufwertet. „Die nächsten Maßnahmen für weitere Kundengruppen sind bereits in Vorbereitung, betroffene Kunden werden natürlich rechtzeitig informiert.“ Details insbesondere in Bezug auf die jetzt betroffenen StreamOn-Kunden lässt man aber ausdrücklich offen.

Mit der Position, StreamOn sei Zusatzvertrag zum eigentlichen Mobilfunkvertrag, mag sich die Telekom rechtlich womöglich auf der sicheren Seite bewegen. Doch moralisch ist der sich abzeichnende Plan, die Kunden aus den ohne StreamOn viel zu teuren Verträgen nicht zu entlassen, verwerflich. Nein, er ist nicht nur verwerflich – der Schritt wäre eine echte Schweinerei – und die Kunden wohl für immer verprellt. Aber noch hat die Telekom elf Monate Zeit, ein entsprechendes Angebot zu machen.

Deine Technik. Deine Meinung.

38 KOMMENTARE

  1. Dan

    Denke da spielt Moral doch keine Rolle. Die gesetzlichen Vorgaben haben sich halt geändert.
    Sollte in Deutschland ein Tempolimit auf Autobahnen eingeführt werden, wird auch keine Marke mich aus meinen Leasingvertrag lassen weil ich den Vertrag „im guten Glauben“ auf Autobahnen 200 fahren zu können abgeschlossen habe.

    Antwort
    • Thorsten Neuhetzki inside digital Team

      Das sind aber auch Äpfel, die du mit Birnen vergleichst.
      Und ja, auch wenn sich gesetzliche Vorgaben (nicht überraschend) ändern, gibt es immer noch ein Zauberwort. Das heißt Kulanz.

      Antwort
  2. Patrick

    Naja, im schlimmsten fall hängt der Kunde in seinem Vertrag 12 Monate ohne streamon fest. Wenn es ihm nicht passt, kann er danach ja zu einem anderen Anbieter wechseln.

    Antwort
  3. Tobias

    Der Vergleich mit dem Auto hinkt aber sehr.

    Um den Vergleich Mal aufzunehmen.

    Der Leasingpartner bietet dir das Auto statt wie ortsüblich zu 300€ für 600€ im Monat an, dafür zahlt er den Sprit für die Fahrten auf der Autobahn.
    Dann wird gesagt, das darf nicht mehr.

    OK dann kannst du weiter auf der Autobahn fahren musst den Sprit für die Fahrten selber zahlen aber der Leasingpreis bleibt der Selbe.

    Antwort
  4. Swoon

    Der Tarifdschungel, für Mobilfunk, in Deutschland ist sowieso von jenseits gut und böse. Warum für Mobilfunk, insbesondere für diejenigen deren keine andere Alternative bleibt, vernünftige Angebote zu machen. In der Vergangenheit wurde das bei Vodafone erprobt (GigaCube Unlimited), davon will der Konzern derzeit nichts wissen.

    Antwort
  5. Hans

    Die Vorgehensweise ist seit Jahren klar! Es hieß immer, sollte streamon verboten werden, ist es eine Zubuchoption und entfällt ersatzlos. Alle Zugeständnisse welche die 2 Provider jetzt machen sind goodies. Mal ganz ehrlich wer hätte vor ein paar Jahren gedacht, dass diese Optionen so lange leben dürfen? Da sag ich nur selber schuld,…

    Antwort
  6. Oliver

    Ich verstehe nicht, wie man hier die Position der Telekom noch verteidigen kann. Ob man es nun als Bevorzugung oder „tarifliche Unterscheidung“ bezeichnet macht überhaupt keinen Unterschied. Netzneutralität bedeutet die GLEICHE Behandlung aller Datenströme und das ist hier einfach nicht der Fall.
    Weiterhin glaube ich kaum, dass die Telekom hier alle Bewerber zugelassen hätte – oder glaubt der Autor allen ernstes, dass beispielsweise ein VPN-Provider jemals Zugang zu StreamOn erhalten hätte? Schon alleine da die Telekom nur die drei Bereiche Musik, Video und Gaming zulässt, haben manche Dienstanbieter, die diesen Kategorien nicht zuzuordnen sind, gar keine Chance, ihren Dienst über StreamOn anzubieten.

