Nebula Solar im Test: Der beste Akku-Beamer für unterwegs?

6 Minuten
Der Nebula Solar ist ein kompakter Beamer mit integriertem Akku, Lautsprechern und einem eigenen Betriebssystem. So kannst du ohne weitere Hardware unterwegs Netflix, Disney+ und Co. streamen oder Inhalte von deinem Handy in groß genießen. Wir haben den Beamer ausprobiert.
Nebula Solar im Test: Der beste Akku-Beamer für unterwegs?
Nebula Solar im Test: Der beste Akku-Beamer für unterwegs?Bildquelle: Timo Brauer/ inside digital

Nebula ist eine auf Projektoren spezialisierte Untermarke des bekannten Zubehör-Herstellers Anker. Mit der Nebula Capsule hatte man bereits vor ein paar Jahren schon einmal einen kompakten Beamer für unterwegs im Angebot. Der Nebula Solar soll jedoch einiges besser machen und kommt mit Android-TV Betriebssystem inklusive Chromecast-Funktion daher. Nebula hat zwei Varianten im Angebot: Eine mit und eine ohne integrierten Akku. Ohne Akku benötigst du also zwingend eine Steckdose oder Powerbank in der Nähe.

Nebula Solar ausprobiert

In der Box des Nebula Solar findet sich neben dem Beamer selbst, eine kleine Fernbedienung und ein Ladekabel inklusive Netzteil. Super praktisch: Hierbei handelt es sich um ein normales USB-C auf USB-C Kabel mit einem 60 Watt-Netzteil. So kann man mit demselben Kabel auch Smartphone und Notebook aufladen und spart sich unterwegs wertvollen Platz im Rucksack oder Koffer.

Nebula Solar mit Fernbedienung und Notebook-Ladekabel
Ein Netzteil für Notebook, Smartphone und Beamer spart Platz im Koffer

Mit einem Gewicht von 1,3 Kilo und einer Größe von 19 x 19 x 6 Zentimetern ist der Beamer nämlich sehr kompakt. Das Gehäuse ist hochwertig verarbeitet und besteht aus weißem, mattem Kunststoff. Auf der Rückseite befindet sich ein schwarzes Gitter, hinter dem sich Lautsprecher, Lüfter und die Anschlüsse verstecken. Neben dem USB-C Stecker zum Laden handelt es sich hierbei um einen HDMI-Port zum Anschließen von externen Geräten und einen USB-A Stecker, um Medien von einem USB-Stick oder einer externen Festplatte abzuspielen.

Die Anschlüsse am Nebula Solar
Die Anschlüsse am Nebula Solar

Auf der Unterseite finden sich drei Gummifüße, die ein Verrutschen verhindern sollen. Der vordere Gummifuß kann dabei angewinkelt werden, um den richtigen Projektionswinkel einzustellen. Zusätzlich ist ein Stativgewinde in das Gehäuse eingelassen. So kannst du den Beamer auf einem Kamerastativ frei im Raum positionieren.

Wahlweise kann der Nebula Solar auf ein Stativgewinde geschraubt werden
Wahlweise kann der Nebula Solar auf ein Stativgewinde geschraubt werden

Die Software

Schaltet man den Nebula Solar zum ersten Mal ein, wird man von der Android-TV-Oberfläche begrüßt. Hier kann man sich mit dem WLAN verbinden und mit einem Google-Konto anmelden. Anschließend kannst du, wie auf dem Smartphone, Apps aus dem Google Play Store herunterladen. Der Store ist gut gefüllt und bietet ein breites Angebot an Medien-Apps, Spielen und mehr. So finden sich die TV-Apps Magenta TV, Zattoo, waipu.tv, TV-Now, Joyn und diverse Mediatheken von privaten und öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern in dem Store wieder. Auch die Streaming-Dienste Amazon Prime Video, Disney+ und Apple TV+ konnten wir installieren. Für mobilen Gaming-Spaß ist sogar das Cloud-Gaming-Angebot von Google Stadia verfügbar. Ein großer Anbieter fehlt jedoch leider: Netflix. Um dies zu kompensieren, kannst du dir den sogenannten „Nebula Manager“ herunterladen. Die App hilft dir dabei, mit wenigen Klicks Netflix und Apple AirPlay Support nachzurüsten. Fortgeschrittene Nutzer können auch Android-Apps manuell per USB-Stick installieren.

Die Bedienung der Apps aus dem Google Play Store ist simpel, wie man es von einem Smart-TV gewohnt ist. Einzig die Bedienung der „selbst gebastelten“ Netflix-App von Nebula gestaltete sich im Test schwierig. Statt zur Netflix-App auf dem Beamer zu greifen, sind wir im Test dazu übergegangen, Netflix von unserem Smartphone auf den Beamer zu streamen. Hier liegt es an Netflix, endlich mal eine universale App für Android TV herauszubringen. Auch Sky Ticket ist aktuell nicht auf Android TV vertreten, kann aber ebenfalls vom Smartphone gestreamt werden.

Die mitgelieferte Fernbedienung im Einsatz
Die mitgelieferte Fernbedienung im Einsatz

Die mitgelieferte Fernbedienung ist sehr schlicht gehalten und bietet ein integriertes Mikrofon, um auf den Google Assistant zuzugreifen. Da die Fernbedienung via Bluetooth mit dem Nebula Solar verbunden ist, benötigt sie beim Bedienen übrigens keine direkte Sichtverbindung zum Projektor. Alternativ kannst du den Beamer auch per Smartphone und der Nebula Connect App steuern.

