Deutsche Bahn: Die Wahrheit, warum Deutsche nicht mit dem Zug fahren wollen

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Mit dem Zug zu verreisen, ist im Prinzip eine entspannte Alternative. Dennoch nutzen viele Menschen sie nicht und verlassen sich stattdessen auf ihr Auto oder den Flugverkehr. Die Frage ist: warum? Eine Statistik deckt die Wahrheit auf.
Ein Zug der Deutschen Bahn auf einer Brücke.
Das hält die Deutschen vom Zugfahren ab.Bildquelle: Jonas Junk/Unsplash

Das 9 Euro-Ticket hat es im Sommer vorgemacht: Die grüne Wende wäre möglich – zumindest in der Theorie. Man will die Menschen zugunsten der Umwelt von den Straßen holen, CO2 einsparen und stattdessen in den öffentlichen Nahverkehr bringen. Mal abgesehen von tendenziell hohen Preisen für Busse und Bahnen – was hält die Menschen davon ab, auf Züge umzusteigen?

Warum fahren Menschen ungern mit dem Zug?

Rein theoretisch ist das Reisen mit dem Zug im Vergleich zum Auto und mit dem Flugzeug stressfreier. Man kann sich einfacher während der Fahrt bewegen, hat – zumindest im Fernverkehr – ein Bordrestaurant und kann viele Dinge erledigen, auch im Internet. Dennoch greifen die meisten Menschen nicht auf den Schienenverkehr zurück, sondern bleiben bei ihrem Auto oder dem Flugzeug.

Das Marktforschungsinstitut Statista hat genau zu dieser Thematik eine Befragung durchgeführt. Das Ergebnis ist wenig überraschend, legt aber erneut den Finger in die Wunden, die hierzulande die Deutsche Bahn seit Jahren mit sich trägt: hohe Preise und Unzuverlässigkeit.

Dabei ist es primär die Unzuverlässigkeit, die Kunden davon abhält, mit der Bahn zu verreisen. 28 Prozent der Befragten gaben das als Grund an. Dass man sich bei der Deutschen Bahn seit Jahren darauf verlassen kann, dass regelmäßig Züge im Nah- sowie Fernverkehr ausfallen, ist kein Geheimnis. Auch die Statistik zum vergangenen Jahr unterstrich diese Tatsache, wo die Deutsche Bahn die Unpünktlichkeit auf die Spitze trieb.

Dazu mischt sich die Sorge von 21 Prozent der Befragten, keinen Sitzplatz während einer Reise zu bekommen und durchgehend stehen zu müssen. Auch die hohen Preise sind es, die Menschen von Zugreisen abhalten (23 Prozent). 17 Prozent gaben an, sich bei Reisen nicht sicher zu fühlen, wenn sie schlafen – beispielsweise bei nächtlichen Fahrten.

Wo Schatten, ist auch Licht: Das macht Zugreisen positiv

Doch in der Umfrage kommen Zugreisen nicht gänzlich negativ davon. Viele Menschen plädieren auch für einen Umstieg und argumentieren, dass sie aus Umweltgründen auf den Zug umsteigen (22 Prozent). Das gilt für 15 Prozent der Befragten auch bei Nachtreisen, bei denen sie einen Nachtzug sogar einem Flugzeug vorziehen. 14 Prozent der Teilnehmer gaben an, den Schienenverkehr generell als bevorzugtes Reisemittel anzusehen.

Deine Technik. Deine Meinung.

34 KOMMENTARE

  1. Karl

    Ich mag Zugfahren auch nicht. Neben den o.g. Gründen kommt noch das bescheidene Umsteigen dazu und wenn man aufs Land fährt ist man so unflexibel in Bezug auf die weiteren Verbindungen. Es spricht beim Zugfernverkehr (in Deutschland und Europa) für mich überhaupt nichts fürs Zugfahren, nicht ein Argument. Was müsste sich ändern? Momentan erst mal der Wegfall der Maskenpflicht. Bessere Preise, Optimierte Anschlussmöglichkeiten, Schneller, nur Sitzplatzreservierungen und die Möglichkeit auf dem Land besser voranzukommen im ÖNV. Reden wir in 30 Jahren wieder drüber.

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  2. Ralph Gutschmidt

    Letztlich ist das ganze derzeit gar nicht so wichtig. Denn die Bahn ist völlig überlastet. Erst mal die Schiene gut ausbauen, damit mindestens doppelt so viele Menschen fahren können wie heute. Wenn die Züge dann häufiger und pünktlicher sind werden die Züge dann immer noch voll sein.

