iPhone 12 im Gerüchte-Check: Verbessert Apple die Displays?

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Neues Jahr, neue iPhone-Generation. Stellte Apple wie gewohnt im vergangenen September die Modelle rund um das iPhone 11 vor, werden sie 2020 vom iPhone 12 abgelöst. Zu den Apple-Smartphones weiß man bereits eine Menge zu berichten, doch bestätigt ist bislang nur wenig. Wir haben alle Gerüchte, Daten und Fakten im Folgenden zusammengefasst.
Bildquelle: Screenshot YouTube-Video

In den vergangenen Monaten gab es unzählige Gerüchte rund um die iPhone-12-Modelle, die Apple – wahrscheinlich – wie gewohnt im September auf den Markt bringen wird. Hoch im Kurs steht dabei unter anderem die 5G-Fähigkeit, die, anders als bei der Konkurrenz, erstmalig in einem iPhone Beachtung findet. Darüber hinaus soll Apple nicht mehr nur drei, sondern vier neue iPhones planen.

Display: 2020er iPhones mit OLED-Displays

Aktuelle Gerüchte zum Display will die Beraterfirma Display Supply Chain Consultants (DSCC) in Erfahrung gebracht haben. Demzufolge soll das iPhone 12 Pro Max ein 6,68 Zoll großes, flexibles OLED-Display bieten, das mit 1.284 x 2.778 Pixeln auflöst. Damit würde das Smartphone auf die gleiche Pixeldichte wie das iPhone 11 Pro Max kommen (458ppi). Zudem soll das iPhone 12 Pro Max die Y-OCTA-Technologie inne haben. Dieses Panel ist nicht nur dünner und kostengünstiger, sondern ist direkt mit Elektroden für den Touchsensor beschichtet. Das Interessante ist jedoch: Laut Jon Prosser soll das iPhone 12 Pro Max eine Farbtiefe von 10-bit besitzen, wodurch das Display über eine Million Farben darstellen kann. Das können derzeit nur das OnePlus 8 Pro und Oppo Find X2 Pro.

Das iPhone 12 Pro ist vergleichsweise kleiner und bietet laut DSCC ein 6,1 Zoll großes OLED-Panel. Auch hier soll die 10-bit-Farbtiefe sowie eine bessere Helligkeit unterstützt werden. Die Auflösung soll bei 1.170 x 2.532 Pixeln liegen. Besonders ist beim Pro-Modell, dass es eine Bildwiederholungsrate von 120 Hz besitzen soll. Abgesehen von der Bildwiederholungsrate soll das iPhone 12 Max die gleichen Display-Eckdaten haben.

Fans von kleinen Bildschirmen kommen mit dem iPhone 12 auf ihre Kosten. Sofern man den Gerüchten Glauben schenken kann, kommt es mit einem 5,4 Zoll großen Display aus. Inhalte soll es mit 1.080 x 2.340 Pixeln darstellen können, sodass die Pixeldichte bei etwa 475ppi liegt. Das kleinste Modell soll ebenfalls Y-OCTA-Technik bieten.

iPhone 12: Plant Apple vier Modelle?

Übte sich Apple in den vergangenen Jahren im Vergleich zur Konkurrenz eher in Bescheidenheit, sollen in diesem Jahr gleich vier iPhone-12-Modelle auf den Markt kommen. Laut Informationen des Leakers Jon Prosser vom YouTube-Kanal Front Page Tech, sollen die Smartphones wohl das gesamte Nutzerspektrum abdecken. Das heißt, von denjenigen, die eher handliche Geräte bevorzugen, bis hin zu Nutzern, die am Liebsten den ganzen Tag mit einem iPad herumlaufen würden. Dementsprechend soll der entscheidende Unterschied in der Display-Größe liegen.

