Radikaler Netflix-Kurswechsel steht kurz bevor und kommt viel früher als erwartet

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Netflix gehört zu den beliebtesten Streamingdiensten in Deutschland. Bereits in naher Zukunft könnte sich dies jedoch ändern. Denn das US-amerikanische Unternehmen hat weitreichende Pläne zur Finanzierungssicherung; und diese werden anscheinend früher umgesetzt als erwartet.
Netflix auf Fernseher
Bildquelle: Unsplash / freestocks

Netflix steckt in einer Krise. In den ersten drei Monaten des Jahres soll der Anbieter eigenen Angaben zufolge 200.000 Abonnenten verloren haben. Eine Nachricht, die ihrerseits für Aufregung sorgte und den sowieso bereits sinkenden Aktienkurs von Netflix Mitte April zum Einsturz brachte; von 323,5 auf 206 Euro. Nun sieht sich der Streamingdienst gezwungen, Maßnahmen zu ergreifen – und das schnell. Deutlich schneller als angekündigt.

Zwei Maßnahmen sollen Netflix noch 2022 Geld in die Taschen spülen

Werbung. Gegen dieses Wort und das, was es repräsentiert, hat sich Netflix bisher stets gewehrt. Nun macht das Unternehmen jedoch eine 180 Grad-Wende. „Werbung ist eine aufregende Möglichkeit für uns“, verkündete Netflix-Chef Reed Hastings im April. Entsprechende werbefinanzierte Services wolle man in ein bis zwei Jahren einführen. Doch seither scheint der Anbieter seinen Zeitplan deutlich gestrafft zu haben. Laut einem internen Netflix-Schreiben, dessen Inhalt mit der New York Times geteilt wurde, sollen entsprechende Neuerungen bereits im letzten Quartal des laufenden Jahres eingeführt werden. Konkret wird es sich dabei wohl um vergünstigte Abonnements handeln, wobei die Differenz durch Werbung finanziert wird.

Ferner hat sich Netflix nun endgültig dazu durchgerungen, gegen das Teilen von Nutzerkonten vorzugehen. Wie die Maßnahmen genau aussehen werden, ist derzeit allerdings noch unklar. Tests in einigen Ländern deuten zumindest darauf hin, dass Netflix eine Zusatzgebühr für Nutzer einführen möchte, die ihre Zugangsdaten mit Freunden und der Familie teilen. Die Umsetzung entsprechender Abo-Modelle war für das Jahr 2023 geplant. Jetzt sollen jedoch auch diese deutlich früher eingeführt werden – und zwar zeitgleich mit den werbefinanzierten Abonnements.

Was Netflix konkret zum Umdenken bewegt hat, ist noch unklar. Neben dem Aktienabsturz könnte auch Disney+ zur Beschleunigung der Pläne beigetragen haben. Denn das Konkurrenzunternehmen gab bereits vor mehreren Monaten bekannt, bis Ende 2022 ein werbefinanziertes Streaming-Modell anbieten zu wollen.

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4 KOMMENTARE

  1. MiMo5873

    Für Netflix wird es der Todesstoß werden, denke ich…der Dienst ist ohnehin schon unverschämt teuer und wenn ich jetzt noch mehr zahlen soll, weil meine studierende Tochter das Account mitbenutzt, wird es gekündigt und gut ist. Ich sehe da wenig Wachstumspotential für Netflix…die Konkurrenz schläft nicht und kostet die Hälfte.

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  2. F. Beckmann

    Ich denke das man erkannt hat das in heutigen Zeit mit massiver Verarmung und Kriegswirren die meisten sich diesen Luxus eines Streamingdienstes noch dazu mit Mondpreisen nicht mehr leisten wollen und / oder können. Der volle Magen zählt am Ende eben mehr als gefühlt die immer gleichen Inhalte.

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  3. Klari

    @MiMo5873

    Was für ein dummes gesappel.
    GEZ kostet jeden Monat ein vielfaches und ist nur Mist was ausgestrahlt wird.
    Hingegen bietet Netflix guten Content.
    Und selbst 10€ im Monat wäre geschenkt. Einfach mal eine Schachtel weniger rauchen oder 3 Bier sparen oder auch 3 Kaffees dann hat man es schon drin.

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  4. Yuko der Wolf

    Seh das leider gleich netflix wird sich damit mehr Schaden zufügen als sie glauben viele schauen bei anderen Accounts mit weil sie zu selten schauen und ein Abo sich daher nicht lohnt ich zahle bereits das teuerste Abo mit knapp 18€ im Monat damit 2 Freunde bequem schauen können ist also schon teurer als das Standart Abo für eine Person und dann soll ich jetzt noch mehr zahlen damit ich das weiterhin tun kann? Sry netflix seh ich nicht ein…

    Gefühlt hat heute keiner von denen mehr ahnung vom Markt Wesen und oder Wirtschaft…

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