    Und Menschen, die die Bahn für „zu teuer“ halten, sollte man gar nicht erst ernst nehmen. Die sollen weiter ihren 2,5 Tonnen SUV fahren, bei dem sie allein für schönere Räder oder ein paar zusätzliche PS mehr bezahlt haben, als eine BahnCard 100 kostet.

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  3. Alex7367

    Würde liebend gerne auf den ÖPNV umsteigen, aber vor allem hohe Preise, mangelnder Komfort und die Tatsache das auf den Strecken, die für mich interessant wären, gar keine Verbindungen existieren, halten mich davon ab!

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  4. Wolf-Dieter Zastrow

    Als Bahnkunde ist man leidgeprüft.

    Wirklich… nach jahrzehntelange Bahnfahren kann und muß ich das definitiv so als Fazit ziehen.

    Verspätungen von im Schnitt zwei Stunden (Anschlußzug aufgrund Verspätung verpasst) sind die Regel.

    Höhe Preise… ja, sicherlich. Früher gab es eine 50%-Bahncard, nachdem schon zuvor der IC-Zuschlag die I transparenten Preisstrukturen eingeläutet hat. Dann ICE-Sonderpreis. Alles noch irgendwie im Rahmen. Aber heutzutage spottet die Preisgestaltung jeglicher Beschreibung. Kompliziert und kundenunfreundlich.

    Was zum letztlichen Knackpunkt führt: das Unternehmen versteht sich nicht als Dienstleister.
    Man muß geradezu um Verzeihung bitten, überhaupt mit der Bahn zu fahren. Service und Kulanz sind absolute Fremdwörter.

    Starr, uneinsichtig, tendenziell leider immer schlechter werdend präsentiert sich die Bahn insbesondere seit ihrer Privatisierung.

    Ein persönlicher Negativhöhepunkt war meine Hochzeitsreise, bei welcher im Nachtzug weder auf der Hin- noch auf der Rückreise der gebuchte Schlafwagen zur Verfügung stand und man sich vom Zugbegleiter anblaffen mußte, was einem denn der Schlafwagen brächte, wenn die Heizung nicht funktionieren würde.

    Ironischerweise war die Heizung im Liegewagen auch kaputt und wir mussten stundenlang in voller Kleidung vor uns hinfrieren…

    Danke, liebe Bahn, danke für alles.

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  5. Strolch

    wie sieht es mit selbst bestimmten Reisen aus? ich bezahle lieber viel aber reise nur mit Menschen die mir genehm sind. ich gehe eine geringere Wahrscheinlichkeit ein, krank zu werden.ich kann mehr Gepäck mitnehmen. dafür sind die Kosten egal wie hoch die sind mir lieber.

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  6. M.Celly

    zum letzen Kommentar sollte man zwei Dinge richtigstellen.
    1. ist die Bahn nie privatisiert worden sie gehört dem Bund der sie auch in den Zustand wie sie momentan ist gebracht hat mit sparen sparen sparen.
    2. wenn sie ihre Hochzeitsreise nicht vor etwa 8 Jahren schon gemacht haben dann können sie nicht mit der Bahn die sie meinen gefahren sein den die DB betreibt seid etwa so langer Zeit keine Nachtzüge mehr das machen die Österreicher.
    aber ja sie haben auch Recht das es teuer sein kann mit der Bahn zu fahren und das die Qualität sehr zu wünschen übrig lässt.
    und das so gelobte 9 € Ticket hat genau das Gegenteil bewirkt was es sollte. Es sind viele Pendler wieder mit dem Auto gefahren weil sich kein normaler Mensch das anrufen wollte.

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  7. Matteo Greco

    Vor ca. 3 Jahren haben wir unser Auto verkauft und sind seitdem zu Fuß, mit dem Rad und ÖPNV unterwegs. Im Rhein-Main Gebiet braucht niemand einen Pkw, wir vermissen den Wagen nicht.
    Die Bahn ist nicht teuer, der Pkw war inklusive aller tatsächlichen Kosten viel aufwändiger. Mit der Bahncard 25 und vielen Sondertarifen Kommen wir sehr günstig davon.
    Wenn ich ein Ticket bei der Bahn buche stelle ich als Umsteigezeit 20 statt 10 Minuten ein. Damit kommen wir gut zurecht.
    Die Autobahnfahrten mit den Staus und Unfällen und vielen LKWs vermissen wir wirklich nicht.
    Den Flieger brauchen wir Richtung Mittelmeer, Urlaubsflüge halt. 2-3 Mal im Jahr.
    Insgesamt ist die Aufregung über die DB deutlich aufgebläht.