Nebular Solar im Test: Bild und Ton

Nebula verspricht bei einem Abstand von 3,18 Metern ein 120 Zoll (ca. 3 m) großes Bild projizieren zu können. Bei 1,6 Metern Abstand sind es immerhin noch 60 Zoll (1,52 m). Dies schafft der Beamer auch ohne Probleme. Die Auflösung 1.920 x 1.080 Pixeln ist im Zeitalter von 4K-Fernsehern nicht überwältigend, aber für einen Filme– oder Spiele-Abend in Ordnung. Problematischer ist hier eher die Helligkeit. So benötigt man circa 500 ANSI Lumen, um einen Beamer auch bei Tageslicht verwenden können. Der Nebula Solar erreicht jedoch lediglich 400 Lumen. Damit ist der Beamer für einen taghellen Raum ungeeignet. Zieht man hingegen die Vorhänge zu oder wartet, bis es dunkel ist, macht der Beamer richtig Spaß. Dank der kompakten Größe sind deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt. Jede weiße Wand oder Decke kann zu einer Leinwand werden.

Die Bildschärfe-Einstellung und Trapezkorrektur (auch Keystone-Korrektur genannt) werden automatisch vorgenommen, wenn der Beamer eine Veränderung bemerkt. Dafür ist neben der Linse eine kleine Kamera zur Kontrolle verbaut.

Die Betriebslautstärke ist mit unter 30 Dezibel äußerst leise. In einem stillen Raum ist der Beamer leise wahrnehmbar, wenn man jedoch einen Film startet, hört man den Lüfter nicht mehr.

Beamer und Bluetooth-Box für unterwegs

Der Ton aus den beiden 3 Watt-Lautsprechern ist alltagstauglich und mit besseren Tablet- oder Notebook-Lautsprechern vergleichbar. Über einen Button auf dem Beamer kannst du zudem in einen Bluetooth-Speaker Modus wechseln. In diesem wird der eigentliche Projektor ausgeschaltet und du kannst den Nebula Solar als normale Bluetooth-Box verwenden.

Nebula Solar ausprobiert: Unser Testfazit und Alternativen

Der Nebula Solar ist ein cooles Gadget für unterwegs. Dank der integrierten Android-TV Software musst du keine zusätzliche Hardware mit dir herumschleppen und kannst dank Chromecast-Support auch direkt von deinem Smartphone auf den Beamer streamen. Praktisch ist auch der zur Stromversorgung verwendete USB-C Port. So brauchst du unterwegs im Zweifel nur ein einziges Ladekabel oder kannst den Beamer von einer Powerbank aus betreiben. Schade ist lediglich, dass es keine offizielle Netflix-App gibt. Dennoch ist der Nebula Solar unserer Meinung nach der beste portable Beamer für unterwegs.

Der Nebula Solar ist für rund 550 Euro bei Amazon erhältlich. Das Modell mit Akku kostet circa 100 Euro mehr. Im Test haben wir damit eine Laufzeit von 2 Stunden und 45 Minuten beim Video-Streaming erreicht.

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Ob sich der Aufpreis zur Variante mit integriertem Akku lohnt, hängt von dem geplanten Anwendungsfall ab. Wir würden dir aufgrund der höheren Flexibilität auf jeden Fall dazu raten. Insbesondere, da es das Modell mit Akku immer mal wieder reduziert zum selben Preis wie das Basis-Modell gibt.

Nebula Solar Empfehlung als guter Mobilprojektor

Pros des Nebula Solar

  • leicht und kompakt
  • schick und hochwertig verarbeitet
  • flexible Verwendung
  • USB-C-Anschluss zum Laden
  • automatische Bildeinstellung
  • leise Betriebslautstärke

Contras des Nebula Solar

  • zu dunkel für eine Verwendung bei Tageslicht
  • Android TV mit fehlenden Apps (etwa Netflix)

Alternative: USB-C Monitor

Mit dem portablen Nebula Solar hast du dein persönliches Kino immer mit dabei. Jedoch benötigt der Beamer eine dunkle Umgebung, wie unser Test gezeigt hat. Eine Alternative für unterwegs wäre ein USB-C-Monitor. Diese Monitore gibt es in Größen zwischen 13 und 16 Zoll – also vergleichbar mit einem Notebook. Verbunden mit einem Smartphone kannst du darauf Filme gucken oder hast einen zweiten Monitor zum Arbeiten mit deinem Notebook zur Hand. Großer Vorteil: Eine Verwendung ist auch bei Tageslicht möglich. Dafür ist diese Lösung natürlich deutlich kleiner und benötigt zwingend ein Smartphone.

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Bildquellen

  • Nebula Solar ausprobiert: Timo Brauer
  • Nebula Solar Anschlüsse: Timo Brauer
  • Nebula Solar Befestigung: Timo Brauer
  • Nebula Solar Fernnbedienung: Timo Brauer
  • Lenovo ThinkVision M14 im Test: Blasius Kawalkowski
  • Nebula Solar Projektor: Timo Brauer
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