Motorola One Vision im Hands-On: Eine schlanke, lange Vision

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Das Motorola One Vision ist ein weiteres Smartphone, das über ein Display im 21:9-Format verfügt. Aber nicht nur das Format, auch die Ausstattung - allen voran die Dual-Kamera - ist einen Blick wert. inside handy hat daher die Gelegenheit genutzt und sich das neue Smartphone im Hands-On näher angesehen. Vor allem der Preis von unter 300 Euro kann dabei überraschen.
Die beiden Farben des Motorola One Vision.
Bildquelle: Rita Deutschbein / inside handy

Motorola bietet das One Vision in den Farben Bronze und Blau zum Preis von 299,99 Euro an. Vorbestellungen sind ab dem 16. Mai im Online-Shop des Herstellers, über Amazon oder Saturn möglich, die Auslieferung des Smartphones beginnt Ende des Monats. Besonders frühe Besteller erhalten dabei die Bluetooth-Kopfhörer VerveBuds 500 gratis zum Gerät.

Erster Eindruck: Recht schlank das Motorola One Vision

Durch das 21:9-Display ist das Motorola One Vision länger als andere Smartphones. Aber auch schlanker. Auf genau 160,1 x 71,2 x 8,7 Millimeter und ein Gewicht von 180 Gramm kommt das Motorola One Vision durch seine schmalen Ränder. Gerade Menschen mit kleinen Händen werden die paar Millimeter weniger in der Breite zu schätzen wissen. Denn sie sorgen dafür, dass sich das Gerät sicher fassen und besser bedienen lässt.

Der Einschub für den Hybrid-Slot aus Dual-SIM und Speicherkarte befindet sich links am Smartphone. Die Lautstärkewippe und den Power-Button hat Motorola hingegen am rechten Rand platziert. Durch die leicht angeraute Oberfläche der Power-Taste lässt sich diese zudem gut ertasten. Auch der Druckpunkt kann im Hands-On überzeugen.

Generell ist das Motorola One Vision gut verarbeitet. Der Übergang vom Kunststoff-Rahmen zur Glasrückseite ist zwar fühlbar, aber nicht zu scharfkantig. Gut gefällt außerdem die leicht geschwungene Glasrückseite, die dank Gorilla Glass einigermaßen stabil sein sollte. Durch sie liegt das Smartphone gut in der Hand.

Sowohl die blaue als auch die bronzene Ausführung des Motorola One Vision zeigt einen leichten Farbschimmer. Unterbrochen wird die Oberfläche lediglich von einem runden Fingerabdrucksensor, in dessen Mitte das Moto-Logo prangt. Der Sensor lässt sich zum einen zum Entsperren des Systems nutzen. Zum anderen können Nutzer durch ihn die Benachrichtigungsleiste öffnen.

Dual-Kamera mit 48 Megapixel

Ebenfalls auf der Rückseite findet sich die Dual-Kamera, die aus einer Kamera mit 48 Megapixel und einer mit 5 Megapixel besteht. Ein optischer Bildstabilisator und eine f/1.7-Blende gehören ebenfalls zur Ausstattung. Motorola setzt beim One Vision auf Quad-Pixel. Das heißt, dass jeweils vier Pixel zu einem großen 1,6-μm-Pixel zusammengesetzt werden. Das hat den Vorteil, dass die Bildgröße mit 12 Megapixel weniger speicherintensiv ausfällt, sich gleichzeitig aber auch Bildrauschen reduziert und die Helligkeit verbessert. Im Hands-On gelangen farbstarke und gut beleuchtete Fotos.

Die Kamera-App des Motorola One Vision ist schnell einsatzbereit und bietet neben einem Profi-Modus auch einen speziellen Portrait-Modus, bei dem sich der Hintergrund unscharf darstellen lässt. Besonderes Augenmerk legt der Hersteller aber auf den Nachtmodus. Bei Aufnahmen mit wenig Licht profitiert die Dual-Kamera des Motorola One Vision im Hands-On zum einen vom OIS, zum anderen von der f/1.7-Blende und den 1,6-μm-Pixeln. Die künstliche Intelligenz tut ihr Übriges, um auch bei sehr wenig Licht gut beleuchtete Fotos zu erhalten, die durch Details und eine gute Farbwiedergabe überzeugen können.

