Telekom Netzausbau: Schneller Ausbau bei LTE und 5G

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Das Mobilfunknetz der Telekom gilt als das beste Netz in Deutschland. Regelmäßig wird es zum Testsieger ernannt. Trotzdem gibt es Funklöcher und Ausbaupläne – und mit 5G auch einen neuen Netzstandard. Wir zeigen dir alles, was du zum Telekom-Netzausbau wissen musst.
Ein Sendemast für Handynetze im ländlichen Raum
Bildquelle: Thorsten Neuhetzki / inside digital

Die Ausbaupläne des LTE-Netzes

Beim Mobilfunkausbau gilt das LTE-Netz der Telekom als Vorzeigenetz in Deutschland. Alleine 32.00 Standorte betreibt der Bonner Konzern mit Stand März 2021. Doch damit nicht genug: Die Telekom die Zahl ihrer Mobilfunk-Standorte in Deutschland auf 36.000 erhöhen. Das Ziel: Bis 2025 sollen 99 Prozent der Bevölkerung auf 90 Prozent der Fläche LTE nutzen können. Ende 2020 waren es 98,6 Prozent der Bevölkerung, im März 2021 schon 98,7 Prozent.

Durch die Aktivierung von LTE im Band 1 erreicht die Telekom dort, wo die Aktivierung erfolgt ist nach eigenen Angaben in der Spitze bis zu 225 Mbit/s auf dem Land. In Städten kann das Netz sogar 600 bis 800 Mbit/s Gesamtkapazität liefern.

Mehr Kapazität mit Small Cells

Zu den großen  Sendemasten sollen noch weitere Small Cells hinzukommen, die nur einen kleinen Bereich in Städten mit zusätzlicher Kapazität versorgen. Mit diesen kleineren „Verstärker-Antennen“ kann Netzkapazität dort erweitert werden, wo Kunden sie benötigen. Im Fokus des Ausbaus stehen Großstädte wie Hamburg, Berlin und München. Als Standorte von Small Cells dienen oft öffentliche Telefone. Zusätzlich werden in diesem Jahr Laternenmaste und Stadtmöbel als alternative Installationsoptionen pilotiert.

Telekom-UMTS vor Abschaltung

Die Telekom hat Anfang 2020 ihr UMTS-Netz zusammengeschrumpft. Das betrifft nicht den Ausbau im Sinne der Fläche, die das Unternehmen versorgt, sondern die Kapazität. Nur noch 5 MHz Spektrum nutzt das Unternehmen für UMTS. Damit versorgt die Telekom bis auf Weiteres alle Kunden weiter, die noch kein LTE-Handy oder keinen LTE-Tarif haben. Im Sommer ist damit aber Schluss. Erste Abschaltungen gibt es bereits im März 2021.

Das wirkt sich aber auf die Geschwindigkeit aus. Die Reduzierung der Kapazität dient dazu, die bisherigen UMTS-Frequenzen künftig für LTE und 5G nutzen zu können. Bis Ende 2021 wird UMTS wohl komplett abgeschaltet – nicht nur bei der Telekom.

5G der Telekom schon in der Fläche

Seit Sommer 2019 ist die Telekom mit ihrem realen 5G-Netz für Endkunden aktiv. Inzwischen sind es 30 Städte. Dabei handelt es sich um Zellen mit einer hohen Kapazität und Datenraten von bis zu 1 Gigabit pro Sekunde. Die eingesetzten Frequenzen stammen aus dem 3,6-GHz-Bereich. Wie viele Masten oder Antennen es gibt, die dieses Gigabit-5G-Netz ausstrahlen, verrät die Telekom nicht.

Bei den Städten handelt es sich um Aachen, Augsburg, Berlin, Bochum, Bonn, Braunschweig, Bremen, Darmstadt, Dortmund, Dresden, Duisburg, Düsseldorf, Emden, Erfurt, Essen, Frankfurt/Main, Gütersloh, Hamburg, Hannover, Ingolstadt, Jena, Kassel, Kiel, Köln, Lübeck, Leipzig, Ludwigsburg, Meerbusch, Mönchengladbach München, Nürnberg, Saarbrücken, Schwerin, Stuttgart, Wiesbaden, Wilhelmshaven und Wolfsburg.

Die Telekom hat jedoch auch 5G auf anderen Frequenzen aktiviert. Zum Start im Juni 2020 erreichte das Netz mit einer Geschwindigkeit von 150 Mbit/s nach Telekom-Angaben 16 Millionen Bürger. Inzwischen sind es Ende März 2021 80 Prozent der Bevölkerung. Zum Einsatz kommen hier die bisherigen UMTS-Frequenzen sowie Frequenzen, die sich die Telekom vorzeitig von O2 geliehen hat. Insgesamt gibt es mit diesem Netz bereits 50.000 Antennen. Ende des Jahres soll das Netz 90 Prozent der Bevölkerung erreichen.

Nutzen kannst du 5G der Telekom, wenn du ein 5G-Handy und einen aktuellen Telekom-Tarif hast. Achte in jedem Fall darauf, dass das Handy die Frequenzbänder N1 und N78 unterstützt. Wichtig auch: Nur mit Geräten, die direkt von der Telekom kommen, funktioniert das Netz einwandfrei. Bei Ware aus dem freien Handel kann es Probleme geben.

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