Telekom mit Starlink-Alternative: Neustart für Internet per Satellit

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Die Deutsche Telekom wagt einen Neustart im Bereich Internet per Satellit. Überraschenderweise hat man sich dafür nicht für Starlink als Partner entschieden. Vielmehr setzt man auf einen anderen Satelliten, der noch nicht lange im All ist.
Die Zentrale der Deutschen Telekom bei Nacht
Bildquelle: Deutsche Telekom

Tarife für den neuen Zugang per Satellit gibt es noch nicht. Denn die neue Partnerschaft zwischen der Telekom und der französischen Eutelsat wurde gerade erst unterzeichnet. Ende des Jahres will die Telekom den Zugang vermarkten. Die technische Basis dafür ist der Konnect-Satellit von Eutelsat. Diesen haben die Franzosen Ende vergangenen Jahres ins All geschossen in Ergänzung zum schon bestehenden Ka-Sat.

Die Telekom möchte den Satelliten-Zugang nutzen, um Haushalte in entlegenen Regionen oder mit begrenztem Zugang zu leistungsstarken Netzen mit Internet zu versorgen. Perspektivisch könnte die Telekom nicht nur die Eutelsat-Tarife vermarkten, sondern eigene Produkte über die Eutelsat-Satelliten anbieten.

Eutelsat Konnect verfügt über eine Gesamtkapazität von 75 Gbit/s. Diese bezieht sich aber auf den gesamten Satelliten, der mit zahlreichen Spot-Beams ausgestattet ist. Diese Beams versorgen immer nur kleine Regionen. Die meisten der Beams sind auf Afrika ausgerichtet, sodass nur ein Teil der Gesamtkapazität für Europa zur Verfügung steht.  Eutelsat selbst bietet Internetzugänge mit maximal 100 Mbit/s im Downstream und 5 Mbit/s im Upstream an. Die Kosten dafür liegen bei Eutelsat bei 70 Euro. Dabei sind nur 120 GB Daten pro Monat sogenannter Priotitätsdaten. Danach werden weitere Datenpakete anderen Nutzern untergeordnet. Ein Ersatz für die Glasfaser oder andere schnelle Zugänge kann der Satellit also langfristig nicht sein.

Geostationärer Satellit als Basis für Telekom-Netz

Im Unterschied zu Starlink handelt es sich bei Eutelsat Konnect um einen geostationären Satelliten. Wie beim TV-Satelliten befinden sich diese Erdtrabanten in 36.000 Kilometer Höhe. Dadurch ist die Signallaufzeit vergleichsweise hoch und für viele zeitkritische Anwendungen wie beispielsweise Online-Gaming nicht geeignet.  Was beide Dienste gemein haben: Du benötigst zur Nutzung jeweils spezielle Sat-Schüsseln.

Einen ersten Einsatz testen die Telekom und Eutelsat zurzeit in Heimerzheim. Das Festnetz dort wurde vom Hochwasser stark in Mitleidenschaft gezogen. Per Satellitenverbindung gibt es nun eine WLAN-Versorgung am Pfarrheim des Ortes. Hier ist ein Info-Punkt, an dem es kostenloses Internet per Satellit gibt. Starlink hatte im Gebiet der Ahr ähnliche Anlagen aufgebaut.

Für die Telekom ist Internet per Satellit kein neues Feld. In der Vergangenheit hatte sie schon ein entsprechendes Angebot über den Satelliten-Anbieter Astra. Dieses war aber sang- und klanglos im Zuge des massiven VDSL-Ausbaus der Telekom in der Versenkung verschwunden.

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2 KOMMENTARE

  1. Alsobicheuch Dassage

    70 Euro für 100/5 Mbit mit geostationärem Satelliten? Schätze da wird demnächst viel Kapazität frei 😄.
    Starlink bietet für wenig mehr Geld Latenzen unterhalb von 50ms bei höherer Bandbreite. Wer das bei der Telekom verbrochen hat gehört gefeuert!

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  2. Christian

    Zu geil, viel Spaß mit nem Ping von 500-900ms 😂😂😂
    Dann noch diese lächerliche Gesamtbandbreite aber ich denke die Telekom wird genug Dumme finden, die sich das antun.
    Was ham die sich dabei nur gedacht 🤦

    Antwort

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