Callcenter, Gewinnspiele oder Unternehmen, die dir neue Verträge verkaufen wollen: Unerwünschte Anrufe können lästig sein, manche sind sogar gefährlich. Werbeanrufe an Verbraucher sind nur erlaubt, wenn du vorher ausdrücklich eingewilligt hast. Das gilt auch dann, wenn du bereits Kunde eines Unternehmens bist. Eine erteilte Einwilligung kannst du jederzeit widerrufen. Davon zu unterscheiden sind Betrugsanrufe. Dabei geben sich Kriminelle etwa als Polizei, Bank, Angehöriger oder Verbraucherzentrale aus, um an Geld, persönliche Daten oder Wertgegenstände zu gelangen.
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Telefon-Spam: So dreist sind die Tricks
Unerlaubte Telefonwerbung bleibt in Deutschland ein großes Problem. Im Jahr 2025 gingen bei der Bundesnetzagentur 39.842 schriftliche Beschwerden zu unerlaubten Werbeanrufen ein. Das waren sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Mehr als 28 Prozent der Beschwerden betrafen Gewinnspiele. Weitere häufige Bereiche waren Dienstleistungen sowie Bauprodukte, etwa Angebote rund um Photovoltaikanlagen. Auch unerlaubte Werbung für Strom- und Gaslieferverträge spielte weiterhin eine Rolle.
Bei Betrugsanrufen stehen andere Maschen im Vordergrund: Behörden und Verbraucherzentralen warnen aktuell unter anderem vor Schockanrufen, falschen Polizeibeamten oder Bankangestellten sowie Anrufern, die sich als Verbraucherzentrale ausgeben und angeblich Daten aus einem Datenleck löschen wollen. Und genau dort liegt der Knackpunkt, wie auch das Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz erklärt: „Das Prinzip der Telefonwerbung basiert genau auf diesem Moment des Überrumpelns.“ Ziel ist dabei, dem Angerufenen kostenpflichtige Verträge anzudrehen.
Telefonwerbung und Betrug: Die Fakten
Wer Fälle hört, bei denen Menschen auf Gewinnspiele oder den Enkeltrick hereinfallen, schlägt wahrscheinlich die Hände über dem Kopf zusammen und fragt sich, wie das sein kann. Doch es ist ein Irrtum, dass vor allem ältere Menschen dem Betrüger am Telefon Glauben schenken. Es kann jeden treffen – nicht zuletzt durch die ausgeklügelten Maschen der Kriminellen. Manchmal reicht ein einfaches „Ja“ – egal, auf was bezogen – und die Kriminellen schneiden das Telefonat so zusammen, dass sie dir einen kostenpflichtigen Vertrag unterjubeln.
Telefonbetrug: Wie kann ich mich schützen?
Eine typische Kostenfalle sind sogenannte Ping-Anrufe: Dein Telefon klingelt nur kurz, damit du die angezeigte Nummer zurückrufst. Dahinter kann sich eine teure Verbindung verbergen. Rufe unbekannte Auslands- oder Sonderrufnummern deshalb nicht unüberlegt zurück.
Unerlaubte Werbeanrufe, Ping-Anrufe, belästigende Anrufversuche und Rufnummernmanipulation kannst du bei der Bundesnetzagentur über das jeweils passende Online-Formular melden. Notiere dafür möglichst Datum, Uhrzeit, die angezeigte Rufnummer, den Gesprächsinhalt und den Namen des Unternehmens, sofern dieser genannt wurde.
Dabei gilt: Die Nummer auf deinem Display muss nicht tatsächlich zum Anrufer gehören. Rufnummern können manipuliert werden. Bei Anrufen, die aus ausländischen Netzen nach Deutschland übergeben werden, dürfen deutsche Rufnummern grundsätzlich nicht mehr als Absender angezeigt werden. Eine Ausnahme gilt unter anderem für Mobilfunkkunden im Roaming. Das verhindert jedoch nicht jeden Betrugsanruf. Bei einem konkreten Betrugsversuch, etwa durch angebliche Polizisten oder Bankmitarbeiter, ist zusätzlich die Polizei der richtige Ansprechpartner.
Wie du herausfindest, woher eine Rufnummer kommt und in welchem Netz sie funkt, haben wir dir in diesem Ratgeber zusammengefasst.
