Viele Eigentümerinnen und Eigentümer von Bestandsimmobilien stehen derzeit unter Druck: Die gesetzliche Lage zur Gebäudetechnik ist im Wandel, Förderbedingungen verändern sich regelmäßig und Fachkräfte im Handwerk sind knapp verfügbar. Diese Unsicherheit führt häufig zum Stillstand: ein Zustand, der langfristig teuer werden kann, da Energiepreise und CO₂-Abgaben weiter steigen. „Ein vollständiger Heizungstausch muss nicht sofort erfolgen“, betont Jannis Mischke, Energieexperte bei Aroundhome. „Es gibt zahlreiche Maßnahmen, die auch ohne Wärmepumpe direkt zur Effizienzsteigerung beitragen und sich häufig schnell amortisieren.“
Sanieren mit System: Der erste Schritt ist die Planung
Der wichtigste Grundsatz jeder energetischen Sanierung lautet: Nicht einfach drauflos modernisieren, sondern zuerst systematisch analysieren. Nur wer weiß, wo sein Haus tatsächlich Energie verliert, kann gezielt und wirtschaftlich handeln. Der Energieausweis kann dafür ein erster Anhaltspunkt sein, reicht aber meist nicht aus, um konkrete Entscheidungen zu treffen.
Empfehlenswerter ist die Erstellung eines sogenannten individuellen Sanierungsfahrplans, kurz iSFP. Dabei analysiert ein zertifizierter Energieberater das Gebäude vor Ort, dokumentiert Schwachstellen und schlägt Maßnahmen in sinnvoller Reihenfolge vor. Das Ergebnis ist ein verständlicher, schrittweiser Fahrplan für die kommenden Jahre, zugeschnitten auf das jeweilige Haus und die persönlichen Möglichkeiten der Eigentümer.
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„Ein Sanierungsfahrplan nimmt Eigentümerinnen und Eigentümern die Unsicherheit“, erklärt Jannis Mischke. „Er zeigt ganz konkret, wo man starten sollte, was sich lohnt und wie man am meisten Förderung bekommt.“
Ein weiterer Vorteil: Wer sich beim Sanieren an den iSFP hält, profitiert von höheren Förderungen. Statt der regulären 15 % Zuschuss für Einzelmaßnahmen gibt es in diesem Fall bis zu 20 % – ein Plus, das gerade bei größeren Investitionen spürbar ist.
Dämmung kommt vor neuer Heiztechnik
Eine häufige Fehlannahme ist, dass die energetische Sanierung mit dem Austausch der Heizung beginnen sollte. In Wahrheit ist es aber fast immer sinnvoller, zuerst die Gebäudehülle zu verbessern – also Dach, Fassade und Fenster. Denn solange ein Haus große Mengen an Wärme verliert, wird selbst die modernste Heizung nicht effizient arbeiten können. Und je besser ein Gebäude gedämmt ist, desto kleiner und günstiger kann später eine neue Heizanlage ausfallen.

„Wer zuerst dämmt, senkt nicht nur den Energieverbrauch, sondern schafft auch die Grundlage für eine effiziente Heizung“, erklärt Energieexperte Jannis Mischke. „Ohne eine gut gedämmte Gebäudehülle läuft jede Heiztechnik unter ungünstigen Bedingungen.“
Zwei besonders wirksame Dämmmaßnahmen lassen sich anhand einfacher Beispielrechnungen von Aroundhome verdeutlichen:
Dämmung der obersten Geschossdecke (z. B. Dachboden):
- Fläche: 100 m²
- Kosten: ca. 5.000 €
- Förderung (mit iSFP): bis zu 1.000 €
- Einsparung: ca. 350 €/Jahr
- Amortisation: ca. 11 Jahre
Fassadendämmung (z. B. Außenwände):
Diese Maßnahmen verbessern nicht nur den Wohnkomfort, sondern tragen auch dazu bei, den CO₂-Ausstoß deutlich zu senken. Ein Aspekt, der mit den steigenden CO₂-Preisen in den kommenden Jahren noch größere Bedeutung gewinnen wird.
- Fläche: 200 m²
- Kosten: ca. 30.000 €
- Förderung (mit iSFP): bis zu 6.000 €
- Einsparung: ca. 2.100 €/Jahr
- Amortisation: ca. 11 Jahre
Fenster sollten Teil eines Gesamtkonzepts sein
Auch der Austausch alter Fenster kann zur Energieeinsparung beitragen, insbesondere wenn es sich um Einfachverglasung handelt. Allerdings entfalten neue Fenster ihr volles Potenzial nur dann, wenn sie in ein gut gedämmtes Gesamtkonzept eingebettet sind. Wer neue Fenster in ein sonst ungedämmtes Haus einbaut, erzielt oft nur einen geringen Effekt und riskiert sogar Feuchtigkeitsprobleme.
Jannis Mischke warnt davor, Fensterisolierung als Einzelmaßnahme zu überschätzen: „Neue Fenster allein bringen wenig, wenn das restliche Gebäude ungedämmt ist. Sie sind dann eher eine kosmetische Maßnahme als ein energetisches Upgrade.“
Beispielrechnung für den Austausch von 10 Fenstern (1,30 m x 1,30 m):
- Kosten: ca. 7.500 €
- Förderung (mit iSFP): bis zu 1.500 €
- Einsparung: ca. 735 €/Jahr
- Amortisation: ca. 8 Jahre
Auch bestehende Heizungen lassen sich verbessern
Selbst wer seine bestehende Gas– oder Ölheizung noch einige Jahre nutzen möchte, kann deren Effizienz deutlich steigern. Zwei Maßnahmen sind hier besonders einfach umzusetzen und zugleich sehr wirkungsvoll.
