Holländern gelingt der Durchbruch: Diese KI-App hilft Millionen Menschen

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Apps gibt es in den App-Stores im Überfluss. Viele davon sind Zeitverschwendung, andere einfach nur unnütz. Oder man installiert sie, weil man sie braucht, wie etwa WhatsApp oder eine Banking-App. Doch jetzt zeigt ein holländisches Unternehmen eine KI-App, die Millionen Menschen hilft.
Holländern gelingt der Durchbruch: Diese KI-App hilft Millionen Menschen
Holländern gelingt der Durchbruch: Diese KI-App hilft Millionen MenschenBildquelle: Whispp

Auf dem Mobile World Congress, einer der weltweit größten Mobilfunkmessen, zeigen Handy-Hersteller wie Samsung oder Xiaomi ihre neuesten Smartphones, smarten Ringe oder Elektroautos. Doch auf der Messe gibt es auch Unternehmen, die wenig oder überhaupt nicht bekannt sind. Dazu gehört auch das holländische Start-up Whispp. Wir haben uns mit dem Gründer und Chef des Unternehmens unterhalten. Und er demonstrierte uns eindrucksvoll, was seine KI-App mithilfe von künstlicher Intelligenz in Echtzeit machen kann.

KI-App aus Holland ist ein leiser Jubelschrei

Seitdem es WhatsApp und Co. gibt, telefonieren zwar immer weniger Menschen miteinander. Doch Videotelefonate und Sprachnachrichten sind beliebter denn je. Vor allem Gespräche mit der Familie sind heute nicht mehr wegzudenken. Doch es gibt Millionen Menschen, die ungern zum Handy greifen, um mit jemandem zu sprechen. Etwa weil sie keine Stimme haben, stottern oder unter anderen Sprachstörungen leiden. Und für ebendiese Menschen hat Whispp eine KI-App entwickelt. Die Anwendung gibt Personen, die nur noch flüstern können, ihre Stimme wieder.

Wir haben eine App getestet, die deinen Einkauf für immer verändern wird

„Sprachbehinderungen und Sprachstörungen wie Stottern beeinträchtigen das Leben und das Glück eines Menschen erheblich“, sagt Joris Castermans, Gründer und CEO von Whispp. Uns demonstriert der Holländer auf der Messe in Barcelona, wie seine KI-App funktioniert. Ruft man jemanden über die Whispp-App an, die dabei die normale Anruf-Anwendung ersetzt, und flüstert ins Handy, kommt beim Gesprächspartner am anderen Ende der Leitung das gesprochene Wort nicht geflüstert, sondern mit nahezu natürlicher Stimme an.

Anruf aus der Vergangenheit

Dabei kann man aus vordefinierten Stimmen auswählen oder aber seine eigene, nicht mehr vorhandene Stimme von der KI-App nachbilden lassen. Dazu benötigt Whispp eine etwa zwei Minuten lange Audio-Aufnahme der gesunden Stimme. Auch mit älteren Videos, in denen man noch seine Stimme hatte, lässt sich die KI-App füttern. Whispp will aber nicht nur denjenigen helfen, die ihre Stimme verloren haben. „Menschen, die etwa stark stottern, können ihre Stotterhäufigkeit beim Flüstern um durchschnittlich 85 Prozent reduzieren“, so der Gründer. Anrufe über Whispp sorgen dann dafür, dass man nahezu stotterfrei mit einer anderen Person sprechen kann.

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Die KI-App Whispp gibt es zwar kostenlos im Google Play Store und im Apple App Store fürs iPhone. Doch Castermans sagt uns, dass man ohne Geld nicht auskommt, da unter anderem Server für die „Echtzeit-Übersetzung“ bereitgestellt werden müssen. Und so kostet der Dienst rund 20 Euro pro Monat. Dafür gibt es 60 Minuten, die man für Gespräche in der KI-App nutzen kann. Installiert der Gesprächspartner ebenfalls die Whispp-App, bekommt man bis zu 360 Minuten pro Monat extra. Denkbar ist, dass solche KI-Modelle künftig nicht nur als App auf Handys zum Einsatz kommen, sondern dass Smartphone-Hersteller wie Samsung und Co. sie ins Betriebssystem implementieren. So wie aus der Taschenlampen-App einst eine ganz normale Handy-Funktion wurde.

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