Überraschend: So schlecht sind die Autos von Tesla, Audi und Mercedes

3 Minuten
Wie gut sind die E-Autos von Tesla? Und haben deutsche Hersteller wie Audi, Volkswagen oder Mercedes qualitativ bessere Autos? Eine aktuelle Studie sorgt für Furore und fällt ein vernichtendes Urteil – auch für die deutschen Autobauer.
Tesla Model 3 Long Range AWD
Der zweite Platz gehört, mit deutlichem Abstand auf den dritten, dem Tesla Model 3 Long Range AWD. Seine Reichweite: 429 km.Bildquelle: Tesla

Außen hui, innen pfui? Autos von Tesla haben offenbar ein großes Problem mit der Qualität. Zum ersten Mal tauchen Tesla-Fahrzeuge in der renommierten Qualitätsstudie des US-amerikanischen Analyseunternehmens J.D. Power auf. Und landen prompt auf dem letzten Platz. Pro 100 Fahrzeuge traten innerhalb der ersten 90 Tage nach Kauf 250 Mängel auf. Kein anderer Hersteller ist schlechter.

Audi und Mercedes kaum besser als Tesla

Die wenigsten Probleme hatten Besitzer von Autos von Dodge, Kia und Chevrolet. Volkswagen schafft es in die Top 10. Auf 100 VW-Fahrzeuge kamen 152 Mängel. Weit abgeschlagen auf den hinteren Plätzen rangieren Mercedes und Audi. Die folgende Liste der J.D. Power Studie zeigt die Hersteller mit der jeweiligen Zahl, der pro 100 Fahrzeuge gemeldeten Probleme:

  1. Dodge 136
  2. Kia 136
  3. Chevrolet 141
  4. Ram 141
  5. Genesis 142
  6. Mitsubishi 148
  7. Buick 150
  8. GMC 151
  9. Volkswagen 152
  10. Hyundai 153
  11. Jeep 155
  12. Lexus 159
  13. Nissan 161
  14. Cadillac 162
  15. Infiniti 173
  16. Ford 174
  17. Mini 174
  18. BMW 176
  19. Honda 177
  20. Toyota 177
  21. Lincoln 182
  22. Mazda 184
  23. Acura 185
  24. Porsche 186
  25. Subaru 187
  26. Chrysler 189
  27. Jaguar 190
  28. Mercedes 202
  29. Volvo 210
  30. Audi 225
  31. Land Rover 228
  32. Tesla 250

Deshalb schneidet Tesla so schlecht ab

Die E-Autos des Milliardärs Elon Musk haben der Studie von J.D. Power nach mit ausfallenden Touchscreens, schlechter Lackqualität, mangelnder Passform von Karosserieteilen und Klappergeräusche zu kämpfen. Offenbar kennt Tesla diese Probleme selbst, weshalb man sich im Gegensatz zu allen anderen Herstellern weigerte, in 15 US-Bundesstaaten Kundenzufriedenheitsdaten herauszugeben. Stattdessen nahm das Analyseunternehmen Stichproben in den verbliebenen 35 Bundesstaaten und befragte 1.250 Besitzer von Tesla-Fahrzeugen. Dass aber Kalifornien als größter Elektroautomarkt in den USA nicht dazu gehörte, könnte das schlechte Abschneiden erklären.

Wie weit kommt ein E-Auto? Top 10 E-Autos mit der größten Reichweite

ADAC-Statistiken zeichnen ein anderes Bild

Wirft man einen Blick auf die ADAC-Pannenstatistik, ergibt sich insbesondere in Bezug auf die deutschen Autohersteller ein vollkommen anderes Bild. So belegen Audi und BMW in der Mittel- und Oberklasse die ersten Plätze. Kia hingegen schneidet deutlich schlechter ab. In der unteren Mittelklasse gehören etwa der Kia Sportage und der Kia Ceed zu den Flops im Test. Tesla spielt bei der Pannenstatistik aber keine Rolle. Zudem sind beide Rankings nicht ohne Weiteres miteinander vergleichbar. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die gleichen Hersteller in den USA und Deutschland ganz verschiedene Modelle verkaufen.

So entsteht die Qualitätsstudie

J.D. Power ermittelt und analysiert seit 1968 einmal jährlich von Autofahrern erlebte Probleme in Kategorien wie Motor und Antrieb, Infotainment und Verarbeitung. Bei Befragungen geben Kunden sämtliche Probleme mit ihrem Auto an, die in den ersten 90 Tagen nach Kauf aufgetaucht sind. Tesla war das erste Mal bei der Studie dabei.

Deine Technik. Deine Meinung.

1 KOMMENTAR

  1. Statistiken…
    In der ADAC Pannenstatistik landen nur Fahrzeuge die über den ADAC abgeschleppt oder deren Hilfe beansprucht haben.

    Hersteller wie BMW und MB haben ihren eigenen Service und werden aus diesem Grund in solchen Statistiken icht vorkommen.

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein

geschützt durch reCAPTCHA Datenschutzerklärung - Nutzungsbedingungen

VERWANDTE ARTIKEL