Spotify, Apple Music, Deezer und Co.: Die besten Musik-Streaming-Dienste im Vergleich

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Die Zeiten, in denen ein Handy nur ein Gerät für das mobile Telefonieren war, sind längst vorbei. Nach und nach hat das Smartphone das Handy abgelöst und ist zum Begleiter im Alltag und einem wahren Alleskönner geworden. Das freut unter anderem Musik-Fans, die auch unterwegs den Klängen ihrer Lieblingskünstler lauschen wollen. Das separate Mitführen eines MP3-Players ist längst nicht mehr notwendig.
Over-Ear-Kopfhörer mit Schnur
Bildquelle: Pixabay

Dieser Artikel befasst sich mit den folgenden Themen:

  • Wer auf dem Smartphone oder Tablet unbegrenzt Musik hören möchte, muss dafür heutzutage keine hohen Kosten mehr befürchten.
  • Die besten Musik-Streaming-Anbieter im Vergleich
  • Langfristiges Abo oder flexible Laufzeit mit allen Freiheiten? Hier gibt es die Antwort.

Auch wenn Schallplatten wieder in Mode kommen und ihre Nische gefunden haben, gehören sie genauso wie die CD zu den auslaufenden Geschäftsmodellen der Moderne. Musste man seine Lieblingsmusik vor ein paar Jahren noch einzeln auf MP3-Playern oder dem Smartphone speichern und den Speicherplatz damit bis an seine Grenzen bringen, sind heute wenige Zutaten für den Musikgenuss vonnöten: Ein Smartphone, ein Abonnement bei einem Musik-Streaming-Anbieter und ein Internetzugang. Geld ist in manchen Fällen keine Bedingung.

Was ist Musik-Streaming?

Musik unterwegs hören ist dank Streaming komfortabel geworden. Doch was heißt Musik-Streaming eigentlich? Im Prinzip fasst der Begriff all jene Optionen zusammen, die es ermöglichen, auf eine Vielzahl von Songtiteln mobil oder von einem stationären Gerät zuzugreifen. In der Regel haben Anbieter solcher Dienste eine App für das Smartphone und Tablet sowie ein Programm für den PC. Mit Aufschwung von smarten Fernsehern gehört mittlerweile auch das Abspielen via Smart TV dazu.

Wie funktioniert Musik-Streaming?

Üblich ist, eine monatliche Grundgebühr an den jeweiligen Streaming-Dienst zu zahlen und dann beständig Zugriff auf die Bibliothek gewährt zu bekommen – ähnlich wie bei einem Mobilfunktarif. Kostenloses Musik-Streaming gibt es zwar auch, ohne Anmeldung geht es aber bei keinem Anbieter. Alle Abonnenten müssen einen Account anlegen.

Eine bestehende WLAN-Verbindung oder mobiles Datenvolumen sind in den meisten Fällen Voraussetzung. Viele Anbieter bieten aber auch Offline-Modi an, bei denen die Musik heruntergeladen und offline angehört werden kann. Abgespielt werden können sämtliche Songs, die Anbieter wie Spotify, Deezer und Co. meist in einer Cloud gelagert haben. Dabei beschränkt sich das Angebot nicht nur auf Musik, die im digitalen Zeitalter produziert wurde, sondern umfasst auch Evergreen-Songs und Nischenprodukte.

Die besten Musik-Streaming-Dienste im Vergleich

Auf dem Markt für Musik-Streaming-Anbieter den Überblick zu behalten, ist gar nicht einfach. Zahlreiche Unternehmen buhlen um die Gunst neuer Kunden. Zu den bekanntesten zählen Spotify, Deezer, Napster und auch Apple Music. Die nachfolgende Tabelle soll einen Überblick zu den größten in Deutschland nutzbaren Anbietern geben. Außerdem gibt sie Auskunft darüber, was ein Standard-Monatsabo kostet und für welches mobile Betriebssystem eine Musik-Streaming-App zur Verfügung steht.

