Neue Autos: Volvo, Renault und Hyundai zeigen neue E-Modelle

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Bist du auf der Suche nach einem neuen Auto? Wir zeigen dir in einem Überblick, welche neuen E-Fahrzeuge von verschiedenen Herstellern jüngst präsentiert wurden. Mit dabei sind gleich mehrere namhafte Konzerne.
Volvo V90 in der Frontansicht mit neuen Tagfahrlichtern.Bildquelle: Volvo

Dass die Corona-Krise auch die Automobilbranche getroffen hat, haben wir dir hier bei inside digital schon ausführlich berichtet. Zahlreiche Werke stehen still, vielerorts ist Kurzarbeit angemeldet – zum Beispiel bei Volkswagen und Daimler – und trotzdem haben wir auch in dieser Woche ein paar interessante Neuigkeiten vom (E-)Automobilmarkt für dich. So hat nicht nur Volvo neue Mild-Hybrid-Modelle angekündigt, sondern auch von Renault gibt es spannende Neuigkeiten.

Volvo

Das Angebot von Volvo an Autos mit Mild-Hybrid-Technologie soll wachsen. Der schwedische Autobauer kündigte jetzt an, zum neuen Modelljahr 2021 die Modelle Volvo S60/V60/V60 Cross Country sowie Volvo S90/V90/V90 Cross Country mit einer neuen Generation der Drive-E Benzinmotoren mit elektrischer Unterstützung auszustatten. Für die beiden SUV-Modelle Volvo XC60 und Volvo XC90 stehen die Mild-Hybrid-Antriebe schon seit vergangenen Herbst zur Verfügung.

Die neuen elektrifizierten Benzinmotoren sind künftig wie alle Mild-Hybride im Volvo-Programm am „B“ in der Motorenbezeichnung zu erkennen. Je nach Modell decken die aufgeladenen Benzin-Direkteinspritzer ein Leistungsspektrum von 120 kW (163 PS) im B3 bis 220 kW (330 PS) im B6 AWD ab. Die Kraftübertragung erfolgt jeweils über ein überarbeitetes Achtstufen-Automatikgetriebe.

Das Mild-Hybrid-System erlaubt zwar kein rein elektrisches Fahren, trägt aber mit einer Zusatzleistung von 10 kW (14 PS) und 40 Nanometern Drehmoment zu mehr Leistung speziell beim Beschleunigen bei. Volvo verspricht eine Reduzierung von Kraftstoffverbrauch und Emissionen unter realen Alltagsbedingungen von bis zu 15 Prozent.

Für Autofans ebenfalls interessant: Der Volvo S90, der Volvo V90 und der Volvo V90 Cross Country werden zum neuen Modelljahr 2021 auch optisch modifiziert. Die Einstiegspreise für die neuen Mild-Hybrid-Modelle bewegen sich zwischen 38.900 (Volvo V60 B3) und 66.850 Euro (Volvo V90 Cross Country B6 AWD). Eine Umweltbonus gibt es für Mild-Hybrid-Fahrzeuge aber nicht.

Der neue Volvo V90 (2021) kommt mit Mild-Hybrid-System und in überarbeitetem Design.

Renault

Der französische Automobilhersteller Renault hat unterdessen verlauten lassen, dass bis 2022 das Angebot an elektrifizierten Modellen deutlich erweitert werden soll. Neben acht reinen Elektrofahrzeugen sind auch zwölf E-Tech-Modelle mit Hybrid- oder Plug-in-Hybrid-Antrieb Teil der Zukunftsstrategie. Den Anfang machen der Renault Clio E-Tech, der Renault Captur E-Tech Plug-in und der Renault Mégane E-Tech Plug-in mit den ersten Plug-in-Hybridantrieben der Marke.

Renault Clio E-Tech

Mit dem Renault Clio E-Tech steht das erste von zwölf Serienfahrzeugen zur Verfügung, die sowohl mit Verbrennungsmotor als auch mit Hybridantrieb erhältlich sind. Das System umfasst einen 1,6-Liter-Benzinmotor, zwei Elektromotoren, eine Batterie mit 1,2 kWh Kapazität und ein komplett neu entwickeltes Multi-Mode-Getriebe. Das Fahrzeug startet immer im Elektromodus, der Wechsel in den hinsichtlich Leistung, Beschleunigung und Kraftstoffverbrauch besten Antriebsmodus erfolgt automatisch. Dank Rekuperation verspricht Renault, dass im Stadtverkehr bis zu 80 Prozent aller Wege rein elektrisch gefahren werden können.

Primär für den Stadtverkehr gedacht: der Renault Clio E-Tech Hybrid.

