Mehr Updates für Smartphones: Es tut sich Erstaunliches

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OnePlus und Oppo haben angekündigt, ihre Smartphones länger als bisher vorgesehen mit wichtigen Updates zu versorgen. Damit nehmen die chinesischen Hersteller den Marktführer Samsung ins Visier und bauen auch gegenüber anderen Herstellern ordentlich Druck auf.
Sicherheitsupdate für ein Nokia-Smartphone wird angezeigt
Updates für Smartphones sind vor allen hinsichtlich der Sicherheit wichtig.Bildquelle: Hayo Lücke / inside digital

Wenn du regelmäßig bei inside digital vorbeischaust, dann weißt du, dass wir dich kontinuierlich über die neuesten Smartphone-Updates zahlreicher Hersteller informieren. Zwar nimmt es nicht jeder Smartphone-Hersteller mit Firmware-Aktualisierungen allzu genau, doch die vergangenen Tage haben gezeigt, dass man sich wohl darauf einstellen kann, dass ein neu gekauftes Handy in Zukunft länger mit den so wichtigen Aktualisierungen ausgestattet wird – wenn man sich für den richtigen Hersteller entscheidet.

Oppo: Updates für drei Jahre werden die Regel

Das könnte zum Beispiel Oppo sein. Denn der chinesische Hersteller hat sich auf die Fahnen geschrieben, neue Smartphone-Modelle in Zukunft drei Jahre lang mit Sicherheitsupdates zu versorgen. Und dabei spielt es nach Unternehmensangaben keine Rolle, ob man sich für ein Modell der Flaggschiff-Serie Find X entscheidet, für ein Reno-Modell oder für ein Einsteiger-Gerät der A-Klasse. Kunden sollen ihre Smartphones länger ohne Sicherheitsbedenken nutzen können, heißt es aus der Deutschland-Zentrale von Oppo in Düsseldorf.

Einen wichtigen Unterschied gibt es aber doch, der von jedem interessierten Käufer eines Oppo-Smartphones beachtet werden sollte. Denn wenn du dich für ein Find-X-Modell entscheidest, erhältst du jeden Monat einen neuen Sicherheitspatch. Bei Reno- und A-Serien-Geräten landen neue Sicherheitsupdates hingegen nur alle drei Monate auf dem Smartphone. Ähnlich geht auch Samsung vor. Günstige Smartphones erhalten seltener Updates als teurere.

OnePlus setzt noch einen drauf

Und auch OnePlus, erst kürzlich unter die Regie von Oppo gestellt, beglückt die eigenen Kunden in Zukunft mit mehr Updates. Weil man im Zusammenspiel mit Oppo Zugriff auf ein größeres Entwicklerteam habe und von mehr Kapazitäten bei Forschung und Entwicklung profitiere, habe man sich entscheiden, das Erlebnis rund um die Smartphone-Oberfläche OxygenOS zu verbessern. Auch zukünftig sollen global verfügbare OnePlus-Smartphones auf OxygenOS basieren, hinsichtlich der Bereitstellung von Updates ergeben sich aber Änderungen.

Die aktuelle Flaggschiff-Serie rund um das OnePlus 8 und künftige Top-Produkte sollen drei große Android-Upgrades erhalten. Ein Modell, das mit Android 11 auf den Markt kommt, erhält also nach heutigem Stand der Dinge Aktualisierungen auf Android 12, Android 13 und Android 14. Sicherheitsupdates soll es für diese Geräte sogar vier Jahre lang geben. Wichtig: Ältere Top-Modelle werden nur mit zwei großen Android-Upgrades und drei Jahren Sicherheitsupdates versorgt. Also zum Beispiel auch Geräte der OnePlus 7 Serie.

Günstigere OnePlus-Smartphones der Nord– und Nord-CE-Familie erhalten nach Angaben des Herstellers zwei große Android-Upgrades und drei Jahre lang Sicherheitsupdates. Wer sich für ein vergleichsweise preiswertes Smartphone der OnePlus Nord N Serie entscheidet, muss hingegen mit deutlichen Update-Einschränkungen leben. Geräte wie das OnePlus Nord N10 oder OnePlus Nord N100 erhalten nur ein großes Android-Upgrade. Sicherheitsupdates sind aber auch bei diesen Handys für drei Jahre garantiert.

Samsung verspricht bis zu fünf Jahre Sicherheitsupdates – mit Einschränkung

Samsung geht sogar noch einen Schritt weiter. Satte fünf Jahre erhältst du ab dem Zeitpunkt der globalen Markteinführung regelmäßige Sicherheitsupdates. Allerdings nur, wenn du dich für ein Modell der S20 oder S21 Serie, der Note20 Serie oder für das Galaxy XCover 4 entscheidest. Und nur dann, wenn es sich um ein Enterprise-Modell für Geschäftskunden handelt. Aber auch Privatkunden lässt der koreanische Hersteller nicht im Regen stehen. Bis zu vier Jahre Sicherheitsupdates sind auch für sie vorgesehen.

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