Samsung Galaxy Z Fold3 5G Hands-On: Der Schritt ins Licht?

4 Minuten
Samsung hat neben dem Galaxy Z Flip3 auch das Galaxy Z Fold3 5G vorgestellt. Mit dem neuen Modell will Samsung auch im Premium-Faltbereich in den Massenmarkt. Doch kann das gelingen? Wir haben es uns angeschaut.
Samsung Galaxy Z Flip 5G und Galaxy Z Fold 5G
Samsung Galaxy Z Flip 5G und Galaxy Z Fold 5GBildquelle:

Das Samsung Galaxy Z Fold3 5G wurde gegenüber dem Galaxy Z Fold2 (hier im Test) eher aufpoliert als revolutioniert. Samsung hat die Kamera-Einbindung überarbeitet und schlanker gemacht. Dazu besitzt das Galaxy Fold3 5G nun Wasserschutz laut IPX8. Daneben hat Samsung eine Unter-Display-Kamera eingebaut, die mit 4 Megapixeln auflöst und durch das Display sehen können soll. Die technischen Daten des Galaxy Fold3 5G sind dabei im Oberklasse-Segment verortet. Der Preis ab 1.799 Euro jedoch auch. Und doch hat das Falthandy eine positive Entwicklung gemacht.

Samsung Galaxy Z Fold3 5G im Hands-On

Nimmt man das Galaxy Z Fold3 5G zum ersten Mal in die Hand sind zwei Dinge direkt spürbar: Es fühlt sich sehr ähnlich wie das Fold 2 an. Und es kommt mit einem matten Finish wunderbar Elegant rüber. Nicht gerade elegant liegt es im zusammengeklappten Zustand in der Hand. Denn es ist, wie beim Vorgänger auch, ein schmales Handy mit doppelter Dicke. Somit passt es nicht so recht in den Markt, der sich auf dünne Handys zwischen 6 und 9 mm Dicke geeinigt hat. 
Nun kann man auch der Meinung sein, dass das Galaxy Fold3 5G im entfalteten Zustand eher genutzt wird. Doch auch dann liegt es nicht so balanciert in der Hand, wie ein herkömmliches Handy. Klar, die Breite verdoppelt sich und damit wandert der Schwerpunkt in Richtung Fingerkuppen und weg von den Handflächen. 

Aufgeklappt kommt aber ein anderes optisches Highlight zum Tragen. Die Kamera im inneren Display versteckt sich nämlich hinter dem Panel. Sie löst zwar nur mit 4 Megapixel auf, jedoch wird das für Videokonferenzen oder den WhatsApp-Anruf reichen. Das Problem ist aber, dass Samsung eine Gitterstruktur aus Display-Pixeln vor die Kamera gebaut hat und diese in einigen Situationen deutlich zu sehen ist. Also ist hier keine echte Unter-Display-Kamera verbaut, sondern eher eine getarnte Kamera. 

Samsung Galaxy Z Flip 5G und Galaxy Z Fold 5G
Samsung Galaxy Z Flip 5G und Galaxy Z Fold 5G

Wie klappt es? 

Beim Klappen verhält es sich ähnlich wie das Galaxy Z Flip3 5G. Man schnippt das Display gegen ordentlich Druck auf und schließt es ebenfalls nicht ohne Überwindung. Was Samsung noch immer nicht gelungen ist, ist das bündige Schließen des Foldables. Die beiden Flügel stehen weiterhin auseinander und gefühlt sogar nicht ganz parallel. So kann sich nicht nur Staub, sondern vor allem auch kleine Fremdkörper dazwischen klemmen.

Das wird spätestens in der Hosentasche oder einer Handtasche zum Problem. Es kommt zwar zum Teil Cornings Gorilla Glas Victus zum Einsatz, aber trotzdem ist das Vertrauen in das biegbare Display noch nicht so stark, wie es Samsung wohl gern hätte. Es schwingt also immer die Sorge mit, dass etwas zwischen den Display-Hälften diese durchstechen oder zerkratzen können. 

Samsung Galaxy Fold3 Kamera
Samsung Galaxy Fold3 Kamera

Das Scharnier ist dabei gelungen. Es sieht nicht nur gut aus, es bildet auch eine relativ geschlossene Einheit im Gehäuse. Man hat hier keine Sorgen, dass groberer Schmutz eindringen kann. Staub und Wasser können aber recht sicher durch die winzigen Öffnungen eindringen. Trotzdem verspricht Samsung einen Wasserschutz. 

Samsung macht das Galaxy Z Fold3 5G billiger

Das neue Foldable von Samsung ist gegenüber dem Vorgänger billiger geworden. Jetzt verlangt Samsung ab 1.799 Euro für die 256-GB-Version und 1.899 Euro für die mit doppelt so viel Speicher. Das ist beileibe nicht günstig, aber zumindest ein Schritt in die richtige Richtung. Denn Samsung will mit dem Galaxy Z Fold3 5G in den Massenmarkt. Das wird mit dem Preis aber sehr hart.

So bleibt eher die Hoffnung auf satte Rabatte und viel Unterstützung der Mobilfunkbetreiber, die das Premium-Smartphone wohl mit Vertrag noch am besten in den Markt bekommen. Sollte das nicht gelingen, bleibt der Wunsch vom Massenmarkt wohl unerfüllt und das Samsung Galaxy Z Fold3 5G ein Handy für Nerds und die early Adopters. 

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein