Musik-Streaming-Dienste im Vergleich: Darin unterscheiden sich Spotify, Deezer und Co.

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Musik-Streaming-Dienste sind populär wie nie und machen den Musikgenuss noch einfacher. Doch Anbieter gibt es mittlerweile viele. Worin unterscheiden sich aber Spotify, Apple Music und Co.? Wir haben die populärsten Dienste miteinander verglichen.
Auf dem Smartphone Musik hören
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Der Streaming-Markt wächst stetig – auch in puncto Musik. Immer mehr Unternehmen springen auf den Zug auf. Heute sind nur noch wenige Zutaten für den gepflegten Musikgenuss vonnöten: ein Smartphone, ein Abonnement bei einem Musik-Streaming-Anbieter und ein Internetzugang. Der Clou: Geld ist teilweise gar keine Bedingung. Welche Konditionen und Preise populäre Musik-Streaming-Anbieter noch bieten, haben wir verglichen.

Die besten Musik-Streaming-Dienste im Vergleich

Auf dem Markt für Musik-Streaming-Anbieter den Überblick zu behalten, ist gar nicht einfach. Zahlreiche Unternehmen buhlen um die Gunst neuer Kunden. Zu den bekanntesten zählen Spotify, Deezer, Napster und auch Apple Music. Die nachfolgende Tabelle soll einen Überblick zu den bekanntesten in Deutschland nutzbaren Anbietern sowie deren Konditionen geben.

 Monatlicher PreisProbelaufzeitKostenlose VersionVerfügbare SongtitelOffline-ModusParallele Geräte pro AccountVerfügbarkeit
Spotify
Studenten: 4,99 Euro
Regulär: 9,99 Euro
Duo (für Paare, die in einem Haushalt leben): 12,99 Euro
Familien: 14,99 Euro
30 TageJaÜber 60 Millionen Ja1 GerätiOS und Android
Apple Music
Studenten: 4,99 Euro
Regulär: 9,99 Euro
Familien: 14,99 Euro
3 MonateNein70 MillionenJaRegulär 1 Gerät, im Familien-Abo bis zu 10 GeräteiOS und Android
Deezer
Studenten: 4,99 Euro
Regulär: 9,99 Euro
Family: 14,99 Euro
HiFi: 14,99 Euro
Family HiFi: 19,99 Euro
Jahresabo: 99,90 Euro
3 MonateJa73 MillionenJa3 GeräteiOS und Android
Amazon Music Unlimited
Regulär: 7,99 Euro für Prime-Kunden, ansonsten 9,99 Euro
Echo-Abo: 3,99 Euro
Familien: 14,99 Euro
3 Monate (Angebot bis zum 11. Januar 2021)
6 Monate für Studenten (Angebot bis 31. Dezember 2021
Ja70 MillionenJa1 GerätiOS und Android
Napster
Nur am PC: 7,95 Euro
PC und Mobil: 9,95 Euro
30 TageNein60 MillionenJa1 GerätiOS und Android
Tidal
Premium: ab 9,99 Euro
HiFi: ab 19,99 Euro
30 TageNeinÜber 70 MillionenJaBis zu 3 im Offline-ModusiOS und Android
SoundCloud
Go: 5,99 Euro
Go+: 9,99 Euro
Go+ Studenten: 4,99 Euro
Go: 7 Tage
Go+: 30 Tage
JaÜber 150 MillionenJa1 GerätiOS und Android
Qobuz
Studio Premiere Jahresabo: 179,99 Euro pro Jahr
Studio Premiere Monatsabo: 19,99 Euro
Studio Sublime Jahresabo: 249,99 Euro pro Jahr
Studio Premier Family Jahresabo: 349,99 Euro im Jahr
Studio Premier Family Monatsabo: 34,99 Euro
Studio Sublime Family Jahresabo: 499,99 Euro im Jahr
1 MonatNein70 MillionenJa-iOS und Android
YouTube Music
Premium: ab 9,99 Euro
Familie: 14,99 Euro
Studenten: 4,99 Euro
1 MonatJaÜber 40 MillionenJa3 GeräteiOS und Android

Angebote von Spotify, Napster und Co. oft ähnlich

Im direkten Vergleich zeigt sich, dass sich die Angebote in der grundlegenden Ausstattung nur geringfügig unterscheiden. Allesamt bieten einen Zugang zu mindestens 40 Millionen Songs. Von Spotify über Apple Music bis hin zu SoundCloud und Deezer bieten alle Dienste nicht nur Musik, sondern auch andere Inhalte. Diese belaufen sich auf Hörbücher und Hörspiele sowie auch Podcasts. Greift man im Alltag lieber auf das Radio zurück, werden Kunden von Apple Music oder Amazon Music Unlimited mit einer Vielzahl an Sendern ausreichend bedient.