Technische Hilfe für Smartphones
Den Schutz muss man aufteilen: einerseits in technische Hilfsmittel, andererseits in persönlich zu ergreifende Maßnahmen. Auf technischer Seite stehen beispielsweise Apps für dein Smartphone zur Verfügung, die es dir ermöglichen, Spam-Anrufe direkt zu erkennen. „Clever Dialer“ (iOS / Android) oder „Tellows Caller ID und Block“ (iOS / Android) sind entsprechende Apps, die sowohl für Android als auch iOS zur Verfügung stehen.
Aber du brauchst nicht zwingend eine zusätzliche App, um dich vor vielen Spam-Anrufen zu schützen. Sowohl Android als auch das iPhone bieten inzwischen eingebaute Funktionen, mit denen du verdächtige Anrufe erkennen, filtern oder blockieren kannst.
Auf Geräten mit der Google Telefon-App kannst du die Anrufer-ID und den Spamschutz aktivieren. Die App zeigt dann Hinweise zu möglichen Spamanrufen an. Auf unterstützten Geräten lassen sich solche Anrufe zusätzlich herausfiltern.
So aktivierst du den Schutz:
- Öffne die Telefon-App
- Tippe auf das Dreipunkt-Menü und anschließend auf „Einstellungen“
- Öffne „Anrufer-ID und Spam“
- Aktiviere „Anrufer- und Spam-ID anzeigen“
- Optional kannst du „Spamanrufe herausfiltern“ aktivieren. Auf Geräten mit automatischem Anruf-Filter wählst du stattdessen die gewünschte Schutzstufe
Auf Google-Pixel-Smartphones steht in Deutschland zusätzlich der manuelle Anruf-Filter zur Verfügung. Geht ein unbekannter Anruf ein, kannst du auf „Anruf prüfen“ tippen. Der Anrufassistent fragt dann, wer anruft und worum es geht. Die Antwort wird dir als Text angezeigt, bevor du entscheidest, ob du den Anruf annimmst.
Einzelne Nummern auf dem iPhone blockieren
- Öffne die Telefon-App
- Öffne die Anrufliste beziehungsweise die Übersicht deiner Anrufe
- Tippe auf das Info-Symbol neben der Telefonnummer
- Scrolle nach unten und wähle „Anrufer blockieren“
- Bestätige mit „Kontakt blockieren“
Auf iPhones mit aktuellem iOS kannst du unbekannte Anrufer vor dem Klingeln nach dem Grund des Anrufs fragen lassen oder solche Anrufe stummschalten und an die Voicemail weiterleiten.
- Öffne „Einstellungen“.
- Gehe zu „Apps“ und anschließend zu „Telefon“.
- Wähle aus, ob unbekannte Nummern nach dem Grund des Anrufs gefragt oder stummgeschaltet werden sollen.
Bei iOS 26 verwaltest du blockierte Kontakte unter „Einstellungen“ > „Datenschutz & Sicherheit“ > „Blockierte Kontakte“.
Maßnahmen für dein Festnetz-Telefon
Auch am Festnetz bist du unerwünschten Anrufen nicht hilflos ausgeliefert. Entscheidend ist heute meist nicht das Telefon selbst, sondern der Router oder die Telefonanlage. Eine FRITZ!Box kann beispielsweise eingehende Nummern, ganze Rufnummernbereiche und Anrufe ohne übermittelte Nummer sperren oder an einen internen Anrufbeantworter weiterleiten.
Nach Angaben des Herstellers lassen sich in der FRITZ!Box bis zu 32 einzelne Rufsperren einrichten. Wenn das nicht reicht, kannst du ganze Rufnummernbereiche sperren oder ein eigenes Telefonbuch mit unerwünschten Nummern anlegen und dieses blockieren lassen.
Zusätzlich gibt es Online-Sperrlisten, die sich bei unterstützten Routern per CardDAV einbinden lassen. Solche Listen können neue bekannte Spamnummern automatisch übernehmen. Dabei solltest du aber beachten: Drittanbieter-Lösungen können kostenpflichtig sein und auch seriöse Nummern irrtümlich blockieren. Kontrolliere deshalb regelmäßig, welche Anrufe herausgefiltert wurden.
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Persönlicher Schutz durch dich selbst
Bei einem unerwarteten Werbe- oder Betrugsanruf gilt zuerst: Lass dich nicht unter Druck setzen. Vermutest du einen Betrugsversuch, lege auf. Gib keine persönlichen Daten, Zugangsdaten, Bankverbindungen, TANs oder Kreditkartendaten weiter und überweise kein Geld. Besonders vorsichtig solltest du sein, wenn ein Anrufer behauptet, von der Polizei, deiner Bank oder der Verbraucherzentrale zu stammen. Echte Polizeibeamte fordern am Telefon kein Geld und keine Übergabe von Wertgegenständen. Die Verbraucherzentrale ruft dich nicht unerwartet an, um angebliche Daten aus einem Datenleck zu löschen oder Bargeld abzuholen.