    Antwort
  7. Sam

    Finde ich besser so, ist das einzige was mich von supermarkt anbieter zur Telekom oder Vodafone locken würde.

    Es kann doch nicht so schwer sein unlimited einzuführen, sollen sie es halt so tarifen das ich mit vertrag genug zum streamen hab und b nur videos in 360p anschauen kann.

    Antwort
  8. Gun

    Die Entscheidung ist erst in dieser Woche gefallen und die Telekom wollte SteamOn weiter anbieten.

    Die Abschaltung ist erst im März 2023, also sollte der Verfasser des Artikels so fair sein und der Telekom die Zeit lassen, in Ruhe zu entscheiden, welche Kulanz ggf. gewährt wird.

    Das es derzeit keine Aussage gibt, zeigt doch nur, daß erst noch Entscheidungen getroffen werden müssen, wie damit umgegangen wird.

    Hier sollen nur Leser von der Überschrift „Schweinerei“ und „Telekom“ angelockt werden.

    Antwort
    • OmegaC

      So gut wie alle News hier, im Titel ist immer Clickbait.

      Antwort
  9. OldC

    Wie Gun schon schreibt erstmal abwarten außerdem ist noch ein ganzes Jahr dazwischen.
    Hinzu möchte ich erwähnen, dass die großen Anbieter auch günstiger könnten aber nicht dürfen! Um den kleinen Anbietern einen Wettbewerb bieten zu können. Das ist Deutschland. Kann verstehen Monopole nicht zuzulassen aber viele Regelungen sind veraltet und einfach dämlich. Mit StreamOn wurde eine Lücke genutzt um den Kunden mehr zu bieten, die jetzt wieder geschlossen wurde.
    Vielleicht gibt es noch Möglichkeiten?

    Antwort
    • Klaus

      Wenn es so wäre wie du sagst, das sie die Preise nicht günstiger machen dürfen, würde die Bundesnetzagentur wohl kaum genau das fordern inkl Mbits-Tarife also ohne Datenvolumen im Mobilfunk

      Antwort
  10. Marcus

    Vielleicht mal mit nem Mitarbeiter im Shop reden…. ich bin letztes Jahr aus dem Magenta Mobil M Happy raus in den Magenta Mobil EINS mir Top Handy. Habe jetzt unlimited Daten, 50 GB für die Nutzung in der EU. 1. Jahr gleicher Preis, zweites Jahr 5€ mehr. Und mit der Geschwindigkeitsdrossel mit 100MBit/s kann ich auf dem Land mit 75MBit/s im Schnitt gut leben.
    Datenverbrauch im April: über 70GB

    Antwort
  11. Sierra-Kilo

    Es mag zwar sein, dass StreamOn in manchen Tarifen zum normalen Mobilfunktarif hinzugebucht werden und monatlich gekündigt werden kann. Ich jedoch habe einen Tarif, der diese StreamOn Pakete als festen Vertragbestandteil deklariert, ich kann sie also gar nicht kündigen, da sie im Preis inkludiert sind. Daher muss hier zwangsläufig eine Preis- oder Tarifanpassung erfolgen oder eben ein Sonderkündigungsrecht bestehen.

    Antwort
  12. Iller

    So kommen dann eventuell auch Tarife mit mehr Datenvolumen welche auch günstig sind.

    Antwort
  13. Michael

    Der Artikel ist doch sinnloses Bashing. Ihr schreibt doch selbst im Artikel: „Die nächsten Maßnahmen für weitere Kundengruppen sind bereits in Vorbereitung“ Die Telekom arbeitet doch also bereits ein einer Kompensation. Die wird auch ganz sicher kommen.
    Und alle die hier nach einem Unlimited-Tarif schreien: Den gibt es schon lange. Kostet halt ein paar Euro mehr. Eine S-Klasse kostet aber auch mehr als eine A-Klasse.

