O2, Vodafone & Telekom: 100 GB Datenvolumen & Flatrates als Soforthilfe

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Die Flut-Katastrophe im Westen Deutschlands hat zahlreiche Opfer gefordert, Häuser und Existenzen zerstört. Auch das Festnetz ist in vielen Regionen derzeit nicht nutzbar, während die Mobilfunknetze oftmals wieder funktionieren. Die Netzbetreiber helfen jetzt mit kostenlosem Datenvolumen.
Ein LTE-Sendemast
Bildquelle: Telefónica

Schon vor einigen Tagen hat sich Vodafone dazu entschlossen, allen Kunden, die in der Flutregion leben, 100 GB Datenvolumen als Soforthilfe aufzubuchen. Dazu ist weder ein Anruf noch eine aktive Buchung notwendig. Einzige Voraussetzung ist es, Vodafone-Kunde zu sein – egal ob mit Vertrag oder einer Prepaid-Karte – und als Kundenadresse eine Adresse im Flutgebiet zu haben. Vodafone sprach von insgesamt 98 Postleitzahlengebieten, die man ausgemacht habe.

Eine ähnliche Aktion gibt es bei O2: 100 GB Datenvolumen für jeden, der im Flutgebiet lebt und dort eine O2 Karte nutzt, bekommt 100 GB Datenvolumen. Bis zum 20. August sind diese nutzbar.

Beide Anbieter informieren die jeweiligen Kunden per SMS über die Aufbuchung. Wie bei Vodafone betrifft die Maßnahme bei O2 auch Kunden mit einer Prepaid-Karte. Dabei würden auch Kunden anderer Discounter-Marken, deren Abwicklung aber durch Telefónica Deutschland erfolgt, von dem kostenlosen Datenvolumen profitieren.

Soforthilfe: 100 GB Datenvolumen abhängig von der Wohnadresse

Die 100 GB verstehen Vodafone und O2 als Soforthilfe. Auf diesem Weg soll es auch ohne Festnetz möglich sein, wichtige Dinge zu erledigen. So können Fotos an Versicherungen geschickt, Handwerker und Gutachter kontaktiert oder einfach mal mit Freunden und Familie Kontakt aufgenommen werden.

Nachteil der Postleitzahlen-Variante: Helfer, die jetzt ins Flutgebiet fahren, aber woanders leben, bekommen keinen Zugang zu dem Datenvolumen. Das sei technisch nicht anders realisierbar, da die Netzbetreiber nicht abfragen könnten, wo sich Kunden aufhalten. So können umgekehrt auch Kunden, die gar nicht in der Hochwasserregion sind, die SMS samt der 100 GB bekommen – beispielsweise bei Firmenhandys.

Telekom-Aktion für alle wird zur Fluthilfe

Auch die Telekom hilft vor Ort. Die Serviceteams der Telekom haben Handys, SIM-Karten und Powerbanks in die Krisengebiete geschickt. Sie verteilen dort auch „Schnellstarter-Pakete“, damit Menschen ohne Festnetzanschluss schnell wieder online sein können. Zusätzlich erhalten betroffene Kunden Datenpakete via SMS oder E-Mail.

Die Telekom hat außerdem 2.500 Ersatz-Handys (wie das robuste Outdoor-Handy CAT B35) mit SIM-Karten verschenkt. Die SIM-Karten sollen drei Monate lang ohne jegliche Limitierung aktiv bleiben. Service-Mobile und Trucks, die sonst für die Vermarktung von Glasfaser genutzt werden, dienen in Bad Neuenahr, Euskirchen und Eschweiler als Ersatz für die Shops.

Schon vor der Katastrophe hatte die Telekom eine Aktion für alle privaten Vertragskunden in ganz Deutschland gestartet: Eine 31-Tage-Datenflatrate kann komplett kostenlos gebucht werden. Die Buchung ist noch bis Mitte August möglich. Nach Berichten von Kunden ist auch eine Buchung für Prepaid-Kunden möglich, obwohl das seitens Telekom eigentlich nicht vorgesehen war.

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