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  8. Stefan Thorwest

    In der letzten Woche bin ich 2 Mal mit der Bahn gefahren. Rail & Fly nach und von Frankfurt (Flughafen). Beide ICE waren unpünktlich. Jeweils 20 Minuten. In den 80ern war die Bundesbahn sehr pünktlich. Dann kam Mehdorn.

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  9. Elvis

    Die Bahn ist scheisse

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  10. Gunther

    Ich habe mit 65 mein Auto verkauft und mir die Bahncard 50 1. Klasse zugelegt. Oft Sondertarife ausgenutzt, für Essen und Trinken oft mehr ausgegeben als für das Ticket. Als das Maskentheater losging habe ich meine Bahncard gekündigt und mir wieder einen SUV zugelegt mit dem ich jetzt wieder durch die Lande fahre.

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  11. Yitzhak Rothstein

    Die Bahn hat in den 1990er Jahren irreparable Schäden am eigenen Schienennetz angerichtet, Streckenstillegungen, Gleisrückbau und Verkauf von Grundstücken und Gebäuden. Gerade in der Fläche tat sie alles, damit auch der/die Letzte endlich „vernünftig“ wird und Auto fährt. Shareholder Value ist eben wichtiger als der Auftrag der Bahn, im Prinzip an (fast) jeder länger als drei Stunden abgestellten Milchkanne anhalten zu können.
    Die Privatisierung von existentiell wichtigen Einrichtungen war DER Fehler, der Deutschland bahntechnisch zum Entwicklungsland gemacht hat. Die Bahn (wie auch andere lebenswichtige Infrastruktur) darf nicht im Sinne brachialer Gewinnmaximierung betrieben werden. Sie sollte Ihrem ursprünglichen Versorgungsauftrag auch in der Fläche dienen. Sie KOSTET Geld, statt welches zu generieren, wenn sie überhaupt zur Alternative zum Auto werden soll. Die Zukunft sieht allerdings eher nach Verzicht auf Mobilität aus.

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  12. Thomas_aus_Marl

    Nach 3 Jahren Abstinenz habe ich in diesem Sommer mit dem 9 Euroticket dem ÖPNV noch einmal eine Chance geben wollen.

    Es ging mit der Regionalbahn in rund 45 Minuten von Marl nach Essen zum Einkaufen. Die Hinfahrt war angenehm, der Zug pünktlich und nicht überfüllt.

    Da ich am Abend daheim um 18 Uhr zu einer Veranstaltung wollte, habe ich einen ordentlichen Zeitpuffer eingebaut und gegen 16 Uhr den Heimweg angetreten.

    Doch ich hatte die Rechnung ohne die Deutsche Bahn gemacht.

    Der Zug wurde kurz hinter Essen auf ein Nebengleis geleitet, wo er 20 Minuten auf freier Strecke stand, um einen anderen Zug, der Vorrang hatte, vorbei zu lassen.

    Weiter ging es dann nach Bottrop, wo alle Fahrgäste aufgefordert wurden, den Zug zu verlassen, da der aufgrund der Verspätung nicht mehr weiter fuhr und zu seinem Ausgangspunkt zurückkehrte.

    „Die Deutsche Bahn bedankt sich für Ihr Verständnis“, lautete die Durchsage. Was für ein Hohn.

    Keine Ansage wie man von Bottrop weiter zu seinem Ziel kommen kann!

    Ich setzte meine Fahrt also mit dem Bus fort und nach einmal umsteigen war 3 Stunden und 45 Minuten später war ich endlich zu Hause.

    Obwohl ich eine Stunde als Reserve eingeplant hatte, war die Veranstaltung natürlich länst vorbei, was angesichts von drei Stunden Verspätung nicht weiter verwundert.

    Danke, Deutsche Bahn.

    Alle reden vom Wetter- Die Bahn kommt – immer.

    An diesen Werbespot aus Kindertagen werden sich noch viele erinnern. Heute braucht es nochmal nicht einmal schlechtes Wetter. Die Zeiten, wo dieses Unternehmen noch Leistung gebracht und auf die Zufriedenheit seiner Kunden bedacht war, sind endgültig vorbei.

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  13. Antje Th.

