O2: Der Datentraffic verfehlt historische Schwelle nur knapp

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Telefónica Deutschland hat das Kundenwachstum im Vertragskundensegment auch im ersten Quartal 2021 bestätigen können. Beachtlich sind aber auch andere Zahlen. Zum Beispiel der kontinuierlich steigende Datentraffic.
Telefónica O2 Gebäude in München
Für O2 lief das zweite Quartal erfolgreich.Bildquelle: Telefónica Deutschland

Neben der Deutschen Telekom hat auch Netzbetreiber Telefónica Deutschland am Mittwoch neue Zahlen für das abgeschlossene erste Quartal vorgelegt. Die Muttergesellschaft von Marken wie O2 und Blau hielt den Umsatz auf einem stabilen Niveau und konnte im Mobilfunk ein ordentliches Kundenwachstum verzeichnen. Viel Geld investierte der Konzern in seinen Netzausbau.

Weniger Prepaid-Kunden, mehr Vertragskunden

Zwischen Januar und März konnte Telefónica in Deutschland laut Quartalsbericht 153.000 Mobilfunkkunden gewinnen. Ende März standen somit 44,43 Millionen aktive SIM-Karten in den Bilanzen. Während die Zahl der aktiven Prepaid-Karten in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres um 108.000 auf 19,18 Millionen zurückging, legte der Bestand an werthaltigen Vertragskunden um 220.000 auf 23,80 Millionen zur. Hinzu kamen zum Stichtag 1,45 Millionen SIM-Karten, die im M2M-Segment (Internet der Dinge) ihren Dienst verrichten.

Weniger erfreulich: Im Festnetz-Geschäft verlor Telefónica im Berichtszeitraum 7.000 Breitband-Kunden. Gleichzeitig kletterte die Zahl der VDSL-Kunden aber um 9.000 an. Ende März standen somit in Summe 2,25 Millionen Breitband-Kunden unter Vertrag, davon 1,81 Millionen mit VDSL-Anschluss.

Der Umsatz von Telefónica Deutschland notierte unterdessen im ersten Quartal auf stabilem Niveau. Verglichen mit dem gleichen Zeitraum des Vorjahres verbesserten sich die Umsatzerlöse um 0,2 Prozent auf 1,85 Milliarden Euro. Davon steuerte allein das Mobilfunkgeschäft 1,65 Milliarden Euro bei. Das bereinigte Betriebsergebnis resultierte mit 562 Millionen Euro um 5,5 Prozent besser als vor einem Jahr. Unter dem Strich stand aber ein Verlust von 40 Millionen Euro. Im ersten Quartal 2020 war noch ein Verlust von 44 Millionen Euro angefallen.

5G-Netz von O2 wächst

In den Ausbau seiner Netze und Services investierte Telefónica Deutschland nach eigenen Angaben im ersten Quartal 228 Millionen Euro. Mittlerweile funkt das 5G-Netz des Anbieters in über 30 deutschen Städten mit rund 1.000 5G-Antennen. Bis Ende 2021 sollen mehr als 30 Prozent der Bevölkerung von 5G im Telefónica-Netz profitieren können. Bis Ende 2025 ist eine deutschlandweite 5G-Versorgung vorgesehen.

Das wird auch den mobilen Datenverkehr weiter steigen lassen. Die Schwelle von 500.000 Terabye Datentraffic haben die Telefónica-Deutschland-Kunden im ersten Quartal nur knapp verpasst. In Summe protokollierten die Server 499.706 TB Datenfluss zwischen Januar und März. Zum Vergleich: Vor einem Jahr waren es nur knapp 314.000 TB.

Bildquellen

  • O2-Logo an einem Shop: Comofoto / Adobe Stock
  • Tellefónica Q1 2021: Telefónica Deutschland
O2 Logo an einem Shop mit Fahnen
O2: 5G für mehr Bestandskunden
Es scheint, als würde O2 seinen Fokus komplett auf 5G verlegen und das Feld von hinten aufzäumen. Erst vor acht Monaten ging O2 mit 5G an den Start und hat seitdem ein beachtliches Netz echter 5G-Sender aufgebaut. Jetzt gibt man das Netz für mehr Kunden als bislang frei – auch für Bestandskunden.

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