 Monatlicher PreisProbelaufzeitKostenlose VersionVerfügbare SongtitelUnterstützte PlattformenOffline-ModusParallele Geräte pro AccountVerfügbarkeit
Spotify
Studenten: 4,99 Euro
Regulär: 9,99 Euro
Familien: 14,99 Euro
30 TageJa35 Millionen PlayStation, Xbox, Smart-TV, Streaming-Player, Netzwerk-Lautsprecher, Sonos, Windows Phone, BrowserJaEin GerätiOS und Android
Apple Music
Studenten: 4,99 Euro
Regulär: 9,99 Euro
Familien: 14,99 Euro
Drei MonateNein50 MillionenAirplay, Sonos, HomePod, Apple Watch, Apple TV, CarPlay, JaRegulär ein Gerät, im Familien-Abo bis zu zehn GeräteiOS und Android
Google Play Music

9,99 Euro30 TageNeinÜber 40 MillionenAndroid TV, Chromecast, Sonos, BrowserJaEin GerätiOS und Android
Deezer
Premium: 0,99 Euro für drei Monate
Studenten: 4,99 Euro
Family: 14,99 Euro
HiFi: 19,99 Euro
Jahresabo: 99,90 Euro
30 TageJaÜber 40 MillionenSmart-TV, Sonos, Auto, Apple Watch, Windows Phone, Blackberry, BrowserJaDrei GeräteiOS und Android
Amazon Music
Unlimited: 7,99 Euro
Unlimited für Echo: 3,99 Euro
Unlimited für Familien: 14,99 Euro
30 TageNein50 MillionenFire TV, Amazon Echo, Sonos, BrowserJaEin GerätiOS und Android
Napster
9,95 Euro30 TageNeinÜber 50 MillionenSmart-TVs, Spielekonsolen, Chromecast, Sonos, Windows, Windows Phone, BrowserJaEin GerätiOS und Android
Tidal
Premium: ab 9,99 Euro
HiFi: ab 19,99 Euro
30 TageNeinÜber 60 MillionenSonos, Raumfeld und weitere Netzwerk-Lautsprechersysteme, Sonos, BrowserJaBis zu drei im Offline-ModusiOS und Android
SoundCloud
Go: 5,99 Euro
Go+: 9,99 Euro
Go: 7 Tage
Go+: 30 Tage
JaÜber 150 MillionenSonos, BrowserJaEin GerätiOS und Android
Aldi Life Music
7,99 Euro60 TageNeinÜber 50 MillionenSonos, Chromecast, Browser, Windows Phone, Spielekonsolen, eReaderJaBis zu drei im Offline-ModusiOS und Android
YouTube Music
Premium: ab 9,99 Euro
Premium für iOS: ab 12,99 Euro
Drei MonateJaÜber 40 MillionenXbox, PlayStation, Smart-TV, Chromecast, BrowserJaDrei GeräteiOS und Android

Im direkten Vergleich zeigt sich, dass sich die Angebote in der grundlegenden Ausstattung nur geringfügig unterscheiden. Allesamt bieten einen Zugang zu mindestens 30 Millionen Songs. Einen Unterschied zu machen ist außerdem zwischen Amazon Music und Amazon Prime Music: Während ersteres ein „unabhängiger“ Musik-Streaming-Dienst des Online-Händlers ist, ist Prime Music kostenfrei im Prime-Account eines jeden Kunden inkludiert. Von Spotify über Apple Music bis hin zu SoundCloud und Aldi Life Musik bieten alle Dienste nicht nur Musik, sondern auch andere Inhalte. Diese belaufen sich auf Hörbücher und Hörspiele sowie mittlerweile verstärkt auch Podcasts. Greift man im Alltag lieber auf das Radio zurück, werden Kunden von Apple Music oder Amazon Prime Music mit einer Vielzahl an Sendern ausreichend bedient.

Ganz neu am Markt ist YouTube Music. Google möchte sich mit seiner neuen Plattform gegen die alten Hasen Spotify, Deezer, Amazon Music oder Apple Music behaupten. Von Songs abgesehen profitiert YouTube Music vor allem von der herkömmlichen Plattform YouTubes und bietet Nutzern neben Musik auch Videos von Fernsehsendungen, Konzerte und Ähnliches. Podcasts sind in einem geringen Umfang gegeben. Ein ähnliches Sortiment, aber nur von eigens produzierten Konzertmitschnitten und Co. bieten in kleinem Umfang auch Apple Music oder Deezer.

Besonderheiten der Musik-Streaming-Dienste

Um Kunden neue Musik und somit neue Erlebnisse bescheren zu können, ist in Streaming-Diensten ein Algorithmus integriert. Dieser sucht autonom Künstler heraus, die der Lieblingsmusik des Abonnenten nahe zu kommen versucht. Gefällt die vorgeschlagene Musik nicht, können zum Beispiel Spotify-Nutzer auf „Gefällt mir nicht“ klicken, wodurch der Künstler künftig nicht mehr angezeigt wird. Stattdessen können Anwender ihren Lieblingskünstlern folgen oder, wie im Falle von Napster, „Fan werden“. So erhalten sie Benachrichtigungen, sobald es Neuigkeiten gibt – zum Beispiel zu einem neuen Album.

