Dieses digitale Radio im 50er-Jahre Look ist die eierlegende Wollmilchsau

4 Minuten
Stell dir vor, du hast einen Bluetooth-Lautsprecher der gleichzeitig ein digitales Radio mit FM und DAB+ ist, an dem du einen USB-Stick und einen Discman anschließen kannst. Das alles und noch viel mehr vereint der Revival iStream 3 - in einem Retro-Design.
Das digitale Internet-Radio Roberts Audio Revival iStream 3
Dieses digitale Radio im 50er-Jahre Look ist die eierlegende WollmilchsauBildquelle: Blasius Kawalkowski

Schenkt man Kritikern Glauben, ist das Radio bereits mehrere Male gestorben. Dabei überlebte es den Walkman, den MP3-Player und stemmte sich sogar gegen Streaming-Dienste wie Spotify, Deezer und Apple Music. Diese nehmen sogar das Radio und seine Sendungen in ihr Portfolio auf. Ob im Auto, im Homeoffice oder in der Wirtschaft: Das Radio ist heute angesagter als je zuvor. Zu verdanken haben es die Radiosender dem digitalen Übertragungsstandard DAB+, dem Internet und Radio-Apps fürs Smartphone.

Hersteller wie das britische Unternehmen Roberts Audio wissen von dem Radio-Boom. Mit dem Revival iStream 3 hat das Unternehmen eine eierlegende Wollmilchsau im Programm, die eine Brücke zwischen der alten analogen und der neuen digitalen Welt schlagen will. Und das alles in einem Retro-Design der 50er-Jahre.

Radio trifft Streaming: Das alles kann der Revival iStream 3

Mit dem Revival iStream 3 bleiben keine Wünsche offen. Du kannst Radiosender über UKW oder DAB+ empfangen. Völlig losgelöst vom Internet. Verbindest du das Radion mit deinem WLAN, liegen dir über 20.000 Internet-Radiosender und Podcasts zu Füßen. Sollte dir das immer noch nicht reichen, verbindest du den Revival iStream 3 via Bluetooth mit deinem Smartphone und streamst Musik von Spotify, Tidal und Co.

Ein Farbdisplay und neun Bedienknöpfe ermöglichen eine einfach Bedienung.
Ein Farbdisplay und neun Bedienknöpfe ermöglichen eine einfach Bedienung.

Und wer stattdessen seine Musik als MP3 oder FLAC von einem USB-Stick abspielt, kann auch diesen einfach einstecken. Im Test haben wir einen Uralt-Discman aus dem Keller gekramt und ihn mit dem Revival iStream 3 von Roberts Audio verbunden. Auch diese Quelle akzeptierte das Radio problemlos.

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Hinzu kommen Funktionen, die das Radio zu einem wahren Allrounder machen. So kannst du den Revival iStream 3 über Alexa und eine App auf dem Smartphone oder Tablet steuern. Somit bekommst du eine Fernbedienung für das Radio. Zudem gibt es einen Sleep Timer und einen Wecker.

Der Revival iStream 3 ist ein Radio mit Antenne und Streaming-Maschine in einem.
Der Revival iStream 3 ist ein Radio mit Antenne und Streaming-Maschine in einem.

Es bleibt kein Wunsch offen

Ob per Sprachbefehl, per App oder direkt über die zugegebenermaßen etwas schäbigen Knöpfe: Die Bedienung des Internet-Radios ist selbsterklärend und funktioniert sehr gut. Radiosender werden schnell gefunden, die Übertragungsqualität ist prima. Toll ist, dass der Revival iStream 3 Musik von Spotify und Co. über das WLAN streamt, auch wenn man das Smartphone als Fernsteuerung benötigt. Denn so bleibt das Handy unabhängig und nicht jede Sprachnachricht wird via Bluetooth über das Radio ausgegeben, sondern über die eigenen Lautsprecher.

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Batterien statt Akku

Etwas gewöhnungsbedürftig dürfte in der heutigen Zeit der nicht integrierte Akku sein. Das heißt: Roberts Audio verzichtet auf einen Akku und gibt dem Nutzer die Möglichkeit, wahlweise sechs Alkaline AA-Batterien oder sechs wiederaufladbare NiMh-Akkus einzusetzen. Entscheidest du dich für Akkus, werden diese im Radio geladen, sobald man es ans Netzteil anschließt. Dieser Gedanke mit einsetzbaren Batterien mag vielen fremd erscheinen, bietet aber enorm viele Vorteile. Hast du das Radio mit auf Reisen, kannst du dir neue Batterien in jedem Supermarkt besorgen. Geben die Akkus irgendwann einmal den Geist auf, lassen sie sich einfach und ziemlich günstig durch ein paar neue ersetzen.

Batterien statt integrierter Akku.
Batterien statt integrierter Akku.

Gutes Radio. Und der Klang?

Besonders laut ist der Revival iStream 3 nicht. Bei diesem Format hätten wir etwas mehr erwartet. Der Klang passt zur Optik. Zum Radiohören und Streamen in kleineren Räumen ist das Gerät optimal. Der Bass ist dabei nicht besonders kräftig und etwas unsauber. Zudem hat er bei voller Lautstärke gegenüber Mitten und Höhen das Nachsehen. Mit Bluetooth-Lautsprechern der gleichen Größen- und Gewichtsklasse kann er aber nicht mithalten. Dafür schallt aber auch ohne Smartphone als Taktgeber Musik durch das goldene Gitter.

Das Internet-Radio macht vor allem optisch einen tollen Eindruck.
Das Internet-Radio macht vor allem optisch einen tollen Eindruck.

Revival iStream 3 im Test: Fazit

Mit rund 250 Euro ist der Revival iStream 3 von Roberts Audio nicht unbedingt günstig. Zudem hätten wir uns bei dem Preis einen etwas besseren Klang gewünscht. Wer aber nach der eierlegenden Wollmilchsau sucht, wird hier fündig. Ob UKW oder DAB+, ob Internet-Radio oder Streaming, ob Alexa oder App: Der Bluetooth-Lautsprecher strotzt vor Funktionen. Ebenfalls toll: Die Möglichkeit, Batterien oder Akkus selbst zu tauschen. Und das alles ist auch noch ansprechend in einer 50er-Jahre Optik verpackt, die es – je nach Geschmack – in sieben unterschiedlichen Farben gibt.

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  • Das digitale Internet-Radio Roberts Audio Revival iStream 3: Blasius Kawalkowski
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  • Das digitale Internet-Radio Roberts Audio Revival iStream 3: Blasius Kawalkowski
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2 KOMMENTARE

  1. Ich hatte ihn, weil ich das Design echt richtig geil fand. Aber dann die Ernüchterung. Der Klang ist katastrophal. Ein Blick ins Innere verrät warum.
    Absolute Billig-China-Lautsprecher für vielleicht 1€. Der komplette Aufbau ist Ramsch. Das Teil kostet in der Herstellung ganz sicher keine 30$.

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