Amazon auf Einkaufstour: James Bond bald bei Prime?

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Amazon wächst und wächst – und das in alle möglichen Himmelsrichtungen. Der neueste Coup, den Gründer Bezos landen konnte, wird vor allem die Streaming-Konkurrenz treffen. Denn der Online-Händler schluckt eines der traditionsreichsten Filmstudios Hollywoods.
James Bond Keine Zeit zu sterbenBildquelle: MGM/Universal

Taucht der bekannte Vorspann mit dem brüllenden Löwen auf, weiß man: Es folgt ein Film von Metro Goldwyn Mayer, kurz MGM. Mit der Blütezeit der US-Filmindustrie in den 1920er Jahren gegründet, endet die Geschichte des Studios vorerst bei Amazon. Denn Jeff Bezos hat das Filmstudio jüngst mit einem milliardenschweren Deal übernommen. Bis dato war MGM eines der wenigen Filmstudios gewesen, die noch unabhängig arbeiteten.

Amazon kauft MGM: Das steckt hinter dem Deal

Rund 8,5 Milliarden US-Dollar (umgerechnet etwa 7 Milliarden Euro) hat es sich Amazon kosten lassen, MGM zu kaufen. Entsprechende Gerüchte standen bereits seit längerer Zeit im Raum. Nun muss der Deal abschließend nur noch durch die US-Aufsichtsbehörde abgesegnet werden. Dabei steht nicht so sehr das Filmstudio samt Image als solches im Vordergrund, sondern vielmehr die Rechte am Serien- und Filmkatalog, die sich Amazon mit dem Kauf exklusiv für sich sichern kann. Konkret an knapp 4.000 Filme und 17.000 Serien. Dazu zählt etwa die „James Bond“-Filmreihe, „Der Hobbit“, „Rocky“ oder auch „Natürlich Blond“. Dabei war 007 wohl der ausschlaggebende Grund, warum Amazon MGM aufkauft.

„Der wahre finanzielle Wert hinter dem Deal liegt in dem Schatz an geistigem Eigentum in dem großen Katalog, den wir zusammen mit dem talentierten Team von MGM neu denken wollen. Es ist sehr aufregend und bietet so viele Möglichkeiten, Geschichten mit hoher Qualität zu erzählen“, erklärt Mike Hopkins, Senior Vice President von Prime Video und Amazon Studios.

James Bond zum Streamen?

Ob vor allem der neue 007-Streifen „Keine Zeit zu sterben“ exklusiv zu Amazon Prime Video kommt, ist unwahrscheinlich. Der Film soll laut aktuellem Plan im Oktober in die Kinos kommen. Denn wie CNN berichtet, hat die Produktionsfirma Eon weiterhin Mitspracherecht. Darüber hinaus wird MGM auch in Zukunft weiterhin Filme produzieren. Ob dann für den Streaming-Dienst von Amazon, fürs Kino oder für beide Fälle, bleibt abzuwarten.

Nichtsdestotrotz stärkt Amazon mit dem Kauf seinen Streaming-Dienst und kann sich zahlreichen Hollywood-Blockbustern von der Konkurrenz abheben. Dieses Alleinstellungsmerkmal in dieser Größenordnung bietet vor allem Disney+ mit exklusiven Filmserien wie „Star Wars“ oder „Marvel“.

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