    Antwort
  14. Samsdas

    Das ist einfach nur gedankenlos, letztendlich führt dies bei Vodafone zu Mehrkosten von 240€ pro Vertrag, unbegrenzte Datenflat kostet im M Vertrag 10€ mehr, als S mit Viedeopass, bei der Telekom gar nicht bezahlbar.
    Die Kunden sind die Leidtragenden, es ist ja nicht so, das VF den Pass nur für eigene Anwendungen zur Verfügung stand, dann hätte das Sinn gemacht, es wahr für jede Plattform offen, Zattoo, Waipu,. Joyn etc
    Wer glaubt die Telekom wird seinen Kunden entgegen kommen, oder Datenflatrate bezahlbar machen ist schief gewickelt.
    Man kann sich auch bei der Bundesnetzagentur über jeden beschweren, außer über die Bundesnetzagentur selber…

    Antwort
  15. Wolle

    Ich hab meinen Vertrag schon gekündigt. Hab nur auf den ausschlaggebenden Grund gewartet. Läuft leider aber noch bis April 2023.

    Ich war dann 20 Jahre Kunde bei der Telekom und wurde im Endeffekt als Bestandskunde im Gegensatz zum Neukunden wie der letzte Hampel behandelt. Zuzahlungen im hohen dreistelligen Bereich wo Neukunden nur nen paar Euro bezahlen nur eine Sache von vielen. Letztes Jahr hab ich mich nochmal überreden lassen und jetzt ist Schluss. Über die nächsten 1 1/2 Jahre verliert die Telekom so 3 Handyverträge und zwei Festnetzanschlüsse. Immerhin gut 250 Euro im Monat.

    Antwort
    • Kalle

      @Wolle
      Der Wechsel auf Magenta Mobil EINS würde mehr Sinn machen. Verstehe sowieso nicht wieso Festnetzkunden Mobil M haben

      Antwort
  16. RudiDerChiller

    Verstößt dann nicht Datenvolumen rein theoretisch auch gegen die netzneutralität?
    Da ja ab nem bestimmten Punkt die Geschwindigkeit so stark gedrosselt wird, dass eine vernünftige Nutzung gar nicht mehr möglich ist und man quasi gezwungen ist, mehr zu bezahlen oder eben auf internet zu verzichten?

    Antwort
  17. Wandrer

    Das Hauptproblem mit der Netzneutralität ist, dass der Netzverkehr nicht analysiert werden darf, alle Daten müssen gleich behandelt werden, eine Analyse der Daten nach Typ oder App darf nicht erfolgen.

    Antwort
  18. Serverlag

    Ich denke man sollte erstmal abwarten wie die Telekom Ihre Verträge ändern wird. Ich persönlich glaube nicht das alles so bleiben wird und somit ist es meiner Meinung nach nicht fair die Telekom als unmoralisch darzustellen. Noch bleibt es für fast 1 Jahr gleich und in der Zeit kann sich noch viel ändern. Ich selbst besitze so einen Vertrag und finde völlig verständlich das ich deswegen nicht eher aus dem Vertrag komme. Ich finde das Verbot komplett Schwachsinn und hoffe nur, das die Anbieter ihre Tarife wirklich anpassen wozu sie jetzt ja quasi gezwungen werden.

    Antwort
  19. Cycroft

    Dass StreamOn verboten wird, war abzusehen. Was die Telekom aber bis heute nicht versteht, ist die Tatsache, dass man sich um Kundenzufriedenheit auch bemühen muss. Bei meinem letzten Vertrag habe ich extra danach gefragt, ob man mir entgegenkommt und es gab kein Entgegenkommen. Als ich dann gekündigt habe, haben sie doof aus der Wäsche geschaut. So ist es auch im Festnetzbereich.