Mit den Diensten lassen sich nicht nur Lieder hören – sie bieten teilweise auch praktische Funktionen. Napster oder Aldi Life Musik lassen sich auch zum Wecker umfunktionieren. Wie so oft bietet der Lebensmittel-Discounter seinen Musik-Streaming-Dienst in Kombination mit Mobilfunktarifen an. Punkten will Aldi hier mit Gratis-Einheiten.

Apple Music ist in erster Linie für Nutzer von iPhones und iPads zu empfehlen. Zwar gibt es auch eine Android-App, es ist aber an vielen Stellen zu merken, dass Apple Music dafür entwickelt wurde, um direkt über Apple-Produkte verwendet zu werden.

Das kosten Musik-Streaming-Dienste

Wie für jeden Dienst, den ein Anbieter bereit stellt, müssen Kunden zahlen. Nicht anders gestaltet sich dieser Sachverhalt bei Video- und Musik-Streaming-Diensten. In aller Regel gibt es Musik-Dienste nicht kostenlos. Um potentielle Kunden von sich überzeugen zu können, bieten die meisten Unternehmen allerdings eine kostenfreie Testphase an, die sich auf mindestens 30 Tage und maximal drei Monate beläuft. Ist man von dem Angebot überzeugt, wird danach eine monatliche Grundgebühr fällig, dessen Durchschnittspreis sich auf knapp 10 Euro eingebürgert hat.

Von den in diesem Artikel behandelten Streaming-Anbietern findet sich bei den meisten nicht die Option, auch in einer kostenfreien Variante auf die hinterlegten Inhalte zugreifen zu können. Lediglich Spotify, Deezer und SoundCloud gewähren die geldfreie Variante. Allerdings werden Kunden hier im Vergleich zu den gebührenpflichtigen Abonnements eingeschränkt. Damit sich der Dienst trotzdem finanziert, müssen Kunden in regelmäßigen Zeitabständen Werbespots über sich ergehen lassen. Bei Spotify beispielsweise lassen sich außerdem keine Inhalte herunterladen und im Offline-Modus anhören. Weiterhin ist Musik vom Lieblingskünstler oder die eigens zusammengestellte Playlist nur in der sogenannten Shuffle-Funktion nutzbar. Das heißt, Songs werden nicht nach der persönlich gewünschten, sondern nach einer zufälligen Reihenfolge abgespielt. Die Musik wird oftmals stärker komprimiert, also in einer schlechteren Tonqualität abgespielt. Ähnlich sieht es bei Deezer und SoundCloud aus.

Auch YouTube Music gibt es in einer Gratis-Variante. Allerdings unterscheidet sie sich in der kostenfreien Version nur unwesentlich von der Standard-YouTube-App. Man kann beispielsweise das Display nicht ausschalten, wenn man Songs hören will. Ansonsten wird sie, wie auch in der Standard-App, unterbrochen.

Abo-Varianten: Studenten, Familien und Rabatte

Abweichend von der monatlichen Gebühr für eine einzelne Person gibt es abweichend weitere Abonnement-Varianten. Studenten können je nach Anbieter von einem rabattierten Monatspreis profitieren. In vielen Fällen belaufen sich die Kosten auf maximal fünf oder sechs Euro. Es geht aber auch generell etwas günstiger (für knapp acht Euro bei Aldi Life Music) oder etwas teurer (für knapp 20 Euro bei Tidal für ein sogenanntes HiFi-Abo).

Drücken lassen sich die monatlichen Kosten vor allem in Familien – oder in Freundeskreisen. Sogenannte Famlienmitgliedschaften wie sie zum Beispiel bei Google Play Music, Apple Music oder Spotify buchbar sind. Für in der Regel knapp 15 Euro pro Monat ist es möglich, das Musik-Streaming auf mehreren Geräten gleichzeitig zu nutzen. Sowohl bei Spotify als auch bei Apple und Google ist das Familien-Abo auf bis zu sechs Geräte beschränkt. Einen anderen Weg geht Tidal, wo ein Familien-Abo jeden Monat zwischen 14,99 Euro für zwei Personen und 29,99 Euro für fünf Personen kostet. Als Alternative zur monatlichen Zahlung bietet unter anderem Amazon auch Jahresbeiträge an, der sich dann auf 99,90 Euro beläuft.