Kino-Display mit Loch

Neben der Kamera ist das 6,3 Zoll große LC-Display im Kinoformat 21:9 das Highlight des Motorola One Vision. Der Bildschirm nimmt nahezu die gesamte Frontfläche ein und löst mit 2.520 x 1.080 Pixel hoch genug auf, dass sich keinerlei Pixel oder eine Unschärfe erkennen lassen. Motorola setzt zudem auf eine lochförmige Notch. Diese fällt recht groß aus und beinhaltet die 25-Megapixel-Frontkamera. Die maximale Helligkeit des Displays liegt im Mittelfeld, könnte also etwas höher sein. Besonders bei direkter Sonneneinstrahlung ist es nur schwer möglich, die Anzeige abzulesen. Die Farbdarstellung ist dafür natürlich und die Blickwinkel hoch.

Aufgrund des langgestreckten Displays hat der Hersteller einige Bedienungshilfen im Motorola One Vision integriert. So lässt sich wie erwähnt der Fingerabdrucksensor dazu nutzen, die Benachrichtigungsleiste herunter zu ziehen. Dies ist aber auch von einem Wisch von der Displaymitte aus möglich.

Ab Werk läuft das Smartphone mit der Android-One-Version von Android 9 Pie. Die Oberfläche zeigt sich also aufgeräumt und übersichtlich. Auch auf Apps von Drittherstellern hat Motorola größtenteils verzichtet. Dafür sind einige Moto-Action-Funktionen an Bord. Mit einer zweimaligen schnellen Hackbewegung lässt sich beispielsweise der LED-Blitz als Kamera starten. Und durch zweimaliges Drehen des Smartphones öffnet sich die Kamera. Beides klappt im Hands-On zuverlässig und ohne Verzögerung.

Und das One Vision bietet noch einen weiteren Vorteil: Die Update-Garantie. Android-One-Smartphones erhalten zwei Jahre lang neue Firmware-Versionen. Das Motorola One Vision wird somit auch Android Q im Herbst bekommen.

Schnelle Performance dank Exynos 9609

Die schnelle Reaktion der Kamera und der Moto-Action-Funktionen liegt unter anderem an der guten Hardware-Basis. Erstmals verwendet Motorola im One Vision nämlich einen Prozessor von Samsung. Genauer gesagt handelt es sich um den Exynos 9609. Er ist dem Exynos 9610 sehr ähnlich, der beispielsweise im Samsung Galaxy A50 zum Einsatz kommt. Allerdings ist er mit 2,2 GHz etwas geringer getaktet. Die Grafikeinheit Mali G72 MP3 ist bei beiden Chips gleich.

Das Motorola One Vision verfügt über 4 GB Arbeitsspeicher und 128 GB internen Speicher. Letzterer lässt sich über eine Micro-SD-Karte um bis zu 512 GB erweitern. Allerdings nur dann, wenn Nutzer den Slot nicht für den Betrieb einer zweiten SIM-Karte nutzen.

Ins Internet wählt sich das Smartphone wahlweise per LTE Cat.6 mit bis zu 300 Mbit/s im Downstream oder über WLAN a/b/g/n/ac ein. Daten lassen sich kabelgebunden über USB-C oder kabellos per Bluetooth 5.0 oder NFC übertragen. Somit ist das Motorola One Vision auch fit für Google Pay.

Im Hands-On des Motorola One Vision noch nicht ausprobieren ließ sich die Laufzeit des Akkus. Der Hersteller verspricht mit dem fest eingebauten 3.500-mAh-Akku aber eine ordentliche Ausdauer und dank 15-Watt-Schnellladen auch eine geringe Aufladezeit. Das Netzteil liegt dem Lieferumfang ebenso bei wie eine durchsichtige Silikon-Hülle.

 

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