    Antwort
  20. Andreas

    Super, da macht mal die Telekom was gutes für die Kunden und dann wird es verboten. Das Ergebnis ist jetzt, die Kunden müssen sich jetzt wieder mit limitierten Datenvolumen rumschlagen. Mal ganz ehrlich, was verbraucht das meiste Datenvolumen? Genau Video- und Musikstreaming. Mit Streamon/ Vodafone Pass hatte man quasi unlimitiertes Datenvolumen, da hat ein Datenvolumen von 12-24 GB als Poweruser vollkommen ausgereicht. Bei mir als Beispiel, 80GB Youtube, 14 GB Youtube Music, der Rest waren gerade mal 8 GB. Ich will mir gar nicht ausmalen, was mich das in Zukunft kosten wird 100€ und mehr….
    Darf ich das jetzt der Bundesnetzagentur in Rechnung stellen?
    Streng genommen werden die Daten in Streamon/ Vodafone pass nicht bevorzugt! Meines Wissens nach wird nichts gedrosselt, der Kunde muss sich nur keine Sorgen um sein Datenvolumen machen.
    Ich finde es schade, dass du Optionen nun verboten sind, da es jetzt teurer wird. Wer glaubt, dass Telekom und Vodafone jetzt günstiger werden, der wird enttäuscht werden. Da wenn sie günstiger werden, sie die kleineren Anbieter aus dem Geschäft drängen würden und dann steht das Kartellamt vor der Tür.
    Also noch einmal großen Dank an die Bundesnetzagentur für eine weitere sinnfreie Entscheidung, die dem Endverbraucher schadet, weil mal wieder niemand über Folgen nachdenkt.
    Da bewahrheitet sich mal wieder ein altes Zitat der Frau Merkel: „das Internet ist für uns alle Neuland“

    Antwort
  21. Martin Rothfelder

    Etwas kurzsichtig. Netzneutralität ist wichtig, damit nicht nur die durch die wenigen Mobilfunk-Povider gepushte Dienste gepusht werden.
    Ich würde won einem „inside digital“-Magazin erwarten, dass das verstanden ist und nicht populistisch heruntergemacht wird.

    Antwort
  22. Wene

    Für mich persönlich ist StreamOn eine Tarif-Option, bei der sich jeder Inhalteanbieter beteiligen konnte – ohne Kosten.

    Das ist nachweislich nicht der Fall. Anfragen von kleinen Anbietern ignoriert die Telekom, abgesehen von diversen Hürden in Antragsverfahren. Das kann wohl auch kaum der Anspruch sein. Netzneutralität lässt sich auch nicht per Opt-In herstellen. Leider scheint es der Autor mehr mir Bauchgefühl als mit Sachkenntnis zu haben.

    Es ist die Telekom, die das auf den Rücken der Kunden austrägt. Unter anderem indem sie das Produkt bis zum Schluss vermarktet, dabei ist die Rechtslage seit Jahren klar.

    Antwort
  23. Klaus

    StreamON war von Anfang an ein Alibi-Produkt. Der Markt hat schon lange angekündigt das er mehr Datenvolumen will, in allen anderen EU-Ländern gibt es bereits bezahlbare Unlimited Mobilfunktarife mit Max. Geschwindigkeit inkl Tethering.
    Obwohl es StreamON schon seit 2016/2017 gibt und es immer wieder neue Tarife gab, war diese Option noch nie fester Tarifbestandteil und ich denke jeder kann sich beantworten, warum diese Option an sich flexibel ist, weil es von Anfang an Streit gibt. Und weil diese Option nachhaltig den Verbrauchermarkt geschädigt hat, weil wir im Jahr 2022 immer noch keine fairen Mobilfunktarife in Deutschland haben. Es ist völlig unerheblich ob jeder hätte Partner werden können oder nicht, wenn es doch so easy ist, sollte es für sie Telekom kein Problem sein, jetzt endlich auf Mbits im Mobilfunkmarkt umzuschwenken, es hätte ja jeder Partner werden können, von dem her. Du kannst doch nicht auf der einen Seite behaupten „Jeder kann Partner werden“ aber jetzt wo das verboten wurde sagen „Nee von uns kriegt ihr keine Unlimited Tarife im Mobilfunk“?
    Das macht keinen Sinn und würde nur entlarven, das die Telekom darauf spekuliert das sich eben nur die meist-genutzten Seiten melden.

    Das ist, was die Bundesnetzagentur jetzt von der Telekom und Vodafone erwartet „Mehr Datenvolumen für weniger Geld“ oder „Eine echte Datenflat für das gleiche oder weniger Geld“ aber in jedem Fall ein Vergleichbares Produkt und wenn die bis nächstes Jahr Anfang 2023 kein vergleichbares Produkt auf den Markt bringen als angemessene Alternative, muss laut Bundesnetzagentur ein Sonderkündigungsrecht eingeräumt werden.