Musik offline hören

Eine der wichtigsten Funktionen einer bezahlten Flatrate ist es, dass die auf das Handy geladenen Songs auch offline hörbar sind. Eine solche Funktion ist inzwischen bei allen namhaften Musik-Flatrates inklusive und schont das wertvolle mobile Datenvolumen enorm. Jeder Nutzer, der bereit ist, Geld für die persönliche Lieblingsmusik zu zahlen, kann sein Handy also im heimischen WLAN-Netzwerk oder auch unterwegs an jedem Gratis-Hotspot ohne Extrakosten mit frischen Songs, Alben oder eigens zusammengestellten Playlisten bestücken.

Überall dort, wo auf eine WLAN- oder LAN-Verbindung zurückgegriffen werden kann, stehen die genannten Musik-Flatrates auch als klassisches Live-Streaming zur Verfügung.

So viel Datenvolumen verbraucht Musik-Streaming

Auch wenn man per Flatrate auf Musik zugreifen kann, sollte man auch die eigene Mobilfunkflatrate im Hinterkopf behalten. Es ist zwar nicht zu empfehlen, doch wer trotzdem auf klassisches Musik-Streaming setzen möchte, muss damit rechnen, dass ein recht hoher Datenverbrauch anfällt. Je nachdem wie stark die zu übertragene Musik komprimiert wird, fällt der Datenverbrauch unterschiedlich hoch aus. Wer im Schnitt 30 Minuten täglich auf einen Musik-Streaming-Dienst zurückgreift, muss am Ende des Monats mit einem Datenverbrauch zwischen 1 und 1,8 GB rechnen.

Bei Tarifen mit eher durchschnittlichem Datenvolumen lohnt sich der eingeführte Offline-Modus. Hat man Songs vorab heruntergeladen und lokal auf dem Smartphone, Tablet oder Laptop gespeichert, stehen Inhalte unterwegs zur Verfügung, ohne Belastung des Datenvolumens. Die Funktion hat zudem den Vorteil, dass Nutzer auch im Ausland auf ihre Lieblingsmusik Zugriff haben. Je nachdem verfügen andere Länder über andere Hörlizenzen, wodurch viele Titel oftmals außerhalb Deutschlands nicht zur Verfügung stehen. Für Vielhörer bieten sich alternativ auch Tarif-Zusatz-Optionen wie beispielsweise StreamOn von der Deutschen Telekom an.

Musik-Streaming und Sprachassistenten

In Zeiten, in denen intelligente Sprachassistenten immer mehr auf dem Vormarsch sind, sehen sich auch Musik-Streaming-Dienste mit den Alexas und Siris dieser Welt konfrontiert. Möchte man seinen Streaming-Dienst auf dem Handy beispielsweise per Bluetooth mit einem Lautsprecher verbinden, kann je nachdem Alexa, Siri oder der Google Assistant dabei behilflich sein. Die Sprachassistenten sind in der Regel eng mit einem bestimmten Streaming-Dienst verknüpft; in Fällen wie Amazon Music, Deezer oder Apple Music funktioniert die Sprachsteuerung aber nur mit dem Premium-Account.

Möchte man seine Musik-App sprachlich steuern, kann beispielsweise die Wiedergabe auf Zuruf starten. Dem Sprachassistenten lässt sich ebenso befehlen, welche Playlisten, Radios, Songs oder Alben er abspielen soll. Auch die Lautsprecher, die man ansteuern will, kann man über den integrierten Assistenten bestimmen.

 Amazon AlexaApple SiriGoogle Assistant
Spotify JaNeinJa
Apple MusicNeinJaNein
Google Play MusicNeinNeinJa
DeezerJaNeinJa
Amazon Prime MusicJaNeinNein
NapsterNeinNeinNein
TidalNeinNeinNein
SoundCloudNeinNeinNein
Aldi Life MusicNeinNeinNein
YouTube MusicNeinNeinAngekündigt

Abo für Musik-Streaming kündigen

Ein langfristiges Abo muss für eine Musik-Flatrate nicht eingegangen werden. Alle Anbieter erlauben es, das Musik-Streaming-Abo zum Monatsende wieder zu kündigen. Allerdings geht dann auch sämtliche Musik, die nicht einzeln gekauft wurde, wieder verloren.

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