Netflix mit Werbung offenbar mit krasser Einschränkung

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Es dauert zwar noch ein paar Monate, bis bei Netflix ein werbefinanziertes Abo-Modell nutzbar ist, doch jetzt gibt es neue Details dazu. Und die kündigen eine ziemlich heftige Einschränkung an, die nur wenigen Nutzern gefallen dürfte.
Netflix-Logo auf einem Smartphone vor Netflix-Hintergrund.
Ein günstiges Netflix-Abo mit Werbung wird es wohl nur mit massiven Einschränkungen geben.Bildquelle: T. Schneider / ShutterStock.com

Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass es bei Netflix in Zukunft auch ein werbefinanziertes Abo geben soll. Zu der preislichen Ausgestaltung sind bisher noch keine Informationen bekannt. Es ist also nach wie vor möglich, dass das Netflix-Abo mit Werbung preiswerter ausfällt als die bisherigen Preispläne. Vorstellbar wäre aber auch, dass der Streamingdienst die Preise für seine aktuellen Abos erhöht und das werbefinanzierte Modell zum Preis des aktuellen Basisangebots anbietet. So war zuletzt auch Disney+ vorgegangen.

Netflix mit Werbung wohl mit heftiger Einschränkung

Während wir zu den künftigen Netflix-Kosten also noch im Dunkeln tappen, zeichnet sich hinsichtlich der nutzbaren Funktionen bei dem werbefinanzierten Abo-Modell eine bedeutende Änderung ab. Nach Informationen von Bloomberg ist im Quellcode der Netflix-App für iPhones nämlich eine Information zu finden, wonach es mit dem No-Frills-Abo nicht mehr möglich sein wird, Downloads zu tätigen. Filme und Serien auf das Endgerät zu laden, um die Inhalte später zum Beispiel im Zug oder Flugzeug offline zu sehen, ist dem Vernehmen nach also nicht möglich.

Offiziell bestätigt ist dieser Einschnitt von Netflix bisher noch nicht. Die Informationen im Quellcode der App lassen aber zumindest Rückschlüsse zu, dass der Streamingdienst sein werbefinanziertes Modell spürbar von seinen hochpreisigen Abos unterscheiden möchte. Wörtlich soll in dem Quellcode der App folgender Text zu finden sein: „Downloads auf allen Plänen außer Netflix mit Werbung verfügbar.“ Eine mehr als deutliche Botschaft. Klar scheint auch schon zu sein, dass es nicht möglich sein wird, Werbung zu überspringen oder vorzuspulen.

Personalisierte Werbung ist das Ziel

Apropos Werbung: Ziel ist es, dass Nutzer nur Werbung sehen, die für sie auch wirklich relevant ist. Denn weitere Code-Schnipsel in der Netflix-App enthalten folgenden Text: „Lass‘ uns jetzt dein Anzeigenerlebnis einrichten. Wir benötigen nur ein paar Details, um sicherzustellen, dass du die relevantesten Anzeigen auf Netflix erhältst. Das geht ganz schnell, versprochen!“ Klar ist bereits, dass Microsoft als Vertriebs- und Technologiepartner für das Werbesystem auftreten wird.

Eine fehlende Download-Funktion von Inhalten wäre ein ziemlich großer Nachteil. Denn nicht überall, wo man Netflix oder andere Video-Streaming-Dienste nutzen möchte, steht auch mobiles Internet in der notwendigen Qualität zur Verfügung. Geplant ist, dass das werbefinanzierte Abo-Modell Anfang kommenden Jahres eingeführt wird. Eine Stellungnahme gegenüber Bloomberg lehnte Netflix ab. Das kann man als schweigende Zustimmung deuten. Es ist aber auch möglich, dass sich die aktuellen Planungen bis zur finalen Vorstellung des Preismodells noch ändern.

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