Abseits der Displays werden die beiden günstigeren iPhones (Codenamen D52G und D53G) über ein Aluminium-Gehäuse verfügen. Das iPhone 12 Pro und das iPhone 12 Pro Max werden derweil aus rostfreiem Stahl gefertigt und bieten gleich drei Objektive zuzüglich eines Lidar-Sensors. Dieser kam schon beim diesjährigen iPad Pro zum Einsatz.

 iPhone 12 (5,4 Zoll)iPhone 12 (6,1 Zoll)iPhone 12 Pro (6,1 Zoll)iPhone 12 Pro Max (6,7 Zoll)
CodenameD52GD53GD53PD54P
GehäuseAluminiumAluminiumEdelstahl (rostfreier Stahl)Edelstahl (rostfreier Stahl)
Stegkleiner als bei den 11er-iPhoneskleiner als bei den 11er-iPhoneskleiner als bei den 11er-iPhoneskleiner als bei den 11er-iPhones
ProzessorApple A14 BionicApple A14 BionicApple A14 BionicApple A14 Bionic
Hauptkamerazwei Objektivezwei Objektivedrei Objektive + Lidar-Sensordrei Objektive + Lidar-Sensor
5Gjajajaja

Komplett neues Design im Anmarsch?

Wie das Gerät aussehen wird, weiß zurzeit wohl allein nur Apple. Dennoch gibt es Ideen und Konzepte, die erste Hinweise auf den Look des iPhone 12 liefern. Dabei sticht vor allem ein Gerücht hervor: das komplett neue (alte) Design. Bei vielen Designern gilt die aktuelle Formgebung von iPad Pro und MacBook Pro auch für das kommenden iPhone. So orientieren sie sich an dem eher kantigen Design, was insbesondere am Rahmen auffällt. Das Aussehen erinnert durch seine klaren Kanten deutlich an das iPhone 4. Könnte es demnach sein, dass Apple das letzte Steve-Jobs-iPhone wiederbelebt? Das folgende Konzept des DBS Designing Team verdeutlicht diesen Ansatz:

Andererseits munkelt man, dass, ähnlich wie bei einigen Android-Herstellern wie Samsung beim Galaxy S10+, auch beim nächsten iPhone eine TrueDepth-Kamera im pillenförmigen Punch-Hole-Design das Display zieren könnte. Das geht beispielsweise aus dem Video von ConceptsiPhone hervor. Anders als beim Samsung Galaxy S10+ werden im Video zum iPhone 12 Pro jedoch zwei statt nur eine Punch-Hole angezeigt. Die Nutzer hätten demnach ganze vier Kameras auf der Vorderseite zur Verfügung.

iPhone 12 im Hands-On

Es klingt fast unglaubwürdig – aber das vermeintliche iPhone 12 gibt es auch bereits in einem Hands-On-Video zu sehen. Zumindest einen Dummy.

5G und Prozessor

Die 12er-iPhones sind sich nach dem heutigen Kenntnisstand recht ähnlich: Alle Smartphones verfügen über Apples hauseigenen Prozessor A14 Bionic, sie alle unterstützen den neuen Übertragungsstandard 5G und sie alle weisen einen kleineren Steg auf, als noch die Vorgängermodelle der 11. Generation. Ob dieser jedoch nur minimal kleiner ausfällt oder wie bei der aktuellen Android-Konkurrenz kaum noch ins Gewicht fällt, ist laut Jon Prosser derzeit nicht bekannt.

Gerüchte rund um die Kamera

Die Triple-Kamera des iPhone 11 soll auch 2020 Bestand haben. Allerdings kommt keine 64-Megapixel-Kamera, sondern es bleibt bei der „Apple-typischen“ 12-Megapixel-Kamera. Jedoch soll der kalifornische Hersteller an den Funktionen des Kamera-Moduls drehen, wollen der YouTube-Channel EverythingApplePro und Max Weinbach von XDA Developers in Erfahrung gebracht haben.