Renault Captur E-Tech Plug-in

Im Laufe des Frühjahrs steht mit dem Renault Captur E-Tech Plug-in auch das erste Renault-Fahrzeug mit Plug-in-Hybrid-Technologie zur Verfügung. Der Antrieb ist eine Gemeinschaftsentwicklung der Allianz Renault-Nissan-Mitsubishi und vereint nach Angaben des Herstellers 150 Patente in sich. Auch bei diesem Auto kommt ein 1,6-Liter-Benzinmotor zum Einsatz, dem zwei Elektromotoren zur Seite stehen. Die Lithium-Ionen-Batterie im Captur E-Tech Plug-in verfügt über eine Kapazität von 9,8 kWh.

Auch das Crossover-Modell Renault Captur kommt demnächst als Plug-in-Hybrid-Modell in den Handel.

Die rein elektrische Reichweite soll bei bis zu 65 Kilometern liegen. Bezieht man auch Überlandfahrten mit bis zu 135 km/h mit ein, soll die elektrische Reichweite 45 Kilometer betragen.  Die kumulierte Leistung beträgt 116 kW (158 PS), das Drehmoment 300 Nanometer.

Renault Mégane E-Tech (Plug-in)

Und auch den Renault Mégane gibt es zukünftig als teilelektrifiziertes Modell zu kaufen. Im Sommer geht es mit einem Hybrid-Modell los (Mégane Grandtour E-Tech), zu einem noch nicht näher spezifizierten Zeitpunkt folgt das Plug-in-Hybrid-Modell. Die Hybrid-Variante ist ebenfalls mit einem 1,6-Liter-Benzinmotor mit zwei Elektromotoren und der Lithium-Ionen-Batterie mit 9,8 kWh Kapazität ausgestattet. Bei einer Höchstgeschwindigkeit von 135 km/h im E-Modus ist eine WLTP-Reichweite von bis zu 50 Kilometern möglich, verspricht der Hersteller. Bist du nur im Stadtverkehr unterwegs, ist eine Steigerung der rein elektrisch gefahrenen Reichweite auf bis zu 65 Kilometer möglich.

Der Kombi des Renault Mégane kommt zunächst als Hybrid- und später auch als Plug-in-Hybrid auf den Markt.

Hyundai

Neues gibt es auch vom E-Auto Hyundai Kona Elektro. Das Fahrzeug mit 150 kW und 64-kWh-Batterie ist jetzt mit einer verbesserten Reichweite verfügbar. Sie liegt nun bei maximal 484 Kilometern – 35 Kilometer mehr als bisher. Möglich machen das spezielle Leichtlaufreifen und Anpassungen beim Fahrwerk.

Zudem interessant: Das Fahrzeug lässt Hyundai jetzt auch in einem Werk im tschechischen Nosovice produzieren, was die Lieferzeit verkürzt. Optional kannst du ein neues Heckträger-System kaufen, auf dem sich zum Beispiel ein Fahrradträger montieren lässt. Aktuell gewährt Hyundai für den Kona Elektro einen Umweltbonus in Höhe von 8.000 Euro.

Den Hyundai Kona Elektro gibt es jetzt mit mehr Reichweite zu kaufen.

Mercedes-Benz

Einen weiteren Schritt in Richtung Serienmodell hat unterdessen der Mercedes-Benz EQV 300 genommen. Bei Eis und Schnee wurde der Van auf die Wintererprobung am Polarkreis geschickt. Bei Temperaturen von bis zu -30 Grad Celsius, vereister Fahrbahn und tiefem Schnee musste der EQV seine Einsatzfähigkeit unter Extrembedingungen unter Beweis stellen. Und das ist nach Angaben von Mercedes-Benz gelungen.

„Wir haben dem EQV bei der finalen Wintererprobung noch einmal alles abverlangt – und das Fahrzeug hat sich sehr gut geschlagen. Durch die umfangreichen Tests konnten wir die letzten Meilensteine auf dem Weg zur Marktreife nehmen“ Benjamin Kaehler, Leiter [email protected] bei Mercedes-Benz Vans

Die Markteinführung im zweiten Halbjahr 2020 kann also kommen. Er wird in zwei Radständen und mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen angeboten. Die Hochvoltbatterie ist im Unterboden integriert, sodass der 6-Sitzer auch zum 7- oder gar 8-Sitzer umbaubar ist. In der Spitze ist eine Leistung von 150 kW (204 PS) und ein Drehmoment von 362 Newtonmetern möglich. Die Höchstgeschwindigkeit des rein elektrisch angetriebenen EQV 300 liegt bei 160 km/h. Ein Preis steht noch nicht fest.

Der in zwei Größen verfügbare Mercedes-Benz EQV 300 rückt seiner Markteinführung näher.

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