Motorola one action im Ersteindruck: Das kann das neue Preis-Leistungs-Handy

4 Minuten
Motorola hat sein one action vorgestellt und ein spannendes Gerät auf den Markt geworfen. Mit knapp 260 Euro hat Motorola einen interessanten Preispunkt getroffen. Dazu versucht man mit der Triple-Action-Kamera ein Alleinstellungsmerkmal für den Kunden bereitzustellen. Doch lohnt sich der Kauf?
Motorola one action hands-on
Motorola one action hands-onBildquelle: Thorsten Neuhetzki

Die technischen Daten des Motorola one action sind mit Blick auf den Preis sehr ordentlich. Wie bei den Vorgängern Motorola One und Motorola One Vision ist ein Samsung-Prozessor verbaut. Der verbaute Exynos-Prozessor wird von Samsung unter anderem im Galaxy A5 verwendet. Dazu gibt es Mittelklasse-Speicher-Kapazitäten, Dual-Band-WLAN und Bluetooth 5. Bereit also, die Mittelklasse aufzumischen? Das Potenzial ist da, doch es gibt auch Schwächen.

Zu haben ist das Motorola one action ab sofort in den Farben Blau und Weiß. Der Preis zum Marktstart beträgt knapp 260 Euro.

Die technischen Daten im Detail sind im Datenblatt des Motorola one action aufgeführt. Die wichtigsten Eckpunkte sind hier zusammengefasst:

Motorola one action
Front des Motorola one action
Software Android 9
Prozessor Samsung Exynos 9609
Display 6,3 Zoll, 1.080 x 2.520 Pixel
Arbeitsspeicher 4 GB
interner Speicher 128 GB
Hauptkamera 4272x2848 (12,2 Megapixel)
Akku 3.500 mAh
induktives Laden
USB-Port 2.0 Typ C
IP-Zertifizierung IP52
Gewicht 176 g
Farbe Weiß, Blau
Einführungspreis 260 €
Marktstart August 2019

Kamera mit Sondermodus

Motorola will junge Leute ansprechen. Man soll Action-Videos selbst produzieren und dafür verbaut Motorola einen Modus, der elektronisch stabilisiert Videos produziert, die trotz Hochkant-Halterung quer ausgerichtet sind. Das ist erst einmal ein tolles Feature, da so Videos für beispielsweise Youtube auch bequem mit dem Handy hochkant in der Hand gefilmt werden können.

Der Vorteil liegt auf der Hand. Die Motorola one action kann beispielsweise mit einem Lenkerhalter an das Fahrrad geschnallt werden und muss für das Video nicht gedreht werden. Doch eigentlich ist die Funktion nicht ganz konsequent. Wird das Handy gedreht, dreht sich die Kamera logischerweise hardwareseitig mit. Das Video bleibt dann auch im Querformat, doch der Bildausschnitt ändert sich wie gewohnt. Da war Crosscall mit dem Trekker X4 schon weiter. Die Kamera des Konkurrenten stabilisierte die Kamera softwareseitig so, dass der Horizont waagerecht bleibt. Das kann das one action nicht. Was es auch nicht bietet, ist eine optische Bildstabilisierung. Das erwartet man eigentlich von einer Action-Cam. Hier wird wohl ein preisgetriebener Kompromiss eingegangen und nur eine elektronische Bildstabilisierung angeboten.

Die Kamera bietet viel fürs Geld und besitzt mit dem Action-Modus ein kleines Alleinstellungsmerkmal, wobei sich der Mehrwert für den Kunden in Grenzen hält. Trotzdem schnürt Motorola hier ein gelungenes Paket.

Motorola one action hands-on
Motorola one action Hands-onQuelle: Thorsten Neuhetzki

Design und Handhabung

Die technischen Daten, der Preis und auch die Kamera können auf den ersten Blick gefallen. Das Design auch. Es sieht schick aus, der Fingerabdruck ist wie so oft bei Motorola elegant in das Logo auf der Rückseite eingelassen und die Rückseite bietet eine nette Mischung aus Mattigkeit und Glanz.

Aber so richtig will das Design nicht zum Rest passen. Action, junge Leute, Videos auf dem Fahrrad oder Scooter: Das alles schreit nach Robustheit, frischem Design und Wetterschutz. Doch das alles bietet das Motorola one action nicht. Von Außen sieht man die Intension Motorolas nicht. Doch gerade bei einem solchen Gerät hätte es auch mal eine Farbe mehr sein können als Blau und Weiß. Und auch der chromfarbige Rahmen und die schmutzanfälligen Oberflächen sind gewollt edel und eben nicht wild, neu und jung. Das Ganze ist also eher langweilig. Nicht schlecht, aber langweilig. Was mehr stört ist, dass das one action mit IP52 eher ungeschützt vor Wasser und Staub daherkommt. Und auch eine MIL-Zertifizierung gegen Beschädigungen bei Stürzen hätte es verdient.

Etwas mutlos präsentiert sich Motorola beim Design. Im Alltag und als Standard-Smartphone wirkt es gelungen. Doch ein an die Zielgruppe angepasstes Design und an die Nutzungsszenarien angepasster Wetterschutz würde ihm gut zu Gesicht stehen.

Positiv in diesem Bereich fällt auf, dass das 21:9-Format echte Vorteile im Handling besitzt. Selbst kleine Hände umgreifen das one action locker und alle Bedienelemente werden sicher erreicht. Dazu kommen die gebogenen Ränder, die das Smartphone sicher in der Hand liegen lassen. So gelingt Motorola ein kompaktes Handy trotz großem Display mit 6,3 Zoll Größe.

Motorola one action im Ersteindruck: Smartphone mit Potenzial

Das neue Motorola-Handy beeindruckt gerade mit Blick auf den Preis. Es bietet sehr solide Technik, ein tolles Kamera-Feature und ein gelungenes Handling. Das Design ist für sich genommen gut, passt aber nicht so recht zur Zielgruppe und den Nutzungsszenarien. Trotzdem erntet das Motorola one action einige Vorschussloorbeeren für den Test. Darin muss das Motorola one action zeigen, wie standhaft der Akku, wie schnell der Prozessor und wie gut die Software ist. Die Ampel für den neuen Preis-Leistungs-Champ steht jedoch auf Grün.

Bildquellen:

  • Motorola one action hands-on: Thorsten Neuhetzki
  • Motorola one action hands-on: Thorsten Neuhetzki
video
Motorola Razr 2019: Das Kult-Klapphandy ist zurück
Aus Gerüchten werden endlich Fakten. Motorola hat in der Nacht zu Donnerstag das Kult-Klapphandy Razr 2019 offiziell gemacht. "Die Neuerfindung einer Ikone" heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Und das ist nicht übertrieben. Denn mit dem Gerät beweist Motorola, dass man Smartphones mit biegsamem Display auch anders produzieren kann als es zuletzt Samsung und Huawei getan haben. 

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein

geschützt durch reCAPTCHA Datenschutzerklärung - Nutzungsbedingungen