    Bei aller Liebe: Man kann der Bundesnetzagentur und den Gerichten hier keinerlei Schuld geben. Schuld ist die unverschämte Haltung der beiden größten Anbieter in Deutschland

    Antwort
  24. Klaus

    Und nein, es ging nicht nur um SD-Inhalte. Das war eine Grundsatzdebatte inkl Tethering und Freie Gerätewahl (Sim Karten im Router).

    Lass dein Ärger bei deinem Anbieter raus

    Antwort
  25. Matthias

    Es wurde nichts verboten. Es war i.mer verboten so zu handeln. Nun wird das Verbot durchgesetzt.

    Was für ein Saftladen die Telekom zum Beispiel ist, wird jetzt noch Mal unterstrichen.

    Es wäre jetzt Zeit für echte Flatrates. Aber lieber bemüht sich die Telekom wieder den Markt zu behindern und die Kunden abzuzocken.

    Antwort
  26. overlay09

    Dass alle Inhalte-Anbieter bei StreamOn teilnehmen konnten stimmt gar nicht. Die Vertragsbedingungen dafür beinhalten einige Klauseln die es kleineren Anbietern unmöglich machen daran teilzunehmen (z.B. Hinterlegung von Zehntausenden Euro als Strafzahlung falls etwas mit der Traffic-Identifikation nicht funktioniert). Außerdem werden einige Kategorien von vornherein ausgeschlossen (z.B. Pornografie). Die Telekom reguliert hier also welche Typen von Inhalt die Kunden ansehen können (weil ohne StreamOn halt sehr schnell Schluss ist). Das ist schon lange illegal und wird jetzt halt auch durchgesetzt.

    Antwort
    • Nadine

      Das ist auch nochmal ein wichtiger Aspekt. Die greifen für meine Begriffe viel zu stark in die Nutzung ein. Danke

      Antwort
  27. Nadine

    Das scheint ja eine Klasse für sich zu sein, das die einen meinen StreamON sei was gutes und eine gute Alternative zu Unbegrenztem Datenvolumen anstatt einzusehen, das man diesen Kampf um faire Mobilfunkverträge nicht mit einem faulen Kompromiss führen darf. StreamON ist dieser faule Kompromiss. Der wird vom Unternehmen als „Innovation“ gefeiert. Was für eine grandiose Innovation:
    1. der Traffic wird gescannt
    2. Private Relay nicht nutzbar
    3. man muss sich aktiv bei der Telekom für StreamON melden
    4. Desktop Partnerseiten sind nicht abgedeckt
    5. Mobile Websites der Partnerseiten sind nicht abgedeckt
    6. Es drohen Vertragsstrafen in 5-stelliger Höhe

    uvm. Die Telekom räumt sich hier ein massives Recht ein. Das ist absolut nicht vertretbar, zumal die Mobilfunktarife der Telekom in den letzten 5-6 Jahre um 10€ teurer geworden sind. Dann versucht sie Unbegrenztes Datenvolumen mit ihren Festnetzangeboten zu verknüpfen (45€ für Unlimited ohne Handy) und zwingt die Leute mindestens 95€ im Monat zu zahlen, weil sonst kriegst du kein Unlimited für 45€.
    Anstatt hier also die Bundesnetzagentur zu kritisieren, die das einzig richtig getan hat, sollte man seinem Ärger bei der Telekom und Vodafone kundtun, und zwar wie es denn sein kann, das dieses Unternehmen total von StreamON schwärmt weils unterm Strich = Unbegrenztes Datenvolumen für Partnerseiten ist, aber sich vehement dagegen wehrt im gleichen Atemzug Unbegrenztes Datenvolumen für ALLE Seiten freizuschalten.

    Das tut schon weh, das ein paar Leute (die scheinbar vom Fach sind) dieses falsche Spiel der Telkos mitspielen

    Antwort
  28. Ferri, Dirk

    Die Lösung des Ganzen:

    Magenta Mobil S = 25 Mbits
    Magenta Mobil M = 50 Mbits
    Magenta Mobil L = 75 Mbits

    MagentaEins = Maximale Geschwindigkeit

    Das gleiche gilt für Young-Tarife, die unterscheiden sich dann nur noch im Preis

    Wichtig:
    Alle Preise bleiben wie sie sind.
    Oder es wird 5€ günstiger für alle trotz Mbits!