    Eigentlich könnte die deutsche Bahn besser da stehen, als die es will.
    Die Bahn könnte mit einem besseren Konzept der größte Arbeitgeber Deutschlands sein.
    Ob das jemals eintrifft, bezweifle ich stark.
    Seit der Wende hat sich flächendeckend ein kompletter Rückbau des Schienennetzes in den Vordergrund gestellt. Sparen um jeden Preis, nur das man nicht über den Tellerrand schaut.
    Die Privatisierung hat hier kein
    besseres Unternehmen geschaffen. Die Zukunft wird den Bahnbediensteten irgendwann auf die eigene Füße fallen. Generell ist der Öpnv eine Katastrophe. Da muss ja jeder Tourist ein Auto Nutzen,um überhaupt von Land in Stadt zu kommen. Und die ältere Generation auf dem Land hat auf diese Weise keine sozialen Kontakte mehr. Keine Geschäfte, Ärzte usw. Irgendwann wird es so sein,daß niemand mehr mitbekommt,ob der Nachbar noch lebt.
    Mal schauen, wielange die Regierung braucht,um die Bahn zu verstaatlichen.
    In Indonesien war es der Fall.
    Hilfe könnte die Bahn durch die japanischen Kollegen bekommen. Ob die DB es auch will??
    Seien wir gespannt.

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  14. Athanasios Andreou

    Für mich ist der einzige Grund seit dem 1 Oktober keine Fernreisen mehr mit der Bahn zu unternehmen das Tragen der ffp2 Masken!

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  15. Schattmann Gaby

    Ich finde es unmöglich das sogar ein Hund der keinen Sitzplatz benötigt
    9.50 € bezahlen muss.
    geht garnicht

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  16. Roman

    in letzten 2 Jahren habe 5-6 man DB in Anspruch genommen. Jedes Mal massive Verspätung. Kein einziges Mal war mein Zug pünktlich. Jedes Mal neue Begrundung: technische Störung, Bauarbeiten, usw, immer etwas…Wenn du zum Beispiel zum Flughafen fährst, muss lieber im Vortag Reise planen.

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  17. Ich

    Naja, ich würde das eigene Auto der Bahn auch vorziehen. Schon weil es bequemer ist, mehr Spaß macht, ich selbst entscheide WANN ich losfahre und wohin genau. Und wenn man Anschaffung, Versicherung und Steuer weglässt ist das Auto pro Fahrt (dank blablacar) sogar wesentlich günstiger.. Aber ich kann mir kein Auto leisten, Bahnfahren allerdings auch nicht.

    Da wär das 9 Euro Ticket für mich persönlich ein Segen. Alle Menschen die ich kenne wohnen mindestens 100km weit weg und ich kann nicht hin kommen. In den 3 Monaten hatte ich mehr Soziale Kontakte als in den letzten 5 Jahren.

    Leider ist die Zeit vorbei, die Bahn ist wieder unleistbar und soll noch teurer werden.. Und ich sitze wieder allein zu Hause weil ich hier keinen sozialen Anschluss finde.

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    • U. Antje

      Und Menschen wie Sie müssten unbedingt einen Anspruch auf diverse günstige Monats/Jahreskarten haben, vom Museum bis zum Nahverkehr. Das wäre alles kein Problem, wenn man endlich die Wohltaten für die Vermögenden-Klientel reduzieren bzw. wenn man die Krisengewinnler stoppen würde.

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  18. Christian

    Bei uns auf dem Land sind die Zugverbindungen wirklich grässlich.
    Außerdem ist die Bahn teuer und unpünktlich. Die MaskenPflicht in der Bahn ist auch ein Grund das ich keinen Zug fahre. Schwachsinnig mit dem Zug ins Stadion zu fahren wo keine Maskenpflicht herrscht.

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  19. Oliver Pettersson

    So lange es die Maskenpflicht im ÖPNV gibt werde ich garantiert nicht mit der Bahn fahren.

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  20. Scheid Manuel

    Hallo, fahre seit 8Monaten zur Arbeit mit dem Zug, auch oft am Wochenende. Die DB bekommt es auf einer Strecke von 20km nicht hin, pünktlich und ohne Zugausfälle zu sein. Das Monatsticket kostet 180€.Kann verstehen wenn keiner mit Bus und Bahn zur Arbeit möchte. Wenn ich mir dann vorstelle damit in Urlaub fahren zu sollen, NEIN DANKE

