Twitter testet 24h-Nachrichten à la Instagram-Story

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Was zunächst das Alleinstellungsmerkmal des Messenger Snapchat war, führte 2016 schließlich auch Instagram und WhatsApp ein – Kurznachrichten, die 24 Stunden sichtbar sind und anschließend wieder verschwinden. Nun will auch Twitter dieses Feature einführen – zunächst jedoch nicht überall.
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Bildquelle: Twitter

Im Jahr 2011 ging der kostenlose Instant-Messaging-Dienst Snapchat an den Start, dessen Hauptfunktion war, Kurznachrichten eine bestimmte Anzahl an Sekunden anzuzeigen. Storys, die für die Allgemeinheit bestimmt waren, blieben 24 Stunden sichtbar. Nachdem Facebook mit der Snapchat-Übernahme gescheitert war, führte Facebook die Story-Funktion 2016 schließlich auch bei dem hauseigenen Konkurrenten Instagram ein. Nun sieht auch der Mikroblogging-Dienst Twitter Potenzial in dem Feature.

Aus Tweets werden Fleets

Unter dem Namen „Fleets“ testet Twitter in Brasilien ab sofort Twitter-Meldungen, die binnen eines Tages wieder verschwinden. Die Bezeichnung Fleets ist zurückzuführen auf die Flüchtigkeit der Mitteilungen – vom Englischen fleet, übersetzt schnell, flink.

Die Fleets können dabei ähnlich wie bei Instagram oder Snapchat weder geliked noch retweetet werden. Lediglich eine private Antwort ist möglich. Herkömmliche Tweets mit Reaktionsmöglichkeiten sollen auch weiterhin bestehen. Mit der Funktion will die Social-Media-Plattform Nutzer gewinnen, die von der Dauerhaftigkeit herkömmlicher Tweets auf Twitter abgeschreckt sind, heißt es in einem brasilianischen Blog-Eintrag des Unternehmens. Schließlich sind die allgegenwärtigen Tweets öffentlich und nicht aus dem Netz entfernbar. Die Fleets sollen den Nutzern nun ermöglichen, eher alltägliche und persönliche Gedanken untereinander auszutauschen.

Auf Twitter kommt die neue Funktion, die zunächst lediglich in Brasilien getestet wird, nicht sonderlich gut an. Unter dem Hashtag #FleetsFeedback und #Fleets posten zahlreiche herkömmliche Twitter-Nutzer ihren Unmut. Ob sich die 24-Stunden-Mitteilungen in Twitter dennoch durchsetzt und wir sie auch bald hier in Deutschland willkommen heißen, bleibt abzuwarten.

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