YouTube Music hat 2020 Google Play Music offiziell abgelöst und ist damit verhältnismäßig neu am Markt. Google möchte sich mit seiner neuen Plattform gegen die alten Hasen Spotify, Deezer, Amazon Music Unlimited oder Apple Music behaupten. Von Songs abgesehen profitiert YouTube Music vor allem von der herkömmlichen YouTube-Plattform und bietet Nutzern auch Videos von Fernsehsendungen, Konzerte und Ähnliches. Podcasts sind in einem geringen Umfang gegeben.

Auf diese Besonderheiten der Musik-Streaming-Dienste kommt es an

Um Kunden neue Musik und somit neue Erlebnisse bescheren zu können, ist in Streaming-Diensten ein Algorithmus integriert. Dieser sucht autonom Künstler heraus, die der Lieblingsmusik des Abonnenten nahezukommen versucht. Gefällt die vorgeschlagene Musik nicht, können zum Beispiel Spotify-Nutzer auf „Gefällt mir nicht“ klicken, wodurch der Künstler künftig nicht mehr angezeigt wird. Stattdessen können Anwender ihren Lieblingskünstlern folgen oder, wie im Falle von Napster, „Fan werden“. So erhalten sie Benachrichtigungen, sobald es Neuigkeiten gibt – zum Beispiel zu einem neuen Album.

Apple Music ist in erster Linie für Nutzer von iPhones und iPads zu empfehlen. Zwar gibt es auch eine Android-App. Es ist aber an vielen Stellen zu merken, dass Apple Music dafür entwickelt wurde, um direkt über Apple-Produkte verwendet zu werden.

Der französische Anbieter Qobuz hat sich vor allem auf das Hören von hochauflösender Musik spezialisiert. Es gibt allerhand Musik in Studioqualität, deren Audiodateien verlustfrei komprimiert werden. Du kannst die Musik entweder streamen oder aber auch kaufen. Dann gehört sie dir „ein Leben lang“, wie Qobuz wirbt. Allerdings gibt es beim französischen Modell keine Empfehlungen auf Basis eines Algorithmus, dafür aber von der Redaktion kuratierte Playlisten. Zusätzlich gibt es ein eigenes Musikmagazin samt Reportagen und Hintergrundartikeln.

Musik-Streaming-Anbieter: Die Kosten im Überblick

In aller Regel gibt es Musik-Dienste nicht kostenlos. Um potenzielle Kunden von sich überzeugen zu können, bieten die meisten Unternehmen allerdings eine kostenfreie Testphase an, die sich auf mindestens 30 Tage und maximal drei Monate beläuft. Bist du von dem Angebot überzeugt, wird danach eine monatliche Grundgebühr fällig, dessen Durchschnittspreis bei knapp 10 Euro liegt.

Lediglich Spotify, Deezer und SoundCloud gewähren eine kostenfreie Variante – mit Einschränkungen. Damit sich der Dienst trotzdem finanziert, müssen Kunden in regelmäßigen Zeitabständen Werbespots über sich ergehen lassen. Bei Spotify beispielsweise lassen sich außerdem keine Inhalte herunterladen und im Offline-Modus anhören. Weiterhin ist Musik vom Lieblingskünstler oder die eigens zusammengestellte Playlist nur in der Shuffle-Funktion nutzbar. Darüber hinaus wird Musik oftmals stärker komprimiert, also in einer schlechteren Tonqualität abgespielt. Ähnlich sieht es bei Deezer und SoundCloud aus.

Auch YouTube Music gibt es in einer Gratis-Variante. Allerdings unterscheidet sie sich in der kostenfreien Version nur unwesentlich von der Standard-YouTube-App. Man kann beispielsweise das Display nicht ausschalten, wenn man Songs hören will. Ansonsten wird sie, wie auch in der Standard-App, unterbrochen. Qobuz ist im Vergleich zu Spotify und Co. nischiger und bietet einige gängige Funktionen nicht, wie etwa eine personalisierte Musik-Playlist.

Abo-Varianten: Studenten, Familien und Rabatte

Abweichend von der monatlichen Gebühr für eine einzelne Person gibt es weitere Abonnement-Varianten. Studenten können je nach Anbieter von einem rabattierten Monatspreis profitieren. In vielen Fällen belaufen sich die Kosten auf maximal fünf oder sechs Euro.

Drücken lassen sich die monatlichen Kosten vor allem in Familienkreisen. Sogenannte Familienmitgliedschaften, wie sie zum Beispiel bei Google Play Music, Apple Music oder Spotify buchbar sind. Für in der Regel knapp 15 Euro pro Monat ist es möglich, das Musik-Streaming auf mehreren Geräten gleichzeitig zu nutzen. Sowohl bei Spotify als auch bei Apple und Google ist das Familien-Abo auf bis zu sechs Geräte beschränkt.

Einen anderen Weg geht Tidal, wo ein Familien-Abo jeden Monat zwischen 14,99 Euro für zwei Personen und 29,99 Euro für fünf Personen kostet. Als Alternative zur monatlichen Zahlung bietet unter anderem Amazon auch Jahresbeiträge an, der sich dann auf 99,90 Euro beläuft. Qobuz bietet indes nur geringfügige Rabatte (zum Beispiel für Studierende) und drei Abo-Modelle, die allerings auch als Familienabo gebucht werden können.