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  21. U. Antje

    1. Jede Menge Kritikpunkte an der Bahn sind berechtigt und müssen zu Änderungen führen (ich habe auch eine Menge zu bemängeln). U.a. müsste eine Gepäckbeförderung mit einem zuverlässigerem Partner erfolgen.
    2. Das ist aber nicht im Geringsten ein akzeptabler Grund, teuren, Umwelt schädlichen Nobelkarossen das Wort zu reden (bzw. diese auch noch in unterschiedlichsten Zusammenhängen zu fördern bzw. Inlandsflüge zuzulassen, bzw. zu übersehen, dass es auch auf den Straßen erhebliche Staus und Verzögerungen gibt.
    3. Die Kosten für den Transport eines Hundes sind wahrhaftig nicht teuer, denn es stimmt nicht, dass er keinen Platz beansprucht und ich habe noch nie erlebt, dass die Maulkorbpflicht eingehalten wurde.
    4. Die Maskenpflicht im Zug ( auf engem Raum) in D gehört zu den sinnvollsten Maßnahmen und Verstöße werden viel zu selten geahndet. (Meine Infektion holte ich mir höchstwahrscheinlich beim Schweizer Teil der Reise).
    5. Preise: Spontanreisen haben ihren Preis, den könnten Firmen mit BCs für ihre Mitarbeiter (incl. Privatnutzung) aber erheblich reduzieren. Und man sollte auch nicht übersehen, dass Kinder (im Gegensatz zu früher) umsonst mitreisen können. Die Schweiz hat ein tolles Bahnsystem, aber die Preise dort sollte man sich mal ansehen (!!!)
    6. Es wird oft übersehen, dass die in manchen Ländern vorhandene Pflichtreservierung die in D möglichen Spontanfahrten verhindert.
    7. Das 9€-Ticket hat aufgezeigt, dass ein ähnliches Ticket (auch wenn es teurer wäre), ein Weg für die Öffis wäre, denn ein absoluter Hemmschuh ist der unselige Tarifdschungel (im Nahverkehr) aus Tarifzonen, Tarifwaben, Tarifkreisen ect.
    8. Unsinniger Autobahnausbau muss aufhören und (in Europa überall existierende) Geschwindigkeitsbegrenzungen müssen her, Inlandsflüge nicht mehr stattfinden (bzw. entsprechende Kerosinvorteile entfallen).
    ……

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  22. J.raab

    ich würde erst dann mit der Bahn fahren wenn es wieder abteilwagons und Schlafwagen gibt und man mehrere Tage im Zug fahren kann um an ein fernes Ziel im urlaub zu erreichen.(Orientexpress)

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  23. Dimitrios Nikolaidis

    Hi, alle reden über Pünktlichkeit und Preise. stimmt, dass sind wichtige Faktoren warum die Menschen in Deutschland gegen Bann und Zügen entscheiden. aber erlich gesagt für mich eine große Rolle spielt die Sauberkeit und die Sicherheit. Besonders bei der Sauberkeit muss bischen mehr geachtet werden. Dankeschön dass ich die Möglichkeit hatte meine Meinung eusern

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  24. Lorenz

    Ich stand gerade vor einem ähnlichen Problem. Wobei ich es für mich inzwischen schon wieder gelöst habe.
    Nach einem kleinen Fehler in der Eurorail-App, kann ich nicht mit meinem Interrail Ticket zurück nach Deutschland reisen. „Inbound-Outbound“ habe ich so interpretiert, dass erst der Tag mit einem Grenzübertritt ins Ausland zählt. Leider ist damit überhaupt eine Fahrt im Inland gemeint. Gestartet mit dem Nachtzug in München um 23:00 Uhr nach Hamburg und von dort in der Früh weiter über Kopenhagen bis nach Stockholm.
    Gut für diesen Fehler kann die Bahn nichts. Habe ich zu wenig aufgepasst und ist dann halt so.

    Aber wie macht man dann weiter?
    Wenn ich die Reise wie ursprünglich geplant mit dem Zug fertig führen wollen würde, verlangt die Bahn für diese Fahrt von Flensburg bis nach München entweder 200€ für die Nutzung des ICE, oder halt für ein Sparangebot noch knapp 110€. Dafür darf ich halt 6 Mal umsteigen, bei den zu nutzenden Zügen wäre von ICE bis S-Bahn alles dabei.
    Ja oder ich bleibe einfach zwei Tage länger in Kopenhagen und zahle für Unterkunft und Flug zusammen 140€.

    Also für was würdet ihr euch da entscheiden?
    Zwei Tage länger Urlaub + Rückflug (1,5h Flugzeit) für 140€,
    Eine 19h Horrorrückfahrt mit 6 Mal Umsteigen für 110€,
    Oder eine Fahrt im ICE für 200€?

    Eine Mischung aus Preis und Tarifdschungel halten mich echt davon ab häufiger mit der Bahn zu fahren. Denn das fahren selbst finde ich sogar recht angenehm, habe ich jetzt doch schon rund 4000km zurück gelegt, bei meiner Reise mit dem Interrail Ticket.