Willst du einen unerlaubten Werbeanruf melden, notiere dir nach dem Gespräch Datum, Uhrzeit, die angezeigte Rufnummer, den Namen des Unternehmens, das beworbene Produkt und den ungefähren Gesprächsverlauf. Eine angebliche Behörde, Bank oder Organisation prüfst du ausschließlich über eine selbst recherchierte offizielle Telefonnummer, niemals über eine Nummer, die dir der Anrufer nennt.
Falls du bereits Geld überwiesen oder sensible Daten weitergegeben hast, kontaktiere sofort deine Bank und erstatte Anzeige bei der Polizei. Unerlaubte Werbeanrufe kannst du zusätzlich bei der Bundesnetzagentur melden.
Weitere Tipps:
- Sage niemals „Ja“, sondern umgehe das Wort wenn möglich. Oft wollen Betrüger das „Ja“, um dir im Nachhinein kostenpflichtige Verträge anzuhängen
- Gebe niemals Daten von dir preis
- Wirst du den Anrufer nicht los oder bist dir unsicher, ob es sich um Spam handelt: Räume dir Bedenkzeit ein und sprich mit Familie oder Freunden darüber
Brauchst du weitere Hilfestellung bei Werbeanrufen, stellt die Verbraucherzentrale einige Tipps sowie Beschwerdeformulare auf ihrer Homepage bereit.

Cool
Und wieder eimal das Märchen, vom ‚ja‘ sagen. Wir haben in Deutschland ein Verbraucherschutzgesetz. Dies zwingt den Telefonwerber einen aufgeschwatzten Vertrag mit einer Widerrufsbelehrung per Post zuzuschicken. Diesen nicht wegwerfen, sondern widerrufen! Es ist völlig egal, ob man am Telefon ja oder Nein gesagt hat. Das melden von nicht rückrufbaren Rufnummern ist auch nicht mehr erforderlich. Dies hat bereits zu einer Gesetzesänderung geführt. Spätestens ab 01.12.22 müssen Anrufe mit gefälschter Rufnummer von den Netzbereibern technisch verhindert werden. Die technische Umsetzung dazu läuft bereits. Bis dahin müssen wir unerwünschte Anrufe selbst versuchen zu blockieren, oder erstelle im Telefon eine ‚Whitelist‘ und lasse unbekannte Anrufe vom Anrufbeantworter beantworten.
Gibt noch ne ganz simple Methode, alle Nummern die nicht in meinem Adressbuch gespeichert sind, werden einfach nicht durchgestellt, also alle unbekannten Rufnummern. Wer ernsthaft was von mir will, kann sich auch per Mail oder Messenger mit mir in Verbindung setzen. Ich habe seit Jahren keine Werbeanrufe mehr bekommen! Hasse telefonieren eh wie die Pest!
Geht noch einfacher, ich habe alle meine Telefone immer auf lautlos stehen, wer was von mir will, spricht mir auf die Mailbox, wer das nicht macht, selber Schuld, ist dann zu 90 % ein Callcenter, die anderen können es ja noch mal probieren und wer aus Prinzip nicht auf ne Mailbox spricht, hat Pech gehabt, dann kann es wohl nicht wichtig gewesen sein! 😉
ICH MACHE ES WIE „“CHANCENTOD““ ((TOLLER NAME)) UND MEIN TELEFON IST AUF LAUTLOS!!
MAILBOX SPRINGT SOFORT AN!!
ZWEITNUMMER HAT NUR MEIN BRUDER!!
HINTERLÄSST MAN KEINE NACHRICHT AUF MAILBOX „“WIRD GELÖSCHT““!!
WICHTIGE ANRUFE HINTERLASSEN NACHRICHTEN ODER SCHREIBEN AN!!
ALLE BEHÖRDEN KONTAKTIEREN MIT BRIEF!!
MFG HEINZ-PETER!!
Protipp, wenn Ihr einen Spammer oder Betrüger bemerkt:
In das Mikrofon pusten, als ob man mit aller Kraft eine Kerze ausblasen möchte!
Warum Pusten: das Mikrofon nimmt ein extrem-Lautes Rauschen wahr, was beim Betrüger massiv-unangenehm ankommt.
Denke nach & schreibe mir alles auf was dich ärgert.