Vodafone auf der IAA: Gigacar trifft auf 5G-Luftschiff von Airbus

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Die IAA in Frankfurt ist in erster Linie eine Automobilausstellung. Vodafone ist als Mobilfunk-Netzbetreiber vor Ort, um darüber zu informieren, wie es möglich ist, 5G ins Auto und in den Verkehr im Allgemeinen zu integrieren. inside digital hat im Gigacar Platz genommen und sich zeigen lassen, wie sich ein Luftschiff von Airbus per 5G aus der Ferne steuern lässt.

Es ist ein bisschen schwierig, den Messestand von Vodafone auf der IAA zu finden. Er liegt, anders als man es vielleicht vermuten könnte, nicht zentral in einer der großen Hallen, sondern ziemlich abseits. Und das ist schade. Denn das, was der Mobilfunker aus Düsseldorf vor Ort zu zeigen hat, ist alles andere als uninteressant.

Da wäre zum Beispiel der E-Roller von Uno, der sich vernetzt mit dem Internet der Dinge zum Beispiel per Smartphone starten lässt. Auch das Teilen mit Freunden oder Familienmitgliedern ist per Smartphone-App möglich. Einen physischen Schlüssel braucht man zum Starten des Rollers nicht mehr.

Ein Gigacar für die mobile Unterhaltung im Auto

Nicht minder interessant ist das Gigacar. In diesem Auto – ein Audi e-tron – kommt über einen integrierten Hotspot nicht nur eine Highspeed-Internetverbindung zum Einsatz. Auch vom Smartphone bekannte Online- oder Streamingdienste sind über Multimedia-Monitore direkt ansteuerbar.

Während der Fahrer vorne Zugriff auf eine Echtzeit-Verkehrsnavigation mit aktuellen Warnungen vor Gefahrensituationen hat, können die Kinder in der zweiten Sitzreihe zum Beispiel auf ihre Lieblingsserie bei Netflix zugreifen. Und dank Vodafone Pass wird das wertvolle mobile Datenvolumen während des Streamings im besten Fall nicht einmal angefasst.

Vodafone GigacarQuelle: Hayo Lücke / inside digital

Mehr noch: Das Vodafone Gigacar erkennt auch automatisch, wer das Auto gerade per Fingerabdrucksensor geöffnet hat und stellt selbständig die gewünschte Sitzposition des Fahrers ein. Auch die Lieblings-Playlist steht direkt im vernetzten Fahrzeug über das integrierte Multimediasystem zur Verfügung.

Und selbst die Einrichtung eines rollenden Büros ist von Vodafone im Gigacar ausdrücklich vorgesehen. Eine faltbare Tastatur ist in Windeseile aus der Armlehne genommen. Per 5G lässt sich anschließend die zu bearbeitende Excel- oder Powerpoint-Datei aus dem Internet auf einen in die Kopfstütze integrierten Monitor übertragen. Dort sind übrigens auch Skype Business Calls nutzbar.

Kurzum: Über 5G mit dem Smartphone im Internet zu surfen ist das eine, die technischen Möglichkeiten sind aber sehr viel umfassender.

Airbus-Luftschiff fliegt (auch) danke 5G

Das sieht man bei Vodafone auf der IAA an noch ganz anderer Stelle. Denn wenn es die Wetterbedingungen zulassen, können Besucher des Vodafone-Stands auch ein zwölf Meter großes Airbus-Luftschiff names „ALtAIR“ per 5G abheben lassen. Für inside digital war ein Test des im nordrhein-westfälischen Aldenhoven stationierten Luftschiffs wegen zu heftigen Windes leider nicht möglich. Doch schon in der Theorie wird schnell deutlich, dass 5G auch hier weit mehr ist als ein normaler, neuer Mobilfunkstandard.

Das Luftschiff fliegt komplett autonom. Ähnlich wie eine Drohne. Es ist aber quasi lautlos unterwegs, weil es ohne mechanisch angetriebene Rotoren auskommt. Dadurch lässt es sich auch besser über besiedelten Gebieten oder bei Großveranstaltungen einsetzen. Airbus verhandelt zum Beispiel mit der Stadt Paris über einen Einsatz während der Olympischen Spiele 2024.

Die Steuerung des bis zu 60 km/h schnellen „ALtAIR“ erfolgt in Echtzeit über das 5G-Netz von Vodafone. Dabei kommt das so genannte Network Slicinig zum Einsatz. So ist gesichert, dass dem Luftschiff die höchstmöglichen Bandbreiten und niedrigsten Latenzzeiten zur Verfügung stehen. Ein Teil der zur Verfügung stehenden 5G-Frequenzen wird schlicht für die Steuerung des Airbus-Luftschiffs reserviert. Im unwahrscheinlichen Fall eines kompletten Netzausfalls fliegt das Luftschiff automatisch zu jenem Ort zurück, an dem es gestartet ist. 

Überall dort, wo die 5G-Luftschiffe in bis zu 1,8 Kilometern Höhe für maximal acht Stunden zum Einsatz kommen, müssen sie aber nicht nur für mehr Sicherheit sorgen. Denkbar ist zum Beispiel auch, dass sie auf Konzerten ein Livestreaming aus interessanten neuen Kamerawinklen bieten. Mit ihrer Hilfe ließen sich zudem hochauflösende 3D-Modelle und Karten für Navigationssysteme autonom fahrender Fahrzeuge erstellen.

Ohne Zweifel bietet 5G viel mehr Möglichkeiten, als man sich in einem ersten Gedankengang vorstellen kann. Vodafone zeigt das mit seinen Partnern auf der IAA auf eindrucksvolle Art und Weise.

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