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  25. Gerald Hensel

    Wenn die Maskenplicht in der Bahn mal wieder abgeschafft ist, dann werde ich mal wieder die Bahn als Pendler zwischen Altenburg und Leipzig nutzen. Vielleicht haben wir in Altenburg bis dahin wieder einen Bahnhof, der für Radfahrer und Personen mit Reisegepäck wieder nutzbar ist. Als Rollstuhlfahrer können dort nicht aussteigen, sie müssen weiter fahren, die kommen die Treppen weder hoch noch runter.Mit Kinderwagen, ähnlich schlecht, an der schmalen Wendeltreppe darf ihnen niemand entgegenkommen. Dort herrschen Zustände, wie im Mittelalter. Vielleicht funktioniert ja dann die Rolltreppe im Hauptbahnhof Leipzig wieder.

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    • U. Antje

      Um zum Bahnsteig zu kommen, bietet die Schweizer Bahn (jedenfalls auf allen,Bahnhöfen, die ich bisher tangiert habe) zusätzlich zu den Aufzügen (die ja auch mal gestört oder Covid-mäßig beschränkt sein können) schräge Zugänge an, die man alternativ gehend/rollend nutzen kann. Wär doch auch mal ein Vorbild, erfordert natürlich Platz, den ich bei manchen Bahnhöfen nicht entdecke. Aber bei den vorsintflutlichen vielleicht ein Denkmodell?

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  26. Hans Meisel

    Ich fahre viel ÖNV und Bahn. Es ist einfach unpraktisch. Ausnahme ist der Stadtverkehr ohne Umsteigen.

    Erstens ist Bahnfahren und ÖNV viel zu teuer. Teurer als 1 Person allein mit dem Auto zahlt. Hier gibt es 3 Grosstädte mit 70km Entfernung.
    Hin und Zurück kostet für 1Person 25Eur und dauert jeweils 1:30h.
    OK wäre 15Eur 1h ohne Weg zur Haltestelle.
    Gut wäre 10Eur 30-45min.

    Zweitens dauert es idR. doppelt so lang.
    Beispiel1: 300km ins Berliner Umland 6h
    Beispiel2: 45km Arbeitsweg 1:30 bis 2h
    Beispiel3: 5km zum Einkaufen 45min
    Das liegt an 4 Gründen.
    – Weg zum und vom Bahnhof dauert teilweise so lang wie eine gesamte Autofahrt dauern würde.
    – Die Anbindungen zwischen ÖNV und Bahn sind meist schlecht. Entweder nur 2min zum Umsteigen, oder 30-45min Wartezeiten. Fahrplananpassungen vom ÖNV dauern hier viel zu lang. Das ist schlecht für Rentner und Familien.
    – Die Bahn fährt teilweise langsamer als meine Oma mit dem Auto. 150-200kmh Reisegeschwindigkeit sind heute technisch keine Herausforderung mehr.
    – Zum Umsteigen fährt man häufig Umwege. Erst ins Zentrum und dann mit ÖNV wieder 5km zurück. Dies entfällt mit dem eigen PKW.

    Drittens fehlen in vielen Regionen einfach Verbindungen. Abends endet der ÖNV 19:00 und nicht 24:00 Uhr. Am Wochenende fährt gar nichts. Viele Orte sind gar nicht erreichbar, oder nur mit extremen Zeitaufwand. Um Vormittags 9:00 irgendwo anzukommen muss man 5:00 Uhr aufstehen. Wer Freitag 17:00 Uhr einen Wochenausflug starten möchte, kommt erst Sonnabend morgen an.

    Fazit: Im Augenblick sind Bahn und ÖNV notwendig bzw. ein notwendiges Übel für Menschen die kein Auto haben.
    Wer wirklich Autofahrer zum Umsteigen bewegen möchte, muss alle Beteiligten Unternehmen an einen gemeinsamen Tisch bringen und alles regelmäßig optimieren. Ein Mobilitätskonzept fürs 21.Jahrhundert würde auch nicht schaden. Selbstfahrende Autos/Frachtcontainer würden die Schiene besser ausnutzen als stündlich fahrende Züge.

    Resüme: Bahnfahren ist schön, entspannend und ein Kulturerlebnis aus dem letzten Jahrhundert.