Unter anderem sollen die neuen Modelle einen verbesserten Autofokus, Zeitlupenaufnahmen in schwierigen Lichtverhältnissen und Belichtungszeiten erhalten. Der Nachtmodus soll künftig auch beim Zoom verfügbar sein; der digitale Zoom soll eine bis zu 30fache Vergrößerung bieten. Schlussendlich steht wohl auch eine dreifache optische Tele-Kamera für das iPhone 12 Pro und iPhone 12 Pro Max bereit.

Neben der doppelten Kameralöcher auf der Vorderseite zeigt das Video auch vier Kameras auf der Rückseite. Um welche Objektive es sich handelt, ist nicht bekannt. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass Apple auch weiterhin auf ein Weitwinkel-, Ultraweitwinkel- und Teleobjektiv setzt und diese drei Kameras um beispielsweise ein zusätzliches Makro-Modul erweitert.

Sensoren und Co.

In Zuge der Entwicklung soll Apple ebenfalls die Gesichtserkennung für die iPhone-12-Serie verbessern. Auch dieses Gerücht stammt von EverythingApplePro und Max Weinbach von XDA Developers. Dabei soll die Face ID einen größeren Winkel erfassen können und durch die Technik „Dynamic Zoning Algorithmus“ sicherer sein. Weiterhin diskutiert das Video, ob Apple in diesem Zusammenhang auch eine intelligentere Face ID integriert, die den Bildschirm an verschiedene Situationen autonom anpasst – zum Beispiel den Blaulichtfilter aktiviert, wenn der Nutzer im Bett liegt. Hierzu gibt es aber nur wenige Gerüchte.

iPhone 12 Pro mit In-Display-Fingerabdrucksensor?

Seit der iPhone X-Serie verzichtet Apple aber auf die Touch-ID und setzte stattdessen auf Face-ID, also eine Entsperrmethode via Gesichtserkennung. Berichten von Bloomberg und Economics Daily News zufolge soll das Lesegerät für Fingerabdrücke nun im Bildschirm eingebettet sein und parallel zum Gesichts-ID-System funktionieren. Der sogenannte In-Display-Fingerabdruck-Sensor kommt in Smartphones wie etwa dem Samsung Galaxy S10 oder dem Huawei Mate 20 Pro zum Einsatz. Das Besondere daran ist, dass kein optischer Fingerabdrucksensor oder eine zusätzliche Blende um das Display herum benötigt wird. Das Gerät entsperrt sich einfach mit Auflegen des Fingers auf dem Display. Die biometrische Sicherheit bleibt erhalten.

Die Technologie wird jedoch definitiv zu den Spitzenmodellen des iPhones gehören, da die Ultraschallsensoren auf OLED-Bildschirme beschränkt sind. Wenn Apple seiner Linie treu bleibt, wird dieser demnach vermutlich nur in der Pro-Variante zu finden sein, da in der günstigen Version derzeit lediglich ein LC-Display verbaut ist. Ultraschallsensoren unterscheiden sich von den aktuell häufig genutzten optischen Sensoren dadurch, dass letztere Licht von einem Smartphone benötigen, um ein Bild eines Fingerabdrucks zu erstellen. Ultraschallsensoren arbeiten jedoch mit Schall, um den Fingerabdruck einer Person noch detaillierter in 3D wiederzugeben.

iPhone 12: Marktstart könnte sich verzögern

Die Webseite Nikkei geht davon aus, dass sich der Coronavirus negativ auf die Produktion der iPhone-12-Geräte ausgewirkt hat. Darum werden diese nicht mehr rechtzeitig zum üblichen Marktstart fertig. Seit jeher hat Apple den September für sich gepachtet und stellt sein neuesten Smartphones vor. Entsprechend könnten die iPhone-12-Modelle erst im Oktober oder gar im November präsentiert werden.

In die gleiche Kerbe schlägt auch die Beraterfirma Display Supply Chain Consultings (DSCC), die berichten, dass die Display-Produktion bereits um sechs Wochen verzögert sein soll. Auch hier wird ein Marktstart der iPhone-12-Serie im Oktober vermutet. Als sicher sollte diese Information derzeit jedoch auf keinen Fall angesehen werden.

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