Amazon unterteilt das Musikhören ebenfalls in unterschiedliche Abonnements. Amazon Music Unlimited ist das Musik-Streaming-Modell des Händlers, das sich am ehesten mit den Bezahlmodellen der Konkurrenz vergleichen lässt. Daneben bietet Amazon mit „Amazon Music Free“ aber auch eine kostenlose Variante an sowie darüber hinaus „Prime Music“ (Zugriff auf 2 Millionen Inhalte, kostenlos für Prime-Mitglieder), „Amazon Music Unlimited für Echo“ (kann nur auf einem einzelnen Echo-Gerät abgespielt werden) und „Amazon Music HD“.

So viel Datenvolumen verbraucht Musik-Streaming

Auch wenn man per Flatrate auf Musik zugreifen kann, sollte man auch die eigene Mobilfunkflatrate im Hinterkopf behalten, denn: Du musst damit rechnen, dass ein recht hoher Datenverbrauch anfällt. Je nachdem wie stark die zu übertragene Musik komprimiert wird, fällt der Datenverbrauch unterschiedlich hoch aus. Wer im Schnitt 30 Minuten täglich auf einen Musik-Streaming-Dienst zurückgreift, muss am Ende des Monats mit einem Datenverbrauch zwischen 1 und 1,8 GB rechnen.

Bei Tarifen mit eher durchschnittlichem Datenvolumen lohnt sich der eingeführte Offline-Modus. Hat man Songs vorab heruntergeladen und lokal auf dem Smartphone gespeichert, stehen Inhalte unterwegs zur Verfügung, ohne Belastung des Datenvolumens. Die Funktion hat zudem den Vorteil, dass Nutzer auch im Ausland auf ihre Lieblingsmusik Zugriff haben. Je nachdem verfügen andere Länder über andere Hörlizenzen, wodurch viele Titel oftmals außerhalb Deutschlands nicht zur Verfügung stehen. Für Vielhörer bieten sich alternativ auch Tarif-Zusatz-Optionen wie beispielsweise StreamOn von der Deutschen Telekom an.

Musik-Streaming und Sprachassistenten

Möchte man seinen Streaming-Dienst auf dem Handy beispielsweise per Bluetooth mit einem Lautsprecher verbinden, kann je nachdem Alexa, Siri oder der Google Assistant dabei behilflich sein. Die Sprachassistenten sind in der Regel eng mit einem bestimmten Streaming-Dienst verknüpft; in Fällen wie Deezer oder Apple Music funktioniert die Sprachsteuerung aber nur mit dem Premium-Account.

Möchte man seine Musik-App sprachlich steuern, kann beispielsweise die Wiedergabe auf Zuruf starten. Dem Sprachassistenten lässt sich ebenso befehlen, welche Playlisten, Radios, Songs oder Alben er abspielen soll. Auch die Lautsprecher, die man ansteuern will, kann man über den integrierten Assistenten bestimmen.

 Amazon AlexaApple SiriGoogle Assistant
Spotify JaJaJa
Apple MusicjaJaja
Google Play MusicneinNeinJa
DeezerJaJaJa
Amazon Prime MusicJaNeinNein
NapsterJaNeinJa
TidalJaNeinNein
SoundCloudNeinNeinNein
QobuzNeinNeinNein
YouTube MusicNeinJaJa

Musik offline hören

Eine der wichtigsten Funktionen einer bezahlten Flatrate ist es, dass die auf das Handy geladenen Songs auch offline hörbar sind. Eine solche Funktion ist inzwischen bei allen namhaften Musik-Flatrates inklusive und schont das wertvolle mobile Datenvolumen enorm. Jeder Nutzer kann sein Handy also im heimischen WLAN-Netzwerk oder auch unterwegs an jedem Gratis-Hotspot ohne Extrakosten mit frischen Songs, Alben oder eigens zusammengestellten Playlisten bestücken. Allerdings benötigst du für den Offline-Modus in der Regel ein Premium-Abonnement.

Überall dort, wo auf eine WLAN- oder LAN-Verbindung zurückgegriffen werden kann, stehen die genannten Musik-Flatrates auch als klassisches Live-Streaming zur Verfügung.

Abo für Musik-Streaming kündigen

Ein langfristiges Abo muss für eine Musik-Flatrate nicht eingegangen werden. Alle Anbieter erlauben es, das Musik-Streaming-Abo zum Monatsende wieder zu kündigen. Allerdings geht dann auch sämtliche Musik, die nicht einzeln gekauft wurde, wieder verloren. Wie du schnell kündigst, zeigen wir dir in Schritt-für-Schritt-Anleitungen für Spotify, Apple Music und Amazon Prime.

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2 KOMMENTARE

  1. Ihr schreibt Details sind wichtig und wo bitte Ist die Tabelle mit Details?
    Z.B. Datenkompremierung einstellbar, Bedinen/finden der Einstellungen intuitiv, direkter Zugriff z. B. auf WLAN Lautsprecher wie Sonos usw

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