    Zumal die Telekom bei allen ALTEN Tarifen das Datenvolumen an die neuen Tarife angepasst hat, für den gleichen Preis (!) der eine zahlt also 10€ weniger als der Jener, der einen neuen Tarif hat.

    Was soll das?
    Dann soll die Telekom den neuen Tarifen in der aktuellen Generation die Mbits ermöglichen und nicht den alten Tarifen.
    Die sollen jetzt aber auch bloß nicht mit neuen Tarifen für mehr Geld um die Ecke kommen, von wegen 2€ mehr oder sowas. Egal was sie tut, die Preise müssen so oder so runter

    Allen voran die Telekom dreht und wendet sich wie sie lustig ist um bloß alles zu ihrem eigene Vorteil abzuwenden, die machen Geld wie kein anderes Telko-Unternehmen. Das ekelt mich schon ein bisschen an wie dieses Unternehmen agiert

    Antwort
    • Michael

      @Ferri, Dirk
      Die Leute kaufen sich iPhones für 1.000 Euro, haben dann aber kein Geld für den Tarif. Das kanns doch auch nicht sein. Netzinfrastruktur in Deutschland kostet nun mal Geld, viel Geld. Wie soll das finanziert werden wenn jeder den Tarif für einen Apfel und ein Ei haben will?

      Antwort
      • Ferri, Dirk

        Das kann ja jetzt nicht dein ernst sein, oder? Ich kann das nimmer hören, dieses Gewimmere der Telekom, die einerseits jährlich ein grandioses Geschäftsjahr verkündet und auf der anderen Seite sich jedes Mal arm-rechnet. Im Mobilfunk sind es absolut keine kostentechnischen Herausforderungen für die Telekom. Wenn sie aber im Festnetz jahrelang in VDSL investiert und jetzt langsam Glasfaser, ist das eine Misswirtschaft, die ganz bestimmt nicht die Kundschaft ausbaden muss. Im Mobilfunk jedoch sind die kosten nicht so immens wie im Festnetz. Ich kenn die Ausreden der Telekom. „Frequenzen“ jaja, in der EU gibt es überall Frenqzuenzversteigerung und alle müssen ausbauen, aber ausgerechnet in DE muss alles besonders teuer und besonders schlecht sein. Es ist ja auch kein Zufall das die „deutsche“ Telekom hier am meisten am krakeelen ist… kennt man… ist eine Sache der „Kultur“

        Antwort
        • Michael

          Du bist ja selbst am „krakeelen“ wegen 2 Euro 😂
          Denk mal darüber nach…

          Antwort
          • Ferri, Dirk

            Komm geh mir aus dem Weg du Telekomiker. Ihr habt ja jetzt wirklich direkt den nächsten Vogel abgeschossen. Weißte ey, sorry, aber wie unehrenhaft kann din Unternehmen denn sein? Da bringt die Telekom StreamON auf dem Markt um damit auf biegen und brechen bezahlbare Mobilfunktarife auf den Markt zu verhindern, feiert sich als Innovations-Motor (für diesen R0tz) , hat die höchsten Mobilfunkpreise inn Deutschland Europaweit, feiert sich als größtes Telko-Unternehmen und kommt jetzt wieder mit ner Lachnummer um die Ecke. Denen brennt doch die Birne 😀 Ich kenn kein Unternehmen (außer VG Wort und die GEMA) das so unangenehm ist wie die Telekom

  29. Snoopy

    Was hier Viele nicht erwähnen ist, das man für einen StreamOn Tarif mehr bezahlt. Für einen 12 GB Vertrag normal bezahle und ich habe einen anderen Betrag mit StreamOn. Wenn ich hier lese, man ist selber Schuld ist das eine Frechheit und Ihr habt Euch nicht richtig informiert.

    Oder man hängt dann noch 12 Monate im Vertrag, das geht nicht. Dann kann man vom Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen.

    Ich bin mal gespannt was die Telekom macht. Ich denke die muss sich was einfallen lassen, damit nicht alle Kunden weglaufen.
    Und sie nachher nicht zum Prellbock gemacht wird.

    Ach und noch zur Information, bei Vodafone sind die StreamOn Apps fasst auch alle in diesem Vodafone Pass drin.

    Bis 2023 kann noch einiges passieren.

    Antwort

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein

VERWANDTE ARTIKEL