Zum einen empfiehlt sich der sogenannte hydraulische Abgleich. Dabei wird das Heizsystem so eingestellt, dass alle Heizkörper im Haus gleichmäßig mit Wärme versorgt werden. Die Folge: eine bessere Wärmeverteilung, kürzere Aufheizzeiten und geringerer Energieverbrauch.
„Gerade der hydraulische Abgleich wird oft unterschätzt“, sagt Energieexperte Jannis Mischke. „Dabei ist er technisch unkompliziert und sorgt in vielen Häusern dafür, dass die vorhandene Heizleistung endlich richtig ankommt.“

Zum anderen lohnt sich der Einsatz smarter Thermostate, die Raumtemperaturen automatisch regulieren. Sie können per App gesteuert oder nach Zeitplänen programmiert werden. So wird etwa das Bad morgens angenehm warm, während Schlafzimmer und Flur gezielt weniger beheizt werden.
„Moderne Thermostate machen die Heizung nicht nur komfortabler, sondern auch deutlich effizienter“, erklärt der Experte. „Man heizt gezielter, vermeidet unnötigen Verbrauch und spart dabei bares Geld.“
Beide Maßnahmen lassen sich problemlos in einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) integrieren. Wer diesen nutzt, profitiert nicht nur von klaren Handlungsempfehlungen, sondern auch von zusätzlichen Fördermitteln für sogenannte „kleine Maßnahmen“, die sich schnell bezahlt machen.
Wärmepumpe als Ziel – nicht als Startpunkt
Wärmepumpen sind in aller Munde und gelten als klimafreundliche Alternative zu fossilen Heizsystemen. Und tatsächlich: Richtig eingesetzt sind sie eine der effizientesten Technologien auf dem Markt. Allerdings funktioniert das nur unter bestimmten Bedingungen. Nämlich dann, wenn das Gebäude ausreichend gedämmt ist. Andernfalls muss die Wärmepumpe zu viel arbeiten, was den Stromverbrauch in die Höhe treibt und die Wirtschaftlichkeit stark einschränkt.
„Die Wärmepumpe sollte nicht isoliert betrachtet werden. Sie ist das Ziel, nicht der Startpunkt“, betont Experte Mischke. Erst wenn Dach, Fassade und Fenster auf einem guten energetischen Stand sind, lohnt sich der Umstieg.
Die gute Nachricht: Wer heute plant, kann hohe Zuschüsse für Wärmepumpen erhalten – bis zu 70 % der Gesamtkosten (max. 30.000 €). Damit sinken die tatsächlichen Investitionskosten zum Teil deutlich unter 10.000 €. Zudem spart man durch die Technik je nach Nutzung rund 50-70 % der bisherigen Heizkosten. Gleichzeitig steigt der Wert der Immobilie: ein wichtiger Punkt mit Blick auf künftige gesetzliche Standards und energetische Mindestanforderungen beim Hausverkauf.
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Die richtige Fachfirma für Sanierung finden: Qualität zahlt sich aus
Unabhängig davon, welche Maßnahme umgesetzt werden soll, der Erfolg steht und fällt mit der Qualität der Ausführung. Deshalb ist es besonders wichtig, seriöse, erfahrene Fachfirmen auszuwählen. Angebote sollten nicht nur nach dem Preis bewertet werden, sondern auch nach Referenzen, Beratungskompetenz und Zuverlässigkeit.
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Digitale Plattformen wie Aroundhome unterstützen Hausbesitzer dabei, passende Fachfirmen für ihre Projekte zu finden. Basierend auf dem individuellen Bedarf werden geeignete Firmen aus der jeweiligen Region vermittelt – schnell, unkompliziert und kostenfrei. Auf einem oft unübersichtlichen Markt lassen sich so mehrere Angebote einholen, vergleichen und fundierte Entscheidungen treffen.
„Gerade bei energetischen Maßnahmen ist das Zusammenspiel von Beratung, Planung und Umsetzung entscheidend“, so Mischke. „Ein zuverlässiger Fachbetrieb macht den Unterschied zwischen einer teuren Investition und einer lohnenden.“
Fazit: Schritt für Schritt in eine sparsame und nachhaltige Zukunft
Die energetische Sanierung muss kein Mammutprojekt sein. Im Gegenteil: Wer in Etappen modernisiert, behält den Überblick, verteilt die Investitionen auf mehrere Jahre und nutzt gezielt die bestehenden Fördermittel. Schon kleinere Maßnahmen können die Heizkosten deutlich senken und gleichzeitig den Wohnkomfort verbessern.
Ein sinnvoller Einstieg beginnt mit einer professionellen Beratung und einem individuellen Sanierungsfahrplan. Danach folgen die Optimierung der Gebäudehülle, kleinere Effizienzmaßnahmen und schließlich, wenn die Voraussetzungen stimmen, auch die Umstellung auf eine moderne Heiztechnik wie die Wärmepumpe.
Jannis Mischke betont: „Wer jetzt handelt, statt zu zögern, profitiert von attraktiven Zuschüssen, reduziert seine laufenden Kosten und macht sein Zuhause fit für die Zukunft.“ Jannis Mischke ist seit 2 Jahren Experte für „Energieeffizientes Wohnen” bei Aroundhome und hilft Hauseigentümern, die richtigen Fachfirmen für jedes Projekt zu finden – von der Energieberatung bis zur Solaranlage.
