Es ist nicht das erste Mal, dass die Telekom ordentlich austeilt. Schon im Herbst hatte sie gegen das Internet per Kabel in einem Social-Media-Posting ausgeteilt. Damals war der Diss subtiler, dieses Mal ist er viel direkter. Denn die Telekom stellt in ihrem Posting im Video eine Beerdigung nach. Auf einer städtischen Glasfaserbaustelle wird symbolisch der Kabelanschluss beerdigt. Eine Anschlussbuchse wird dabei in die Baugrube geworfen, mit Rosen bedeckt und dann unter Erde vergraben. „RIP Kabel-Internet“ heißt es in einer Einblendung.
Nicht der erste Kabel-Internet-Diss
Im Herbst war es ein einfaches, gepostetes Bild: Es soll eine Unterhaltung zwischen einem Kind und seiner Mutter zeigen. Das Kind fragt: „Mama, können wir schnelles Internet haben?“, und die Mutter antwortet: „Wir haben schnelles Internet zu Hause.“ Als Nächstes zeigt das Posting den Schriftzug „Das Internet zu Hause:“ und darunter abgebildet eine Anschlussbuchse für einen TV-Kabelanschluss.
Die Nachricht, die die Telekom verbreiten will: Ein Glasfaseranschluss ist die einzige Möglichkeit, schnelles Internet zu bekommen. Doch die meisten Kunden interessieren sich nicht dafür, ob ihr Internet per Kabel, Glasfaser oder DSL in die Wohnung kommt. Das Wichtigste für die Kunden: Es muss funktionieren – sowohl bei der Anschlussschaltung als auch später im Betrieb.
Kabelnetze sind Rotes Tuch für die Telekom
Das Kabelnetz ist für die Telekom schon seit Langem ein rotes Tuch. Der Grund: Auch per Kabel ist Internet mit hohen Datenraten möglich – allerdings nicht im Upstream. Im Gegensatz zur Glasfaserleitung ist aber keine neue Leitung notwendig, und in der Regel ist Kabel-Internet auch günstiger. Die Telekom aber will ihre neuen Glasfaserleitungen vermarkten. Hier ist die Nachfragequote oft schlecht, die Kosten aber hoch. Dabei gilt Glasfaser zumindest mittel- und langfristig als alternativlos in Sachen Internetanschluss.
Entsprechend versucht die Telekom auf mehreren Ebenen, gegen das Kabel zu wettern. So hat sich zum Beispiel im Herbst Telekom-Deutschland-Chef Rodrigo Diehl sehr deutlich zum Thema Kabel-Internet geäußert. Bei der Jahrestagung des Branchenverbandes Buglas griff er vor allem Vodafone an, ohne den Anbieter namentlich zu nennen. Der „größte Anbieter“ treibe die Kupfer-Glas-Debatte aus taktischen Gründen voran, ohne selbst konsequent auf Glasfaser bis in die Wohnungen zu setzen – und behaupte zugleich, gar kein Kupfer zu haben. „Man muss ein HFC-Kabel nur aufmachen, um zu sehen, was da drin ist. Da steckt Kupfer“, so Diehl. „Koax ist keine zukunftssichere Technologie“, hieß es weiter. Dabei hatte Diehl noch 2024 das Koax-Netz verteidigt, da aber in seiner Rolle als österreichischer Magenta-Chef mit einem hohen Kabelanteil.
Ins gleiche Horn stößt eine vom Buglas in Auftrag gegebene Studie bei Marketingprofessor Jens Böcker, der zahlreiche Studien im Auftrag von Telekommunikationsverbänden erstellt hat. Dass es in diesem Fall der Buglas ist, scheint nicht zufällig: Die Telekom ist Mitglied im Buglas, der einst ein reiner Wettbewerbsverband war. Böcker sagt langfristig das Ende der Kabelnetze voraus.

Ich hatte schon des öfteren Kabel Internet und hatte immer Probleme. Wenn man Internet haben möchte was funktioniert dann braucht man es per Glasfaser oder über den Telefonanschluss, alles andere ist Käse. Die schlimmste Kombi ist Kabel und Vodafone, zwei Dinge die alleine schon nicht funktionieren.
Also mein Kabel-Internet läuft seit Jahren sehr gut. Ich habe damals ein eazy Vertrag gemacht, der mich bis heute 18.99 kostet. Die 40k reichen und laufen konstant. Ich verstehe nicht wofür alle Privat so schnelle Leitungen benötigen? Es wird einem aufgezwungen 100k und mehr zu nehmen und die Auslastung ist meistens 1-2%.
Jaja, schlage nicht die Hand, die dich füttert und wie das Fähnchen im Winde. Fakt ist, 99% der Internetnutzer genügen max 50 MBit/sec. DSL und/oder Kabel sind da völlig ausreichend und zukunftssicher. Glasfaser ist einfach für den Privatmann/-frau nicht konkurrenzfähig.
Drei verschiedene Vertreter haben uns die letzten zwei Jahre Besucht, bezüglich der Glasfaserkabel….. Nichts ist passiert, jetzt schmeiß ich jeden der mir etwas anbieten will, RAUS
MFG Frank aus Bremen – Nord
habe seit fünf jahren Vodafone CableMax 1000 und bin sehr zufrieden! Natürlich gibt es schon mal für kurze Zeit ausfälle aber diese Problem haben alle Anbieter! Kabel ist eine echte Alternative für alle die keinen schnellen DSL Zugang bekommen können geschweige denn die völlig überteuerten Glasfaseranschlüße möchten!