Samsung Galaxy Z Flip im Test: Der erste Eindruck des Razr-Konkurrenten

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Samsung hat sein zweites Falthandy vorgestellt und bringt ein neues Gehäuseformat auf den Markt. Zumindest für die eigenen Verhältnisse. Denn Motorola hat ein solches Format schon vor mehreren Wochen vorgestellt. Damit bleibt es spannend, wer sich durchsetzt. Wie schlägt sich das Samsung Galaxy Z Flip im Test und wie ist der erste Eindruck?
Samsung Galaxy Z Flip Hands-On
Samsung Galaxy Z Flip Hands-OnBildquelle:

Samsung hat mit dem Galaxy Z Flip ein Galaxy S20 zusammengefaltet. Doch das ist nicht ganz richtig. Samsung musste einige Kompromisse bei der Ausstattung eingehen und hat auch ein anderes und weniger starkes Display verbaut. Dazu ist das Galaxy Z Flip teurer als die Galaxy S20 Reihe. Doch lohnt sich der Kauf? Das kann nur ein ausführlicher Test des Galaxy Z Flip zeigen. Der erste Eindruck des Smartphones zeigt aber schon jetzt, dass du Abstriche machen musst.

Samsung Galaxy Z Flip im Test: Die technischen Daten

Die technischen Daten sind beim Galaxy Z Flip eher durchwachsen. Zumindest mit dem Blick auf den Preis zeigt sich, dass es bei weitem besser ausgestattete Flaggschiffe am Markt gibt. Doch die sind nicht faltbar. Das macht das Galaxy Z Flip aber am deutlichsten aus. Trotzdem merkt man, dass Samsung irgendwo sparen musste. Denn es kostet so viel wie das Galaxy S20 Ultra und bietet trotzdem den Klappmechanismus. Dafür mussten andere Kompromisse eingegangen werden. Die liegen bei der Display-Auflösung, der Kamera, dem Akku und den Mobilfunkleistungen. Einen Überblick gibt dir unser Datenblatt des Galaxy Z Flip oder die kurze Zusammenfassung hier:

Samsung Galaxy Z Flip Hands-On
Samsung Galaxy Z Flip Hands-On

So fühlt sich das Galaxy Z Flip im Test an …

Samsungs zweites Falt-Smartphone kann zu einem winzigen Paket zusammengefaltet werden. Ein Traum für ausgebeulte Männerhosen und überforderte Frauenhandtaschen. Zumindest bei der Größe ist das Falten beim Galaxy Z Flip ein echter Gewinn. Beim Gewicht freilich nicht. Hier hast du einen ebenso schweren Klotz in der Hand wie bei allen Flaggschiffen.

Doch zum Wichtigsten: Wie fühlt sich das Galaxy Z Flip beim Falten an? Und kannst du es so lässig aufklappen, wie man es früher mit Falthandys gemacht hat? Dazu muss es auch am besten ebenso schnell zugeklappt werden, wie es mit den traditionellen Handys möglich war. Das alles muss mit einer Hand funktionieren und sollte nicht zu schwer gehen.

Das kann das Samsung Galaxy Z Flip im Test zumindest leidlich. Die Finger müssen sich anstrengen um den oberen Teil des Smartphones aus der Ruhelage zubewegen. Dabei ist es egal, aus welcher Ruhelage. Das Galaxy Z Flip braucht Überzeugungsarbeit aus den Fingern. Daran kann man sich aber gewöhnen. Beim zuklappen dauert es lange, bis die beiden Display-Hälften von allein aufeinander zustreben. Hier wäre es toll, wenn das Handy schon bei geringer zugeklappten Zustand von allein einklappen würde. Trotzdem funktioniert das Klappen solide, satt und mit genug Gegenkraft.

… und so sieht das Display aus

Das große Problem von Falthandys wie dem Galaxy Z Flip ist, dass ein und dasselbe Display in verschiedenen Betrachtungswinkeln mit dem gleichen Inhalt gleichzeitig angesehen werden kann. Und das kann das Samsung Galaxy Z Flip im Test nicht gut. Ein deutlicher Blaustich ist schon nach wenigen Grad Winkel zu sehen. Dazu ist der gleiche Effekt auch bei seitlicher Neigung erkennbar. Das ist kein gutes Ergebnis und Erlebnis bei einem Smartphone mit einem solchen Preis.

Samsung Galaxy Z Flip Hands-On

Fazit zum Samsung Galaxy Z Flip

Das Samsung Galaxy Z Flip gefällt mit dem klappbaren Display und der Optik von Außen. Nicht auf der Höhe der Zeit sind jedoch der Blaustich im Panel und der Rand um das Display herum. Der ist nämlich nicht winzig wie bei den anderen Samsung-Flaggschiffen zurzeit, sondern mehrere Millimeter breit. Dazu steht er etwas über das Display hinaus. Hier hätte ich gerade für den Preis und das Prestige Samsungs mehr erwartet.

Damit ist das Galaxy Z Flip im ersten Eindruck kein Handy für Jubelarien. Die Idee ist klug und die Umsetzung solide gemacht. Das sind allerdings keine echten Kaufkriterien für ein 1.500-Euro-Handy. Wer also dringend ein Klapp-Smartphone sein Eigen nennen will, sollte sich dringend auch das Motorola Razr ansehen. Wir werden die beiden Konkurrenten für dich vergleichen. Erst dann kann eine belastbare Empfehlung ausgestellt werden. Doch so richtig überzeugend war das Galaxy Z Flip bisher nicht.

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