Laser wie beim Akkusauger, eine voll ausgestattete Basisstation und eine Wischwalze statt der üblichen Wischpads. Der Dyson Spot+Scrub Ai tritt mit praktischen Funktionen in den Ring ein. Aber lohnt sich der Putzroboter wirklich?
So richtest du den Dyson Spot+Scrub Ai ein
Mit dem Spot+Scrub Ai wagt Dyson echtes Neuland. Denn es ist ihr erster Saugroboter überhaupt mit Wischsystem. Und statt auf herkömmliche Wischpads zu setzen, verbaut Dyson eine rotierende Wischwalze, die kontinuierlich mit frischem Wasser arbeitet. Das hat einen klaren Vorteil: Der Roboter schmiert keinen Dreck durch die Wohnung, weil die Reinigungsausrüstung während der Reinigung mit frischem Wasser versorgt wird.

Allerdings bringt die Walze auch eine gewisse Körperfülle mit sich. Mit einer Höhe von 11 cm überragt der Spot+Scrub Ai die Konkurrenz deutlich. Zum Vergleich: Der neueste Roborock-Saugroboter (Test), misst gerade einmal 7,98 cm. Dazu gesellt sich ein Durchmesser von 37 cm. Auch das ist mehr als bei den meisten Mitbewerbern.

Die Station hat Dyson ordentlich aufgemöbelt. Es gibt jetzt ein Zwei-Tanksystem, wobei beide Tanks je zwei Liter fassen. Recht wenig im Vergleich zur Konkurrenz. Hinter dem Frischwassertank sitzt ein separater Behälter für Reinigungsmittel, das ihr selbst besorgen müsst, da im Lieferumfang keins enthalten ist. Praktisch hingegen: Der beutellose Staubbehälter zeigt dir auf einen Blick, wann er geleert werden muss, und spart dir dauerhaft die Kosten für Staubbeutel. Die Einrichtung über die Dyson-App läuft schnell und unkompliziert. WLAN-Daten und Mailadresse eingeben, und schon erkundet der Roboter deine Wohnfläche auf eigene Faust.

Funktionen der Dyson-App
Die App fühlt sich anders an als das, was man von der Konkurrenz kennt. Während Karte und Reinigungseinstellungen bei anderen Apps direkt im Hauptmenü warten, muss man sich bei Dyson erst etwas einarbeiten, bis man die Menüstruktur verinnerlicht hat.

Hast du das geschafft, stehen dir drei Saugstufen und drei Wasserdurchflussraten zur Auswahl. In den erweiterten Einstellungen lassen sich außerdem die Trocknungsdauer der Wischwalze festlegen und ob bei der Reinigung Heißwasser zum Einsatz kommen soll.

So gut ist die Saugleistung
Auf dem Papier sieht die Saugkraft mit 19.000 Pa eher bescheiden aus. Highend-Modelle wie der Roborock Saros 20 etwa bringen es auf 36.000 Pa. Im Alltag schlägt sich der Spot+Scrub Ai auf Hartböden aber ordentlich. Auf Teppichen hingegen fällt die Leistung spürbar ab, und Tier- oder Menschenhaare wickeln sich zuverlässig um die Hauptbürste. Somit wird das Entwirren zur unfreiwilligen Routine. Ohne ausfahrbare Seitenbürste und mit dem breiten Gehäuse kommt der Roboter außerdem nicht konsequent in Ecken. Das ist ein echter Schwachpunkt.

Neues Wischsystem an Bord
Hier steckt das Highlight in Dysons neuem Saugroboter. Denn Dyson verbaut eine Wischwalze, die noch dazu nach außen fahren kann. Das Beste: Du kannst die Nassreinigung mit Heißwasser durchführen. Eingetrocknete Flecken? Kein Problem für den Roboter. Das schafft sonst kaum ein Saugroboter, und wenn, dann nur deutlich teurere Modelle.
Einen Wermutstropfen gibt es dann aber doch: Die Seitenbürsten werden während des Wischvorgangs nicht angehoben. Das bedeutet, sie werden bei feuchten Rückständen nass – und das ist etwas, was viele Konkurrenten durch automatische Anhebung längst gelöst haben.

Überzeugende Navigation und Hinderniserkennung
Dank ausgesparter Lasersensoren hat der Spot+Scrub Ai eine 180°-Sicht. Kamera und Kreuzlaser kümmern sich um die Hinderniserkennung, unterstützt von einem grünen LED-Licht knapp über dem Boden. Die selbe Technik, die man bereits von Dyson-Akkusaugern kennt und die Schmutz besser sichtbar macht. Im Test erkennt er Hindernisse wie Kabel zuverlässig, gelegentliche Rempler gegen Stuhl- und Tischbeine gehören aber dazu. Aber auch das kennt man allerdings von teureren Geräten.
Richtig überrascht hat uns die Akkulaufzeit. Der Spot+Scrub Ai ist nicht nur auf höchster Saugstufe leiser als die Konkurrenz. Er hält auch länger durch als viele Geräte von Roborock oder Dreame. Für große Wohnungen weit über 100 m² ist der Dyson-Roboter damit bestens geeignet.
Nach getaner Arbeit übernimmt die Station: Sie saugt den Staub ab, reinigt die Walze und trocknet sie geräuscharm mit Heißluft. Schade nur, dass die App keinen Fortschritt für den Trocknungsvorgang anzeigt. Noch dazu ist der Reinigungsprozess ziemlich laut.

Fazit: Solltest du den Dyson Spot+Scrub Ai kaufen?
Auf dem hart umkämpften Saugrobotermarkt hat Dyson keinen leichten Stand. Alternativen wie der Dreame L10s Ultra Gen 3 (Test) oder der Roborock Qrevo Curv 2 Flow (Test) bieten teils ähnliche oder bessere Leistung zu einem günstigeren Preis. Der Spot+Scrub Ai macht aber Sinn, wenn du eine große Wohnung hast, die exzellente Akkulaufzeit brauchst, und vor allem Wert auf eine erstklassige Wischfunktion legst. Die Nassreinigung mit Heißwasser ist wirklich auf Top-Niveau.
Hinzu kommt: Dyson bietet im Vergleich zu vielen anderen Herstellern einen überdurchschnittlichen Kundensupport. Und der Preis? Mit 999 Euro ist der Spot+Scrub Ai eigentlich überraschend günstig. Denn der Vorgänger Dyson 360 Vis Nav, ein reiner Saugroboter ohne Wischfunktion, kostete zum Start deutlich mehr. Der Dyson Spot+Scrub Ai ist bereits bei Amazon erhältlich.

Pro:
- Starke Wischleistung, da mit Heißwasser gewischt wird
- Leiser Roboter
- Gute Teppicherkennung
- Solide Saugleistung
- Beutellose Staubbox
Contra:
- Funktionen in der App breit verstreut
- Hoher Roboter
- Probleme bei der Eckenreinigung
- Seitenbürsten nicht ausfahr- oder anhebbar
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