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  27. Mia

    am Ende ändert sich wie alles in der heutigen Deutschland Zeit eh nicht

    die Bahn ist maßlos überteuert, die Züge Beschissen ausgestattet und fahren zu oft unpünktlich, als ich im RE München Nürnberg keine gepäch Fächer fand, und auch keine Steckdosen dachte ich das gibts doch nicht

    Absolut lächerlich, aber : D Wir wissen ja wo die Gälder hingehen wa? Also auf die Zukunft hab ich keine Lust, au weia

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  28. Gutelauneherr

    1. zu teuer ( 10€ hin und zurück mit Auto) und eine 35 min Strecke mit dem Auto dauert mit dem Zug+Bus allein für die Fahrt ohne Umstiegszeit mindestens 2 Std und Samstag s 3 Std Sonntag s 4 Std , für 25€ … und wenn dann noch 2-3 Züge ausfallen oder eine spontane Reparatur auf Gleisen nötig ist noch länger Rekord 7 Std für eine mit s hnellzug. in 1std :15min Strecke, dann kommt noch der Faktor schlechte Unterbringung an Gleisen und im Zug ( wer was mit dem Rücken hat hasst die Bahn) , zu warm oder zu kalt aber nie normal Temperatur, keine Klima im Sommer keine Heizung im Winter bei etwa 1/3 der Züge, unfreundliches Personal in den Bahnhöfen und konnte jetzt Stunden für ne Mängel Liste verschwenden…
    und Boardrestaurant gibt’s selten und dann zu teuer… kurz um Drecksladen, und die Mitarbeiter tun mir auch leid denn die bekommen den Kundenfrust ab und keine Wertschätzung durch den Arbeitgeber, Hauptsache Aktien Besitzer sind fast zufrieden, schlechte Kommunikation zum Kunden , erboste Mitarbeiter bei Anfragen nach schienen Ersatzverkehr uvm ne wenn ich es mir leisten könnte lieber mit allem anderen als der Bahn … PS mit Mitfahrgelegenheit ab10€ nach Berlin von FFM ist einfach günstiger na da kann man jeden Tag kotzen

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  29. Olaf Siegert

    Ich denke hundertprozentige Zufriedenheit beim Reisen wird man mit keinem Verkehrsmittel erreichen.Im Stau stehen ist sicher keine Alternative zu Reisen in überfüllten ICE-Zügen.Und gestiegene Benzin preise machen auch keine Lust auf stundenlange Autofahrten,wenn jemand argumentiert die Tickets wären teurer geworden.Aus dem Kontingent drei Monate im Voraus gebucht fahre ich für €17.90 nach Berlin und kann während der Fahrt Zeitung lesen.Resümierend muss man sagen,dass das Reisen,egal mit welchem Verkehrsmittel, immer auch mit Unannehmlichkeiten verbunden ist.Ich glaube man sollte das alles etwas entspannter sehen.Bei der Bahn mit ca 22.000 Umläufen pro Tag ist es praktisch unmöglich dass jeder Zug pünktlich fährt.
    Und im Zug lernt man auch nette Leute kennen, natürlich mitunter auch unangenehme Zeitgenossen,was in der Natur der Sache liegt.Es hat eben alles sein für und wider.
    Prinzipiell ist Reisen mit der Bahn ganz okay.

    Antwort
  30. Tom Bombadil

    Seit ca 18 Jahren verzichte ich regelmäßig auf die Dienstleistungen der Bahn und ÖPNV.
    Vor 18 Jahren fuhr ich zur Bundeswehr. Die Anreise war angenehm. Es war ein Mittwoch. Gemütlicher Sitzplatz, Bahn war pünktlich und ich brauchte mit umsteigen ca 2:30 Std für 200km. Die Rückreise war 5:30 Std im Fahrradabteil auf dem Seesack.
    Lange Zeit konnte ich sehr gut auf die Bahn verzichten, bis ich 2018 es mit ihr wieder probieren wollte.
    15 km Strecke, mit dem Auto plus Parkplatzsuche 17-21 Minuten. Mit dem ÖPNV 1:05-1:15 Std. „Gemütlich im Stehen“, halten musste man sich dabei nicht, es war so voll, dass man von allen Seiten gut gestützt war. Die eigene Tasche zwischen die Beine geklemmt.
    Ich hatte mal ausgerechnet wie viel Zeit mich das kostet, wenn ich die nächsten 20
    Jahre Bahn fahren würde. (ca. 1 ganzes Jahr würde ich stehend im Bus und Bahn verbringen, das nur als Differenz zwischen Auto fahren und und ÖPNV. In einem Berufsleben von ca 40 Jahren, wären es über zwei Jahre Lebenszeit…)
    Jetzt wieder ein paar Jahre später, kann ich immer noch sehr gut auf die Bahn + Bus verzichten. Alle zwei Wochen darf ich meine Kinder abholen. Bei einer Strecke von ca 70 km, brauche ich hin und zurück ca 1:40-2:00. Spritkosten ca 20€. ÖPNV 2:27 Fahrzeit (wenn alles gut geht). Gleiche Zeit für die Rückfahrt, das bw Ticket kostet 24€. Am Sonntag dann der gleiche Spaß, nur noch unflexibler, da man zwischendurch eine Stunde warten muss bis der Bus zuruckfährt.
    Freitag 5 Std mit der Bahn statt 2 mit dem Auto, Sonntag 6 Std statt 1:40. (angenommen die ÖPNV verspätet sich nicht, dann dauert es noch eine Stunde länger).

    Dieses Jahr habe ich eine Städte Reise mit der Bahn gemacht. Frühzeitig ICE gebucht. Auf der Hinreise müsste ich rennen wie ein Weltmeister um die Anschlußzuge zu erreichen. Auf der Rückfahrt, dauerte die Fahrt zwei Stunden länger und ich musste mit auf Bus umsteigen, weil ein Stück der Strecke repariert wurde.

    Jede Möglichkeit aufs Auto zu verzichten und mit Bus und Bahn zu reisen war ein Drama. Mein Fazit: unzuverlässig, unverhältnismäßig lange, unbequem dafür aber auch teurer als mit dem PKW.

    Das traurige an dieser Sache ist, ich wohne mitten in der Stadt, wir haben Parkplatzmangel und direkt vor meiner Haustür hält die S-Bahn. Trotzdem kann ich die Bahn weder für meine Arbeit noch für meine privaten Zwecke nutzen.

    Noch nicht ein Mal wenn das Ticket kostenlos wäre, würde ich es nutzen. Da ich sonst außer Bahn und Bus fahren, arbeiten und schlafen kein Leben mehr hätte.

    Antwort
  31. Wolle

    DB ist Welten von der Italienischen Bahn von Pünktlichkeit und Komfort weit entfernt.Deutschland muss sich schämen

    Antwort
  32. Hermine L.

    Gäbe es die Bahn nicht, müsste sie erfunden werden.
    Die allermeisten Argumente, die ich von „Nicht-Bahnfahrern“ höre oder hier lese, treffen auf eigenen Kfz ebenso zu – werden dort aber nicht gesehen oder – lustigerweise – als besonderer Komfort uminiterpretiert. Z. B. Pünktlichkeit (ach, nie Staus, Pannen?), Spass (stundenlang konzentriert am Steuer auf Asphalt und den VCordermann starren?), Bequemlichkeit (lieber 5 Stunden im Auto hocken als zwischendurch mal im Zug oder beim Umsteigen die Beine vertreten?).
    Dass die Bahn tuer sei, ist im Vergleich auch Ubnsinn. Das wurde so oft berechnet. Aber Autofahren ist hierzulkande eben kein rationales Thema.
    Was viele Erst/Wenigfahrer nicht berücksichtigen: wer zum ersten Mal in ein Auopt steigt und durch Stadtverklehr/Landstraße/Autobahn brettert – hat vorher einen recht teuren Führerschein gemacht. Und ist oft genug selbst dann noch unsicher. Reisen – egal mit welchem Verkehrsmittel – erfordert etwas Übung! Das gilt natürlich auch fürs Bahnfahren. Stellt euch vor, die Straßen wären voll mit Fahranfängern, die bei jedem Hinweissschild unsicher werden, vor der Kurve nervös anhalten, sicherheitshalber quer, mit der Schnauze auf der Fahrbahn – einparken … So verhält es sich in der Bahn. Zuviele Leute, die das (noch) nicht können – und auch nicht lernen, weil sie die (meiost selbstverurachten) Unbequemlichkeiten nie vermeiden lernen. Das beginnt bei der Reiseplanunng, über den günstiogen Ticktkauf (welche Route ist für dich am günstigsten), bis zum Gepäcktransport. Und dann sitzen sie da und wissen plötzlich mit ihrer gewonnenen Zeit nichts anzufangen außer Handyspiele daddeln (oh Mist: schlechets WLAN im Zug!) oder Filme gucken … Erwähnte ich scho, dass alle Kostenvergleiche – die sämtlich zugusten der Bahn ausfallen – die durchs Chauffierenlassen gewonnen(!) Zeit nicht mitberechnen?
    Privat-Autofahrt ist nur im kalkulierten Ausnahmefall sinnvoll.
    Ich hab selbst 2 so Kisten gehabt. Die zweite habe ich verklauft, nachdem sie nur noch am Straßenrand stand. Weil Bahn, Bus+Fahrrad in jeder Hinsicht günstiger waren und sind. Lernt rechnen!

    Antwort

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